Turniere

 

 

ERGEBNISSE UND BERICHTE:

 

Turnier in Nussdorf:

Der Sonntag war Springtag:

Das ist vielleicht ein gechilltes Leben immer nur mit einem Pferd und für eine Prüfung aufs Turnier zu fahren, da könnte man sich glatt daran gewöhnen. Auch unser Calle hatte heute irgendwie einen Clown gefrühstückt und hat für Belustigung auf dem Turnierplatz gesorgt, da er beschlossen hat, wenn er schon den ganzen Hänger für sich hat, kann man auch mal hinten rausschauen. Ja, ist durchaus auch eine Variante.

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Dann kam aber das, was ich gar nicht mag und seit den Buschzeiten auch überhaupt nicht vermisse. Die ganze Saison habe ich es ja immer irgendwie geschafft mir Sandplätze auszusuchen. Aber heute war es auf Rasen und ich musste Stollen drehen. Calle und ich hassen das.  Aber mit ein bisschen Geschimpfe meinerseits, Gezappel von Calle und nebenher noch einem freilaufenden Pferd, das meinen Sollenschlüssel fast das Leben gekostet hat, da Calle mit feststeckendem Schlüssel vor Schreck davongehüpft ist, haben wir die Dinger dann doch noch reinbekommen und es konnte im Nebel endlich losgehen.

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Und neblig war es heute morgen noch. Das machte das Springen gar nicht so einfach. Nebel und teilweise schon durchscheinende Sonne im Parcours, macht es nicht so ganz einfach für Pferd und Reiter. Dafür war der Boden perfekt.  Calle war gut drauf. Er ist wohl ganz froh, endlich wieder springen zu dürfen und war auf dem Abreiteplatz ganz schön wach.

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Dann ging es für Calle in den Parcours. Ein Punkte-M* sollte es als letzte Vorbereitung für Kreuth sein. Eigentlich hatten wir ja in Nussdorf drei Springen gemeldet, aber so kurz vor Kreuth hatten wir uns entschieden nur eins davon zu reiten.

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Sprung 1 ist ja der Sprung, der bei Calle am öftesten fällt. Im Punktespringen wäre das der kleinste mögliche Fehler, da ja die Punkte nach der Nummer des Sprungs abgezogen werden. Sprung 1 gibt also  nur einen Punkt weniger als die volle Punktzahl, Sprung 7 gäbe beispielsweise 7 Punkte Abzug. Fehler ist also nicht gleich Fehler im Punktespringen. Aber Sprung 1 bleib heute liegen.  Auch recht.

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Dafür sollte es heute der Zweite sein. Ein bisschen eine schwierige Wendung, minimaler Schwungverlust und dann kamen die Beiden zu dicht und die Stange fiel. Danach war Calle aber vorsichtig. Den Rest des Parcours gingen die Beiden fehlerfrei und für Calle-Verhältnisse sogar schnell. Unsere Wendungsübungen diese Woche hatten nochmal Sicherheit für Nina gegeben nicht zu vorsichtig reiten zu müssen, sondern auch mal was riskieren zu können. Wenn eine Stange fällt, fällt sie sowieso.

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Das reichte dann für den schnellsten Ritt mit 42 Punkten, also zwei weniger als die volle Punktzahl. Gut, dass wir das mit dem schneller reiten geübt hatten, es gab nämlich noch weitere Reiter mit derselben Punktzahl, die aber langsamer waren. So reichte es Nina gerade noch als 10. in die Platzierung während die anderen 42er leer ausgingen.

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Zufrieden mit ihrer Leistung waren die Beiden für heute schon fertig und Calle durfte nach Hause zum Mittagsschlaf, während wir schon gleich wieder los mussten, die Team Kaupp Reiter coachen.

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Heute war nur Ginny unterwegs. Da die Prüfung sehr früh war konnte ich niemanden motivieren mitzufahren.  Aber das ist mit Ginny kein Problem. Ginny ist im Handling im Hänger und auf dem Turnier in der Regel so easy, dass man niemanden braucht, der einem hilft.

Nachdem Pauli neben Calle eingezogen war — ja es ist kein Problem mit Ginny alleine loszufahren, aber es ist ein Problem, Calle alleine zuhause zu lassen und so muss immer Paul zu Calle gestellt werden, damit Calle nicht stundenlang wiehern muss–ging es für Ginny und mich los.

Ich merkte mal wieder, dass die schönsten Sonnenaufgänge eben doch uns Reitern vorbehalten sind. Im Dunkeln aus dem Haus und dann dem Sonnenaufgang entgegen fahren, hat doch auch was.  Da ich ja sowieso ein „Frühmensch“ bin, ist das kein Problem für mich, am Abend reiten zu müssen wäre viel schlimmer.

Also erstmal alles gut bei uns. Ginny marschierte in den Hänger und machte sich auf dem Turnier dann auch gleich breit. So ein ganzer Hänger für sich hat ja auch was. Ich lief kurz zur Meldestelle und als ich zurückkam stand die kleine Plüschtante verkehrt rum im Hänger. Gut, wenn sie meint, dass muss so…..

In einem perfekten Zeitmanagement konnten wir heute abreiten und zudem hatten wir noch den Luxus, dass immer nur maximal 4 oder 5 Reiter in der Abreitehalle waren. So kann man natürlich schön abreiten.

Auf dem Vorviereck hat Ginny dann Unordnung entdeckt, das fand sie echt gruselig. Lagen da doch tatsächlich Dressurgatter, die eigentlich auf den Boden gehören auf der Hecke, die das Viereck begrenzt. Das hat sie geärgert. Was liegt da auch einfach etwas, was da ihrer Meinung nach nicht hingehört. Ordnung muss sein. Die Dinger sind ja schon auf dem Boden gruselig genug, aber auf der Hecke? Das geht gar nicht.  Ok, jetzt keine Streit provozieren. Luft anhalten, ruhig bleiben und Schritt reiten. Wird sich schon wieder beruhigen. Und das war dann auch so.

Im Viereck hat sie dann auch gleich einmal gedroht, keine Ahnung, was da nun gruselig war. Aber das bringt mich nicht mehr aus der Ruhe. Das kenn ich ja schon zur Genüge. Einmal in die andere Richtung gelenkt und gut ist.  Man muss sie halt zu nehmen wissen, die kleine Ziege.

In der Prüfung war sie gut. Es kam uns aber eben auch entgegen, dass es mal eine andere Aufgabe war. Sie wusste heute mal nicht schon vorher, wo es langgeht und war darauf angewiesen, mir zuzuhören. Das hat dann auch funktioniert. Wenn man sich mal nicht selbstständig macht und einfach losbockt, sondern mal zuhört, was Mama will, dann kann das ja auch echt anständig werden.

Echt anständig hieß heute, dass wir eine 7,3 mitgenommen haben und somit Ginny ihren ersten L-Sieg verbuchen durfte.  Ui, das war ja mal eine Überraschung. Nach Calles Sieg vor drei Wochen hat also auch Ginny nachgezogen und ihre gelbe Schleife in der L-Dressur eingeheimst. Und das auch noch mit einer sehr schönen Runde wirklich verdient.

Ich muss aber auch sagen, dass mir die Richter heute und auch schon auf den letzten Turnieren mit Ginny und Calle den Spaß und den Glauben an das Dressurreiten ein bisschen zurückgegeben haben. Nicht, wegen einer gelben Schleife, das kann ja jedem mal passieren, sondern weil im Moment so gerichtet wird, dass man mit einer sauberen, korrekten Runde, mit einem gut gerittenem Pferd und einem einigermaßen ordentlich sitzenden Reiter in einer L-Dressur mal dabei sein kann.  Wir wissen schon selbst, dass wir keinen 10er Mitteltrab haben, aber wir machen unser Ding im Rahmen unserer Möglichkeiten ordentlich und irgendwie wird das gerade positiv anerkannt. Dieses Gefühl hatte ich nicht immer und mich deshalb lange Zeit vom Dressurreiten auf dem Turnier abgewendet. Ich habe das immer daheim gerne gemacht, hatte aber keine Lust mir meine Pferde auf dem Turnier schlecht machen zu lassen.  Das ist dieses Jahr anders. Meine Pferde sind nicht besser geworden, ich auch nicht, aber wir werden fair bewertet und das nahezu jedes Wochenende wieder von unterschiedlichen Richtern. So macht mir das wieder Spaß und man könnte sich glatt an das Dressurreiten gewöhnen.

 

 

 

 

Turnier in Leonberg, Heimspiel:

Heimturniere sind die schwierigsten Turniere, das hat sich dieses Wochenende mal wieder gezeigt.

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Deshalb habe ich Ginny diese Woche nicht in der L-Dressur geritten.  Sie war schon die ganze Woche der Vorbereitung ziemlich „über die Uhr“ und das Risiko, dass sie bockt wäre für mich zu groß gewesen und sie hätte es auch nicht weitergebracht, sie dieser Aufregung auszusetzen. Von dem her haben wir zum Wohl von uns Beiden beschlossen auf einen Start zu verzichten.

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Für Calle gab es auch nur einen Start. Ganz kurz haben wir noch überlegt, das L-Springen für Nina nachzumelden, da es Sonntags kein M* gab, haben das aber dann doch gelassen. Es kommen noch genug Turniere, die Nina mit ihm reiten kann, das muss man jetzt nichts übers Knie brechen.

Und so ging er nochmal ins Viereck.  Ich hatte ja davor die M- Dressur geschrieben und wusste schon, was die Richter da in ihrem Häuschen drin sehen wollten. Wenn das nur so einfach im Viereck umzusetzen wäre. 😉

Mein Calle kann das mit dem Dressurreiten ja im Training auf dem großen Platz echt gut machen, da hat man auch echt Spaß daran. Irgendwie nimmt er das aber noch nicht mit ins Viereck.  Im Viereck haben wir schon noch unsere Differenzen, die ich manchmal ganz gut vertuschen kann, aber eben nicht immer.

So auch diese Woche.  Calle wird im Viereck ziemlich stark. Das heißt, er trägt sich nicht mehr selbst und liegt dann mit seinem ganzen Gewicht auf der Hand. Man hat manchmal das Gefühl, er denkt, Dressur wird auf Zeit geritten. Der Schnellste gewinnt.  Das muss ich ihm in einer ruhigen Minute mal ganz genau erklären. Weil eigentlich hätte er ja schon alle Voraussetzungen um das gut zu machen, wenn wir eben nur das Zusammenspiel noch besser in den Griff bekommen.

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Heute haben wir ganz gut angefangen und wahrscheinlich war ich deshalb im ersten Mitteltrab nicht aufmerksam genug. Das Einreiten und die zwei halben Volten waren geschmeidig und nachdem der Mitteltrab letzte Woche unsere beste Lektion war, wollte ich hier ein bisschen Risiko gehen.  Zuviel, wie ich schnell feststellen musste.  Ich kam durch die Ecke, richtete Calle gerade, und habe wohl ein bisschen zuviel gewollt. Und schon war es passiert. Wir waren im Galopp. Ganz klar mein Fehler, hätte ich das mal vorsichtiger gemacht. Und wenn Calle mal galoppiert ist die Diagonale ganz schnell vorbei. Bis ich ihn wieder durchpariert hatte, waren wir schon durch und der Mitteltrab war natürlich nicht gezeigt. Schade, aber wie gesagt.

 

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Hier ist der Fehler passiert

 

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Blicke sagen mehr als Worte

 

 

Selber schuld.  Ist natürlich  nicht so gut, so einen dicken Fehler gleich am Anfang der Aufgabe zu haben.  Da bist du erstmal kurz sauer auf dich selbst, musst dich aber ja schnell wieder sammeln und vernünftig zu Ende reiten. Du weißt ganz genau, was die Richter im Häuschen jetzt denken und weißt auch, dass du dir keinen weiteren Fehler erlauben darfst, im Gegenteil, die reitest den Rest der Aufgabe so, dass du den Fehler irgendwie wieder ausgleichen kannst.

Aber das war gar nicht so einfach, Calle war jetzt nämlich wach.  Trotzdem haben wir das Rückwärtsrichten gut hinbekommen, auch, wenn er im Halten offen stand.
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Im Schritt musste ich aufpassen. Einmal nachgeben und er wäre angetrabt. Und so war die Schritttour sehr verhalten. Auf dem Video habe ich aber gesehen, dass sie besser aussah, als sie sich anfühlte. Ich konnte zwar keine Dehnung zulassen, aber Calle hat ja von Haus aus einen sehr guten Schritt, ging im schönen Takt und das war ja dann doch ok.  Kurzkehrt war sogar richtig gut, so ganz ohne Füßeknoten.

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Aber auch Calle ist ein schlaues Kerlchen. Obwohl er die Aufgabe erst zwei mal ging, wusste er natürlich schon wo angaloppiert wird. Deshalb war das angaloppieren verschwommen, weil ich keine treibende Hilfe zum angaloppieren geben konnten, sondern vorher das angaloppieren verhindern musste. Das ist natürlich nicht das, was man will. Egal, wir waren im Galopp. Und zwar nicht im Renngalopp. Das war ja schon mal gut. Eigentlich war die Galopptour ganz gut, auch wenn er mir ziemlich auf die Hand kam. Das sieht man dann halt, wenn das kleine Cällchen sich mit seinem ganzen Gewicht auf den Zügel legt und im Zweifel auch noch dazu das Maul aufmacht.  Trotzdem, wir hatten zwar keine so schöne Selbsthaltung wie die Dressurpferde, aber wir hatten auch keinen Fehler. Die einfachen Wechsel waren gut, der Außengalopp sicher und so trauten wir uns doch im Mittelgalopp nochmal ein bißchen Risiko zu gehen. Risiko hieß für mich einfach nur, ich musste ein millimeterchen am Zügel nachgeben. Dann ging der Panzer los.  Mittelgalopp war echt gut. “ Über viel Boden“ stand im Protokoll. Schwierig halt nur, dass die lange Seite nur 40m lang ist. So um die 100m wäre besser.  Die Richter schlossen schon Wetten ab, ob ich wieder bremsen kann 😉

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Aber es  hat geklappt, wir haben halt in die Ecke rein gebremst, das ging dann schon. Der Trabübergang kam dann auch ein bisschen später, 700kg, haben eben einen anderen Bremsweg, als die zarten Dressurpferdchen.  Und dann nochmal Mitteltrab. Jetzt durfte aber nicht nochmal was passieren. und das nach dem Mittelgalopp. Gar nicht so einfach…  Aber ich bin diesmal weniger Risiko geritten, habe mir auch der Diagonalen mehr Zeit gelassen und das war dann auch noch ein ordentlicher Mitteltrab zum Abschluss. Noch einmal Mittellinie, halten und fertig.
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Ich war zufrieden mit uns. Klar, den Fehler hätte ich verhindern müssen, aber das passiert halt. Auch die Note war völlig ok. 6,5 haben sie uns gegeben. Damit waren wir 2 aus der Platzierung raus, ohne den Patzer wären wir wieder gut dabei gewesen.

Das ist doch echt gut, für mich und mein Springpferd. Für Calle war damit der Tag beendet und er durfte den Rest des Tages mit Ginny auf der Koppel chillen. Ab morgen ist das mit der Dressurreiterei aber wieder vorbei. Nach fast vier Wochen ohne Springen wird es Zeit, dass Nina ihn wieder reitet und er springen darf. Ich glaube, das hat ihm echt gefehlt, obwohl er das Dressurarbeitslager echt tapfer durchgehalten hat.

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In der Dressurpferde-A habe ich ein Berittpferd geritten. Ich habe sie vorher noch  nicht so oft geritten und noch nie in der Prüfungssituation. Sie ging eigentlich eine ganz schöne Prüfung, außer am Ende, als es sie nervte, hinter einem anderen gehen zu müssen und ihrem Ärger mal kurz Luft gemacht hat. Durch die kurze Showeinlage habe ich aber mit ihr auf die Note verzichtet, weil ich es echt schwierig finde für die Richter, wie man denn so einen Fehler bewerten soll und so braucht dann auch mal keine Note unter dem Protokoll zu stehen. Die kleine Maus hat aber auch noch nicht viel Turnierroutine und wenn sie über den Winter noch ein bisschen reift, dann wird das im nächsten Jahr sicherlich ein sehr schönes Dressurnachwuchspferd.

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Turnier in Schönaich:

Ja, das war ja was heute.

 

Eigentlich war ja der Plan, dass Calle in der Mannschaftsprüfung die A** Dressur geht und Ginny davor die L. Irgendwie dachte ich aber, es wäre vielleicht besser, wenn die Pferde schon den ganzen Tag auf dem Hänger stehen, Calle zuerst gehen zu lassen. Normalerweise ist es Ginny ziemlich egal, wenn Calle geht, während Calle doch mal auf dem Hänger randalieren kann, wenn Ginny geht. So dachte ich, es wäre besser, ihn zuerst zu reiten, damit er dann friedlicher ist.
Vorneweg schonmal. Es war vielleicht ein guter Plan, hat aber nicht funktioniert.

Calle ging also in der L-Dressur und Ginny bockte im Hänger. Ups, die kann ja auch mal richtig bocken, wenn sie wütend ist. Warum es sie so geärgert hat, dass Calle gegangen ist, kann ich nicht sagen. Sie hat ja immerhin das Fenster und kann alle anderen Pferde sehen, aber das war ihr heute egal.

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Calle hat sich von ihr nicht durcheinanderbringen lassen und marschierte tapfer durch seine Dressuraufgabe. So tapfer, dass ihn die Richter bis zum Ende ganz vorne sahen und Calle sich so seine erste goldene Schleife in der L-Dressur abholen durfte.
Na, damit hat ja wohl mal gar keiner gerechnet.

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Auch Calle selbst war in der Siegerehrung ziemlich verdutzt und wusste glaub nicht so recht, für was er jetzt eine Schleife bekommen hat und dann auch noch vorne galoppieren durfte, mit den Blicken war er mal wieder auf der Suche nach den Sprüngen. Den armen Calle so zu verwirren ist aber auch echt gemein.

Dann hatten die beiden eine lange Zeit, in der sie nur in Ruhe im Hänger standen und die Aussicht genossen. Solange sie zu zweit sind ist ja alles gut.

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Und dann kam Ginnys Einsatz. In der Mannschaftsdressur war sie für den A** Part vorgesehen. Eine ganz schön knifflige Aufgabe. Gar nicht nur, wegen den Lektionen, sondern weil die Anordnung dieser irgendwie anders ist, als sonst.  Ich hatte schon Bedenken, dass ich mir das nicht merken kann, aber es war dann doch ganz einfach. Trotzdem danke nochmal an Lea, die die Aufgabe vorsichtshalber gelesen hat.

Ginny war eigentlich gut drauf. Ein bisschen grell war sie allerdings schon im Vorbereitungsviereck. Ich hatte nicht bedacht, dass bei so einem Mannschaftsevent ja auch immer die Zuschauer ein bisschen angeheizt werden. So sagte der Sprecher die tolle Note meiner Vorreiterin durch und ich war gerade mit dem Rücken zum Publikum. Die freuten sich lautstark und klatschten und Ginny erschrak sich zu Tode. Und was macht Ginny, wenn sie sich erschreckt? Sie steht erstmal senkrecht. Ui, das war kurz knifflig für mich, das sollte mir eigentlich noch nicht passieren.

Jetzt musste aber ganz schnell Ruhe rein. Ich weiß, wenn Ginny sich in so was reinsteigert, dann kann ich das für mich noch nicht riskieren und hätte abbrechen müssen. Aber versuchen wollte ich es schon.

So habe ich sie im Vorbereitungsviereck einfach stehen lassen und gucken, damit sie merkt, dass man ihr nichts Böses will.  Sie kam dann auch wieder ein bisschen runter. Alles gut, dachte ich und ritt ins Viereck.  Ginny war wieder bei mir.

Dann kam die Trabtour, die hat echt Spass gemacht, Ginny war bei der Sache. Auf die Schritttour hatte ich echt Lust, endlich mal mehr Schritt als immer nur das rechts um- halten-Rückwärts-linksum wie in den L-Dressuren, wo man Ginnys guten Schritt gar nicht richtig zeigen kann.  Die Schritttour war auch top. Auf der halben Diagonalen habe ich sie extra lang und tief gelassen, damit sie schön zum schreiten kommt. Und dann kam es. Beim Wechselpunkt vor der Ecke Zügel wieder aufnehmen und genau in dem Moment fängt Calle an zu wiehern 😦 Ginny schaut wo denn das her kommt und war wieder auf 180.  Und was  macht sie dann? Erstmal hoch.  Na super, dachte ich und habe sie wieder beruhigt. Wir mussten jetzt auf die Viertellinie im Trab Viereck vergrößern, dann Mitteltrab und nochmal Viertellinie Viereck vergrößern. Alles Sachen, wo man ein bisschen mit dem Bein ran muss, nix mit Beifahrer sein.  Irgendwie haben wir es geschafft, aber Ginny war von der Rolle. Calle hörte nicht auf zu wiehern, Ginny quäkte zurück und begann zu bocken. In der Galopptour waren wir praktisch  mehr in der Luft, als auf dem Boden. Nicht schlimm, nicht gefährlich für mich, aber eben nicht das, was man im Viereck sehen will.  Tja, das war es dann. Dank unserer schönen Trab und Schritttour am Anfang zogen die Richter keine 4 sondern vergaben noch eine nette 5,6 mit einem Kommentar am Ende des Protokolls, der mich dann doch zum Schmunzeln brachte.

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Soweit der erste Tag in Schönaich. ein toller Calle, aber zwei verrückte Viecher auf dem Hänger, einer schlimmer als der andere und eine durchgeknallte Ginny in der Dressur.

Am Sonntag ging es dann nochmal los. Ich musste die Entscheidung treffen, da ich nur einen reiten durfte und auch nur einen mitgenommen hätte, das Theater wollte ich nicht nochmal haben, vor allem nicht, wenn ich alleine unterwegs bin.

Ich habe mir die Entscheidung nicht leicht gemacht. Ich war mir relativ sicher, mit Calle nochmal eine schöne Platzierung mitnehmen zu können, weil ihm die Aufgabe liegt und er ja im Viereck tiefenentspannt war.  Aber eigentlich hatte er ja gestern einen guten Job gemacht. Und es geht  ja hier nicht ums Schleifen sammeln.  Also habe ich mich für die Risikovariante Ginny entscheiden. Dass das keine Schleife geben würde war von vorne herein klar. Aber ich wollte die Chance nutzen, ihr ganz in Ruhe nochmal den Platz zu zeigen, ohne den Quäke-Calle im Hintergrund. Mir war aber auch klar, dass sie sich den Platz von gestern gemerkt hat. Ginny ist nachtragend. Wenn die mal an einer Stelle ein schlechtes Erlebnis hatte, dann merkt sie sich das für die Ewigkeit.

Morgens waren die beiden noch entspannt auf dem Paddock und genauso entspannt fuhren wir los. Kein Stress, nichts.
Aber kaum auf dem Turnier angekommen schaltete sie wieder um in den Furienmodus. Normalerweise kann man sie mit Essen gut ablenken. Heute nicht. Sie rührte weder ihr Müsli noch das Heunetz an. Sie bockte im Hänger. Ok, Planänderung. Raus aus dem Hänger und grasen lassen, damit sie runterkommt. Funktioniert normal immer.  Heute nicht. Grasen in der Galoppvolte ist auch doof.  Wieder Planänderung. Satteln und mit rübernehmen auf den Turnierplatz und dann dort stehen lassen, zwischen den anderen Pferden bis sie zur Ruhe kommt. Heute hätte ich mir zum ersten Mal eine Longe zum ablongieren gewünscht.
Aber mein Plan ging auf. Zwischen den anderen Pferden fand sie ihre Ruhe.  Als es dann soweit war konnten wie abreiten wie immer. Ginny war wieder normal.

Beim Einreiten ins Viereck knatterten die Lautsprecher. Ginny war wieder on. Puh, das war ein bisschen anstrengend heute. Beifahrermodus einschalten und losreiten. Ganz vorsichtig. Das ging gut bis zum Mitteltrab. Am selben Punkt, an dem gestern Calle zum ersten Mal gewiehert hatte, blockierte sie wieder. Nicht schlimm, ich konnte schnell weiterreiten, aber eben unnötig. Den Rest der Aufgabe war sie dann aber wieder sortiert. Jetzt hörte sie mir wieder zu und nachdem es keinen Calle gab, der zurückwieherte, sammelte sie sich auch wieder und ging ihre Aufgabe ruhig zu Ende. Wieder mal ganz brav, nicht genug für eine L-Dressur, das war klar, aber auch ohne zu blockieren.

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Ja, es wird wohl noch ein langer Weg werden, bis Ginny im Viereck zuverlässig bei mir ist, sich nicht von äußeren Einflüssen ablenken lässt und zeigt, was wirklich in ihr steckt. Das ist aber ok. der einfache Weg wäre ja auch langweilig. So hat man immer mal wieder einen kleinen Erfolg, wie letzte Woche, in der nächsten Woche kann es schon wieder ein Erfolg sein einfach nur ohne zu bocken durch zu kommen. Es wird also nicht so schnell langweilig werden mit uns.

Trotz allem war es die richtige Entscheidung heute Ginny mitzunehmen, da wir den Turniertag nach der Prüfung beim gemütlichen Grasen auf dem Hängerparkplatz und mit einer nicht ganz so explosiven Prüfung wie gestern positiv beenden konnten und so wieder einen Lerneffekt verbuchen konnten. Und am Ende waren wir mit unserer 5,8 auch tatsächlich nur 3 Zehntel aus der Platzierung raus, da viele anderen nämlich auch mit dem guckigen Viereck zu kämpfen hatten.

Turnier in Stutensee-Friedrichstal:

Das war ein überschaubar kurzes Turnierwochenende. Nur Ginny Gibson war am Start. Eigentlich wäre das so ein Turnier gewesen, auf das ich vielleicht verzichtet hätte. Es war ganz schön heiß angesagt, ich war alleine, ein weiter Weg ist es auch noch und wir haben ja noch einige Prüfungen dieses Jahr. Da hätte man auch mal daheim auf die Terrasse sitzen können.  Wenn da nicht der Ausblick auf das nächste Turnier und der Rückblick auf das letzte Turnier gewesen wäre.

Beim letzten Start habe ich ja auf die Wertung verzichtet. Da hatte Ginny zwar eine sehr schöne Trabtour, aber daraus ergab sich zuviel Spannung, die sich dann im Galopp wieder entlud. Und so musste ich schauen, dass ich wieder Druck rausnehme.

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Unsere nächste Prüfung dieses Wochenende wird aber die Mannschafts-Kreismeisterschaft sein. Und da geht es ja nicht nur um mich, sondern um die ganze Mannschaft. Ginny geht da zwar nur die A** aber ich wollte nicht mit dem ungewissen Gefühl der letzten Prüfung starten.

Ich  musste erst wissen, ob ich die Spannung wieder raus bekomme, indem ich wieder ein bisschen braver reite. Oder ob es nun drin steckt und ich mehrere Prüfungen brauche, bis ich sie wieder in der Spur habe.

Und so sind wir dann doch losgefahren. nur Ginny und ich. Das war ungewohnt. Aber ich habe mal wieder gemerkt, was ich an meiner Ginny habe.  Sie ist einfach ein Goldstück. Bei uns im Stall ist ja immer Trubel. Aber nicht, in der viertel Stunde, in der ich verladen musste. Und so standen wir alleine da. Ginny, der Hänger und ich.
Und der schreiende Calle im Stall, dem ich vorausschauenderweise schon mal Paul als Kumpel zur Seite gestellt habe, damit er den Herzschmerz besser verkraftet.

Aber Ginny zögerte nicht eine Sekunde. Rein in den Hänger, Heunetz da? Alles gut. Türe zu und los. Ich war das erste Mal baff. So einfach hatte ich mir das jetzt nicht vorgestellt.

Wir waren gut in der Zeit. Und wie es so ist, wenn man sowieso gut in der Zeit ist, waren wir erst 22.Starter. Noch mehr Zeit also. Aber das ist ja besser als andersrum. Auf dem Turnier angekommen habe ich Ginny ihre Box gerichtet. Wenn man bei uns im Hänger alle Trennwände zur Seite schiebt, ist er wie eine Box. Fenster auf, Mittagessen servieren, Wasser auffüllen, Heunetz raushängen, und Ginny war zufrieden. Sie mampfte genüsslich ihr Mittagessen, hatte den kompletten Hängerparkplatz im Blick und war rundum zufrieden.

Und ich stapfte schon mal zur Meldestelle. Mal schauen, ob es pünktlich los geht, einen Kaffee trinken usw.  Und dann gab es schon die nächste Überraschung. Ich musste meinen Kaffee gar nicht alleine trinken. Meine Eltern standen plötzlich da. Sie sind tatsächlich mit dem Zug nach Stutensee gefahren und haben mich besucht. Da war ich zum zweiten Mal heute baff.  Irgendwie schon cool. Es ist schließlich schon ewig her, dass ich mit meinen Eltern auf dem Turnier war, eigentlich bin ich ja jetzt der Elternpart, der das Kind begleitet….. Aber trotzdem, schön, dass ihr da wart.

Ich hatte lange Zeit mir ein paar Reiter anzuschauen, das finde ich immer ganz interessant. Zu sehen, wie es die anderen so machen, die Noten dazu zu hören und zu überlegen, ob man derselben Meinung wie die Richter gewesen wäre oder mit seiner Einschätzung vielleicht auf dem Holzweg liegt. Ist ja auch gut für meinen Unterricht zu Hause, wenn man so ein bisschen Input mitnimmt.

Eigentlich wusste ich ja, dass es diesmal eine andere Aufgabe sein wird, als die letzten Male. Aber irgendwie hatte ich sie noch nicht auswendig gelernt. Das tat ich jetzt beim Zuschauen. und mir war klar, dass das für mich tricky werden wird. Ich bin ja kein Prüfungsmensch. Überhaupt nicht….  mein ganz großes Problem…. und dann kommt da so eine Aufgabe, die der letzten, die ich geritten bin total ähnlich ist, aber doch ein bisschen unterschiedlich. Das KurzKehrt an der selben Stelle, aber zu einem anderen Zeitpunkt usw. Ich war mir eigentlich sicher, dass ich mich heute verreiten würde, meine große Spezialität. Oje, das hieß für mich echt konzentrieren. Nicht aufs Pferd, nicht auf meinen Kopf, sondern auf die Aufgabe. Das war jetzt wichtig.

Und dann ging es endlich los. Ginny braucht nicht lange zu abreiten. 2-3 Pferde vor mir, mehr nicht. Auch das Ausladen, Satteln usw. war wieder so selbstverständlich, Ginny war tiefenentspannt, es war überhaupt kein Problem, dass wir alleine waren. Klar, mein Vater hätte notfalls helfen können, war ja früher oft genug mit auf dem Turnier, aber das war gar nicht notwendig.

Dann zum Abreiteplatz. Ich habe den Blick über den Abreiteplatz schweifen lassen und dachte: “ Das sind aber wenige Reiter hier“  dann ein Blick auf die Tafel, welche Nummern vor mir sind und wo die rumreiten. Und dann die Erkenntnis: Die Reiterin vor mir war nicht da. Ui, bei geplanten rund 12 min. Abreitezeit sind gut 4 min weniger aber schon eine Ansage. Also los, Ginny, heute muss es schnell gehen. Und es ging mit Ginny.
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Sie ging heute eine sehr schöne Prüfung. Ich habe deutlich Druck rausgenommen, war eigentlich nur Beifahrer. Ein bisschen lenken, mehr nicht. Keine Spannung aufkommen lassen. Und das ging gut. Ganz brav absolvierte sie ihre Lektionen, natürlich ohne Höhepunkte, ohne nennenswerte Versammlung, ohne Risiko, aber auch ohne bocken und mit einem guten Gefühl, ein Pferd zu haben, dass sich wohlfühlt.

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Das reichte in einem niedrigen Notenniveau, die Prüfung wurde mit 6,8 gewonnen, für den 4.Platz mit einer 6,2 und damit waren wir mehr als zufrieden.  Mein Ziel zu wissen, ob ich einfach wieder einen Gang zurückschalten kann, war erreicht. Es geht. Ginny ist bei mir und so kann ich mit einem etwas besseren Gefühl diese Woche wieder losfahren.

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Trotzdem werde ich auch dieses Wochenende wieder brav reiten. Der Platz wird schwierig genug, da es an einer kurzen Seite landschaftlich praktisch ins Nichts geht. Da geht es den Hang runter und man fühlt sich, als käme nichts als Abgrund. Da habe ich schon so manch erfahrenes Pferd bocken gesehen. Ich bin gespannt, wie Ginny damit klarkommen wird und freue mich aber schon auf die nächste Prüfung mit ihr.

Und übrigens: Es ist gar nicht so wichtig, ob sie platziert ist oder nicht. Das ist zwar schön, aber im Moment nicht elementar wichtig. Es macht einfach Spaß sie im Viereck zu reiten, das ganze Drumrum mit ihr ist eine schöne Abwechslung zum Alltag und für uns ist so ein Turnier einfach eine schöne Abwechslung zum Alltag.

Wir sind beide noch auf dem vorsichtigen Weg -> backtobusiness, beide noch mit gebremsten Schaum unterwegs und freuen und über unsere gemeinsame Genesung. Ginnys, sowie meiner. Daran hätte vor einem Jahr noch keiner geglaubt.

Und noch was gibt es positiv zu erwähnen:

Dank der Instacommunity gibt es sogar Fotos. @miriamviola und ihre Schwester @schaetzlin, die ich über Insta kennengelernt habe, waren in derselben Prüfung am Start und so habe ich ihnen meine Kamera in die Hand gedrückt und sie haben Fotos gemacht.

Turnier in Kupferzell-Löcherholz:

Sonntag ist Springtag:

Heute waren wir nur mit Calle unterwegs. Eigentlich hatten wir wahnsinnig viel Zeit und das ist immer gar nicht gut für uns. Wir funktionieren unter Stress deutlich besser. So haben wir uns heute auch verbummelt. Irgendwie hat uns die Seite auf der die Zeiteinteilung stand immer auf ein anderes Turnier weitergeleitet. Das hat man nicht gleich gemerkt und so dachten wir, das Springen fängt um 14.30 an. Irgendwann war ich dann auf der richtigen Seite. Richtiges Turnier, gleiche Prüfung aber schon 14.00 Uhr, da mussten wir uns aber sputen.  Aber es hat dann doch noch alles hingehauen, außer den Gamaschen, die heute zuhause bleiben wollten.  Naja, improvisieren können wir ja und irgendwas liegt ja in so einem Reiterauto immer rum und so habe ich zwei weiße Bandagen gefunden, die er kurzerhand dran bekommen hat.  Gut, wenn man nicht immer alles aufräumt.
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Das Springen war an sich eine sehr schöne, harmonische Runde. Es waren ganz schön viele Leute da und als eine Stange fiel, war das ganze Publikum traurig. Die mochten unseren Calle gerne und fieberten den restlichen Parcours mit, besonders als er dann fehlerfrei über den Joker war.  Ist halt ein kleiner Cutie unser Calle, dieses „Mitleben“ des Publikums kennen wir normal nur von Paul, wenn er als einziges Pony unter den großen die Symphatien auf seiner Seite hatte.

Calle war dann mit der Stange sogar noch platziert und holte sich den zweiten Möhrenstrauß dieses Wochenende, den er sich gleich schmecken ließ.

Ist aber schon auch eine tolle Leistung an einem Wochenende L-Dressur und M-Springen platziert zu sein.

Dressurtag in Löcherholz. Seit drei Jahren fahren wir immer Freitags zur Dresssur in Löcherholz. Wir mögen die Bedingungen dort, und weil es doch eine Strecke zu fahren ist, verzichten wir auf Samstags Starts im Springen und reiten Freitags Dressur und Sonntags Springen.

Dieses Jahr war nur ein Start für Ginny geplant. Aber versehentlich habe ich die Nennung doppelt abgeschickt und hatte nun je 2 Startplätze in der L-Trense und in der L- Kandare.

Kurzfristig haben wir dann Calle mitgenommen.

In der Trensen-L, das könnt ihr ja auch im Blog nachlesen, ging Calle eine für ihn sehr ordentliche Prüfung, und konnte sich mit 6,5 seine erste Schleife in der L-Dressur abholen.

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Ginny war auch gut drauf. Etwas problematisch ist es, wenn sie die Aufgabe kennt. Dann wird sie gerne mal übermotiviert und das schlägt dann in hüpfen um. So auch heute. Es war dieselbe Aufgabe wie letzte Woche. Ginny war in dem Viereck ein bisschen guckig, was ich mir in der Trabtour noch zu nutze machen konnte. Sie war wach und hatte meiner Meinung nach einen schönen Ausdruck. Die Trabtour hat sich super angefühlt. Zu dem Zeitpunkt dachte ich noch, wenn Calle eine 6,5 bekommen hat, reite ich mit Ginny in Richtung 7. Aber eben nur bis zur Galopptour. Spätestens nach dem Rückwärtsrichten wusste Ginny, dass sie die Aufgabe kennt. Das Angaloppieren hat sie noch tapfer gemacht, aber nach der nächsten Ecke musste sie doch mal kurz Dampf ablassen. Und dann wird es schwierig. Ist sie im Galopp grell, dann hüpft sie wieder wie ein Hase, kann keinen Druck mehr vertragen, sonst kommt die Explosion. So sind wir ganz vorsichtig durch den ersten Außengalopp gehoppelt, Hauptsache weiter….  Einmal wollte sie da schon ausfallen. Das ist die Schwierigkeit. Stillsitzen, nichts machen, aber eben auch nicht ausfallen lassen.  Im einfachen Wechsel hat sie auch noch dazu angefangen den Kopf zu schütteln und nach dem zweiten Außengalopp ist sie dann tatsächlich ausgefallen. Sie hat einfach nicht mehr zugehört. Um sie wieder zur Vernunft zu bringen musste ich sie einmal kurz anhalten, um Ruhe reinzubringen. Danach war es dann auch wieder besser. Wir haben uns wieder auf unsere Aufgabe besonnen und die Aufgabe ordentlich zu Ende gebracht.

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Das war echt schade, weil ich in der Trabtour noch dachte, das wird eine unserer besseren Aufgaben.  Aber man sieht, es ist noch ein weiter Weg, noch viel Arbeit und Routine, bis wir das abrufbar haben. Heute habe ich auf eine Wertung verichtet, da die komplette Galopptour von Spannung geprägt war und man dafür  keine vernünftige Note vergeben kann.

Auch auf die folgende L-Kandare habe ich mit beiden Pferden verzichtet. Für Calle war die sowieso nicht geplant, weil ich für ihn noch auf der Suche nach einem Kandarengebiss bin, das er nicht als Feind ansieht und so nicht in eine Prüfung reiten muss.

Für Ginny wäre das heute nervlich nicht gut gewesen. In der L6 folgen die Lektionen noch schneller hintereinander und ich denke nicht, dass sie in der zweiten Prüfung ruhiger gewesen wäre, eher das Gegenteil und man muss es ja nicht herausfordern, dass sie im Viereck nervig wird. So habe ich sie noch etwas auf dem Abreiteplatz geritten, so dass sie nochmal runterfahren konnte und einen guten, zufriedenen Abschluss fand.

Da ich heute von beiden Prüfungen ein Video habe, habe ich mal auf You Tube die beiden Ritte nebeneinander dargestellt. Ich wünsche euch viel Spaß mit dem Video auf dem man auch gut erkennt, wie Ginny im Verlauf der Prüfung nervös wird, sich dann zum Ende hin aber auch wieder sammelt.

Ginny vs

Turnier in Heimsheim:

Obwohl Ginny, wenn man mal von meinem Verreiten absieht, für das sie ja nichts kann, heute wieder ein ordentliche Prüfung lief, reichte es heute nur zu einer 5,5 bzw. nach Abzug einer 5,3. Natürlich reiten wir noch keine top L-Dressuren, aber für eine 6er Note sollte es eigentlich doch reichen, von dem her war ich erst mal etwas enttäuscht über die Note. Das relativierte sich aber bald, als die anderen Noten kamen.  Wurden wir in der Prüfung in Rot am See zum Beispiel mit 6,8 noch 10. so wurde die Prüfung heute mit 6,7 gewonnen und bis 5,7 platziert. Wir waren also gar nicht so weit weg und waren schnell wieder versöhnt. So ist das eben, je nachdem, wie die ersten Noten der Prüfung angesetzt werden. Solange die Ordnung am Ende wieder stimmt ist alles gut. Auch das Protokoll war wieder recht positiv und unsere Baustellen kennen wir ja, aber das wird unsere Winterarbeit werden daran zu arbeiten. Versammlung gibt es eben nicht von heute auf morgen.  Nina und Celine haben sich einen Spaß gemacht und die Dressur gefilmt und gleichzeitig kommentiert.  Daran sieht man wieder, dass wir das Turnierreiten nicht ganz bierernst nehmen und durchaus auch über uns selbst lachen können.  Das kommentierte Video könnt ihr auf unserem You Tube Kanal sehen, sobald es geschnitten ist.

Ginny Heimsheim

Turnier in Öhringen:

Das Turnier in Öhringen war eins von denen, auf denen wir noch nie waren. Aber auch eins von denen, das ab sofort auf unserer Liste der bevorzugten Turniere stehen wird.  Die Bedingungen sowohl zum Dressurreiten, als auch zum Springen waren top.  (Für den Regenschauer gestern kann ja keiner was) und vor allem hatten wir kurze Wege zwischen den beiden Plätzen. Wenn man auf beiden Plätzen mitspielen will, kann man manchmal ganz schön Kilometer machen.

Die professionelle Meldestelle war top, ebenso die Bewirtschaftung. Was will man mehr. Wenn man so einen ganzen Tag auf dem Turnier rumhängt, ist auch das drumrum wichtig. Und das hat hier definitiv gepasst. Vom dem her, merken wir uns das Turnier für nächstes Jahr.

Sportlich gesehen lief es gestern nicht ganz so gut, da Ginny sich in der L-Dressur zu sehr in ihre Aufregung reinsteigerte und so im Verlauf der Prüfung immer hektischer wurde und einige Fehler passierten. Das ist nicht weiter schlimm, Übung macht ja schließlich den Meister.

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Und so durfte sie heute gleich nochmal ins Viereck traben. Natürlich hatte ich Sorge, dass sie sich die Prüfung gestern gemerkt hat und heute wieder Unsinn macht, zudem es die erste Kandaren-L mit einer für uns relativ schweren Aufgabe war.

Aber heute hat sie sich nicht von Calles Sperenzchen im Hänger ablenken lassen. Ich hatte auch Glück, dass eine Reiterin vom Stall zuhause auch da war und sich mit ihrem Pferd zu Calle an den Hänger stellte. So wieherte er zwar immer noch, aber er zerlegte wenigstens den Hänger nicht mehr.

Ginny ging eine brave Runde. Die Galopptour war anspruchsvoll. Mitte der langen Seite einfacher Wechsel in den Außengalopp, daran waren schon vor mir ein paar gescheitert. Aber Ginny war tapfer. Ich bin zwar in der Prüfung immer noch nur Beifahrer und darf zwar lenken, aber mehr noch nicht, aber dafür konnten wir schon mal eine 6,3 einheimsen und waren mehr als zufrieden mit der Vorstellung, die sicher noch viel Luft nach oben hat, aber im Moment eben noch nicht. Das kommt dann mit der Zeit, dass man an der Ausführung der Lektionen arbeiten kann und auch an der Versammlung im Galopp. Im Moment geht es noch darum, das Viereck ohne zu bocken zu verlassen.

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Unser Calle war aber heilfroh, als Ginny wieder da war. Jetzt war auch seine Welt wieder in Ordnung.
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Über den Mittag konnten die Pferde ein bisschen in der Sonne dösen, bevor es für Calle ins M-Springen ging. Es gibt  diesmal nur vom Abreiten und der Siegerehrung Bilder, da ich versucht habe, die Prüfung mit dem Handy zu filmen. Das ist aber missglückt, da ich keinen guten Standort gefunden habe. Aber egal, es war ein Fotograf da und wenn wir die Bilder haben wird Nina sie euch sicher zeigen.
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Calle ging eine schöne Runde und war auch vorsichtig heute, so dass am Ende mal die Null in der Ergebnisliste stand. Da es dieses Jahr erst seine zweite Prüfung auf Rasen war, ließ Nina es langsam angehen und wir mussten tatsächlich bis zum Schluß warten, ob die Nullrunde zur Platzierung reicht. Aber es reichte. Als 6. in der ersten Abteilung durften sie die grüne Schleife und ein Stofftierchen in Empfang nehmen und sich auf den Weg auf die Ehrenrunde machen.

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Turnier in Rot am See:

Eigentlich hatten wir für heute andere Pläne, die sich aber kurzfristig geändert haben. Also haben wir kurzerhand für das Turnier in Rot am See nachgemeldet. Wir waren dort schon im Frühjahr und waren begeistert von den Bedingungen und so sind wir jetzt gleich nochmal losgefahren.

Ich habe selbst Ginny eine Dressurreiter-L geritten. Wieder eine andere Aufgabe, die wir noch nicht geritten hatten, aber das ist ganz gut so. Mit Ginny darf man nämlich die Aufgaben nicht vorher üben. Wenn sie vorher weiß, was kommt, dann wird sie nervös und fängt an zu bocken. Wenn sie keinen Plan hat, dann ist das am Besten. Auch Sachen wie KurzKehrt und Rückwärtsrichten reite ich mit ihr zuhause nie, weil  es durch ihre zarten Nerven nur schlechter wird, wenn man es öfter übt.  Das heben wir uns alles fürs Turnier auf. Ist zwar nicht die optimale Vorbereitung, scheint aber momentan zu funktionieren.

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Ginny war in der Abreitehalle sehr gut, da mache ich ja nichts außer leichttraben und auf jeder Hand einmal Galopp. Das ist ganz praktisch, weil mir dann 3 Paare vor mir zum abreiten reichen. 😉 Mehr darf ich wieder nicht machen, ihr wisst ja, die Nerven….

Ins Viereck gekommen hat Ginny erstmal alle viere in den Boden gerammt, weil da doch tatsächlich ein Blümchen stand, das ihr nicht gefiel. Aber es war nur ein kurzer Moment, den wir schnell geklärt hatten und unsere Prüfung beginnen konnten. Aber sie liess sichh heute nicht so gut reiten, wie in den letzten Prüfungen. Ich bekam über die gesamte Aufgabe kein gutes Gefühl, wir waren ein bisschen hektisch unterwegs. Grobe Patzer hatten wir zwar nicht, dafür aber so ein paar Kleinigkeiten, wie die Trab-Schritt Übergänge in der Schlangenlinie, die für mich noch deutlich weicher werden könnten, die einfachen Wechsel, die wir eigentlich auch schon besser können und das Zügel-aus-der -Hand-kauen, wo sie mir ein bisschen zu tief kam. Als ich raus kam rechnete ich im Vergleich zu Karlsbad mit einer 5 vor dem Komma. Irgendwie dachte ich, wir hätten das heute versemmelt. Aber die Richter haben das wohl anders gesehen.
Sie gaben uns eine 6,8 mit der wir in der zweiten Abteilung 5. wurden. Das war übrigens Ginnys erste bunte Schleife in einer L-Dressur und die dritte Platzierung in Folge. Gutes Mädchen.

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Im Protkoll stand im Großen und Ganzen, dass es eine harmonische Runde war, mit stets guter Anlehnung. Mit mir waren sie soweit zufrieden, aber es waren die ersten Richter, die mir meinen steifen Hals und die Schultern, die schon noch sehr krampfig sind ins Protokoll geschrieben haben. Das haben sie gut gesehen, ist aber momentan halt noch nicht zu ändern. Ginny hätten sie sich mal wieder mehr bergauf gewünscht, daran arbeiten wir, aber das dauert, bis ich sie soweit aufs Hinterbein setzen kann, dass sie entgegen ihres Körperbaus mehr bergauf kommt. Das ist Arbeit mit ihr, da sie Exterieurmäßig einfach nicht bergauf gebaut ist.

Ginny hat nach getaner Arbeit noch ein bisschen gegrast und dann den Rest des Tages mit Calle auf dem Hänger geschlafen und gekuschelt. Im Hänger ist sie total zufrieden mit sich und der Welt und kann total abschalten.

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Ja, und dann war Pause angesagt. Lange Pause. Das ist der Nachteil, wenn man eine Prüfung um 7.30 und die nächste um 16.00 Uhr hat. Ich war der Meldestelle ja sowieso schon dankbar, dass sie mich mit Ginny nach hinten verlegt haben, sonst hätte es noch länger gedauert.

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Also schauten wir ein bisschen zu, nebenher coachte ich noch Vera mit Belmondo, die sich in der Kandaren-L platzieren konnte und dann wurde wieder am Hänger gechillt. Die Pferde standen auch mit hängenden Lippen und kleinen Augen im Hänger und machten ein Nickerchen.

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Irgendwann war es dann Zeit für Calle zu satteln. Als er fast fertig war, war klar, dass die vorherige Prüfung länger dauern wird. Also nochmal absatteln. Calle nochmal reinstellen hätte sich nicht gelohnt, also haben wir Ginny zum grasen rausgeholt. Mit den beiden zu grasen ist übrigens eine Strafe, weil sie beide nicht stillstehen können und jeder in eine andere Richtung zieht. Bei Ginny geht das ja noch, aber Calle wird am Halfter echt zum Elefant. Aber was tut man nicht alles, damit die lieben Tierchen sich wohl fühlen.

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Dann war es endlich doch soweit. Gut, dass ich Ginny alleine verladen kann, weil Nina beim Parcours abgehen war. Also Ginny rein und Calle satteln.  Foto, Handy, Gerte einpacken und los zum Abreiteplatz. Das Leben eines Pferdepflegers….

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Warum auch immer, es  immer dann regnet, wenn Nina Calle reitet, so hat es das auch heute getan. Nicht viel und nur genauso lang wie Nina auf dem Pferd saß, aber lang genug, um die Reithose mal wieder braun zu färben. Es regnet immer dann, wenn Nina auf unserem einzigen Sattel, der abfärbt sitzt.

Calle ging eine schöne Runde im Zwei-Phasen -M. Also besser gesagt, er ging eine schöne erste Phase. Fehlerfrei und schön gesprungen. Er war aufmerksam und wach und hat ausnahmsweise sogar mal Sprung 1 leben lassen. Guter Calle, bis dahin. Dann kam Phase 2. Calle hat gerade auch zuhause manchmal deutliche Elefantenattacken. Er nützt dann seine Größe gnadenlos aus und ist nicht mehr zu lenken. Das probiert er momentan sogar beim Führen, da müssen wir wohl mal ein ernstes Gespräch mit ihm führen 😉

So war es dann auch im Parcours. Die beiden sind aus einer Wendung geschwommen und plötzlich stand nicht der nächste Sprung, sondern der dazugehörige Fangständer vor ihnen. Das konnte nicht gehen. Calle war kurz beleidigt, stellte sich einmal kurz auf die Hinterbeine, damit auch jeder sieht, dass er sauer ist und sprang dann den Parcours fehlerfrei zu Ende. Das waren dann eben 4 für den Stop und 1,5 für die Zeit und am Ende waren sie 3 Reiter aus der Platzierung.
Eigentlich kein so schlechtes Ergebnis, aber natürlich trotzdem ärgerlich, weil es unnötig war.  Naja, wir werden wohl zuhause wieder ein bisschen lenken üben müssen, aber das sollten wir schon hinbekommen.

Turnier in Karlsbad:

Heute stand wieder eine L-Dressur für Ginny an. Eine Dressurreiter-L dachte ich, wäre die bessere Wahl für sie als eine normale. Eigentlich sollte hier ja weniger die Dressurpferdequalität, und mehr die reiterliche Einwirkung, das Zusammenspiel, die Harmonie bewertet werden, auch wenn das Pferd vielleicht keinen 10er Trab oder einen 100% gesetzten versammelten Galopp hat. So der Plan für Ginny und mich.

Ginny lief auch eine schöne Prüfung, wahrscheinlich ihre beste bisher, weil ich schön zum reiten gekommen bin und auch schon ein bisschen mehr Risiko reiten konnte. Das führte zu ein paar kleineren Fehlern, aber insgesamt nichts schlimmes. Ich war total zufrieden, aber auch hier gibt es noch deutlich Luft nach oben, aber das weiß ich ja.

Die Note 6,1 hat mich erstmal kurz schlucken lassen, so schlecht fand ich uns gar nicht. In der Relation zu den anderen Ritten war es dann aber am Ende doch wieder ok. Ginny war als 10. platziert. Zwischen Platz 2 mit 6,6 und Platz 10 mit 6,1 lagen gerade mal 0,5 Punkte, das ist ja nicht so weit auseinander. Es gab einfach viele Noten doppelt, so dass das Feld auch am Ende relativ dicht beinander war.
Das Protokoll beruhigte mich auch noch ein bisschen, weil die Sachen, die mir wichtig sind, wie Durchlässigkeit, Harmonie, Anlehnung deutlich positiv hervorgehoben wurden. Auch der Galopp wurde in zwei Phasen schon positiv beurteilt, in einer Phase war sie dann doch zu frei. Die einfachen Wechsel waren durchlässig, klar, der Mitteltrab noch laufend, da sind wir am arbeiten. Die Kurzkehrt haben wir leider etwas versemmelt.

Am Ende hat man sich doch noch genau an den Sachen festgehalten, die ich eigentlich in einer Dressurreiterprüfung nicht so wichtig finde wie : Galopp noch mehr bergauf, MG noch mehr Durchsprung, MT laufend. Aber gut, das weiß ich, wir arbeiten daran, wobei Ginny nie einen Mitteltrab wie ein Dressurpferd bekommen wird und auch der Galopp gebäudebedingt durch ihre ellenlangen Hinterbeine und den etwas tief angesetzten und wenigen Hals natürlich nicht so ausdrucksvoll werden wird wie bei einem Dressurpferd.

Damit können und müssen wir leben, das ist der Grund warum wir vielleicht mal mit einer korrekten Prüfung möglichst ohne Fehler ein grünes Schleifchen in der L-Dressur bekommen können, ein bisschen drauf angewiesen sind, dass die anderen mal einen Fehler machen und mit uns und unserer Leistung im Rahmen der Möglichkeiten zufrieden sein sollten und müssen.

 

Turnier in Möglingen:

Das Turnier in Möglingen war für unsere Pferde prüfungsmäßig überschaubar. Da Nina sich noch auf ihre letzte Abiprüfung vorbereitet und Paul gerade abtrainiert wird, waren  wir Samstags nur mit den Team Kaupp Leuten als Betreuer unterwegs und sind Sonntag nur die L-Dressur mit Ginny und das M-Springen mit Calle geritten.

Nachdem mich Ginny ja in Kreuth in der L-Dressur sehr überrascht hat, und in den A-Dressuren schon sehr sicher war, habe ich beschlossen, dass ich zuhause, wo mich jeder kennt keine A-Dressuren mehr mit ihr reite.
Auch, wenn sie eigentlich noch am unteren Level einer L-Dressur ist, was Versammlung, Ausdruck, Tragkraft und auch Nerven angeht, geht sie eben die Lektionen sicher und so kann man auch diese Dressuren als Routinerunden nehmen, es sieht dann nicht ganz so blöd aus, als wenn ich als Bereiterin in eine A-Dressur reinreite.
Da ich sie ja tatsächlich nicht für eine Platzierung reite, sondern einfach nur will, dass sie ihre Nerven auf dem Turnier wieder sortiert und irgendwann auch wieder im Parcours läuft, ist es egal, wenn in der L noch nicht alles 100% klappt.

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Trotzdem konnte Ginny sich heute ein 6,3 abstauben und wurde damit sogar noch platziert. Irgendwo grün, ich glaube 7. aber immerhin, ihre erste L-Platzierung.

Calle war in seinem M-Springen irgendwie nicht so motiviert. Es war eine sehr schöne und auch leichte Runde. Leider hat er es nicht ganz ernst genommen und zwei Sprünge komplett umgetreten. Von der Grundnote von 7,5, die der zweite Platz gewesen wäre blieben so nur 6,5 übrig, was immerhin noch die R1 war.  Hm, so einfach kann man eine M-Platzierung verschenken. Aber egal, auch das gehört dazu, abhaken, weitermachen, immerhin hat er nicht gestoppt.

 

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Gib eine Beschriftung ein

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Vielen Dank für das Foto von Calle an Matthias Widera von stuggiprints

 

 

 

 

 

Turnier in Kreuth:

Von Kreuth gibt es heute hier nur eine kurze Ergebniszusammenfassung, da wir so viele Bilder mit nach Hause gebracht haben, dass jedes unserer Pferde noch einen eigenen Blogbeitrag mit den genauen Details bekommt.

Calle ging 3 sehr ordentliche M-Springen, war einmal Reserve, eínmal im guten Mittelfeld und im letzten Springen war er 4. Damit waren wir zufrieden und er ging die restlichen genannten Prüfungen nicht mehr.

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Pauli sollte sein letztes Turnier mit Nina haben und so wollten wir nur einen schönen Abschluss für ihn haben. In den L-Springen hatte er im ersten eine Stange, im zweiten haben sie irgendwie den ersten Sprung verschlafen und so durfte er einfach nochmal Spaß haben und durch ein A** Springen fetzen. Leider konnte Nina einen Weg nicht so schnibbeln, wie es geplant war, weil ausgerechnet da der Parcoursdienst stand und so wurde unser Pauli 2. und damit haben wir dann auch das Tunierreiten mit Nina beendet. Auch er bekommt noch seinen eigenen Blogbeitrag, da er ja noch nicht reif für die Koppel ist und auch noch nicht zum alten Eisen gehört, und schon gleich gar nicht zuhause bleiben will wenn die anderen losfahren, wird er natürlich auch noch eine Lebensaufgabe bekommen, aber eben im kleinen Rahmen.

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Ginny war auch dabei.
Nachdem wir sie noch im Winter in Kreuth ganz aus dem Rennen genommen hatten und nach dem ersten Tag nur noch spazieren gelaufen sind, weil sie nervlich völlig von der Rolle und so nicht reitbar war, wollten wir sie hier mal ein paarmal im Viereck reiten, in der Hoffnung, dass sie ein bisschen ruhiger wird. Das hat gut funktioniert. Ginny hat sich schön entwickelt im letzten halben Jahr und war in allen drei A-Dressuren platziert und in ihrer ersten L-Dressur, die ausgerechnet auch hier die erste Prüfung war, war sie nur 2 Zehntel aus der Platzierung raus.

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Im Springen war sie auf dem Abreiteplatz noch top drauf, konnte aber, als es dann alleine in den Parcours ging, die Nerven noch nicht sortieren und zeigte uns mal wieder, dass wir zwar schon weit gekommen sind, aber noch lange nicht da angekommen sind, wo wir eigentlich hin wollen. Aber das wirft uns nicht aus der Bahn. Wir werden einfach weiter arbeiten, irgendwann wird auch unser Teufelchen ihre Nerven in allen Situationen wieder sortiert haben, aber das scheint noch ein weiter Weg zu sein.

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Turnier in Lauffen:

Heute hatten wir nur Ginny und Paul dabei. Ginny ging eine A-Dressur, die gleichzeitig mein erster Turnierstart in diesem Jahr sein sollte. Ich hätte auch Nina reiten lassen können, aber irgendwann muss ich ja auch mal wieder in die Gänge kommen. Und da wir Ginny noch nicht nervlich überfordern wollen, weder im Training und schon gleich gar nicht auf dem Turnier sollte es nochmal eine A-Dressur sein. Und nein, ich nehme hier niemandem irgendwelche Schleifen weg, die meisten Leute, auch Kinder, die hier in den A-Dressuren unterwegs sind, sind selbst deutlich turnierroutinierter als ich im Moment und haben in der Regel auch keine Pferde, von denen sie im Viereck nicht wissen was passieren wird. Es kann bei Ginny immer noch passieren, dass sie mitten im Viereck blockiert und keinen Schritt mehr weiterläuft. Von dem her sind diese A-Dressuren für uns reine Trainingsrunden und da wir zuhause nicht unter  Turnierbedingungen trainieren können, Ginny aber auch keine Dressurpferdeprüfungen mehr gehen darf, muss ich eben nun ein paar mal in A-Dressuren rein reiten.

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Deshalb war ich auch ganz froh in dieser Dressur, die hintereinander geritten wurde, hinten reiten zu können, in der Hoffnung, mich an das Vorderpferd zu hängen und abschleppen zu lassen. Der Plan war leider nicht so gut. Das Vorderpferd war deutlich langsamer als Ginny und so waren wir immer nur am bremsen und irgendwie mit den Ecken und Zirkeln am jonglieren, um Abstand zu bekommen. Vor dem Viereck verkleinern habe ich sie einmal ganz angehalten, damit das Vorderpferd Abstand bekommt. Wenn man dann so das Protokoll bekommt und es wird ein „Stocken bei K“ moniert, welches eigentlich eindeutig absichtlich war und man sollte mal korrekte Hufschlagfiguren reiten, aber gleichzeitig hat man weder Tritte noch Sprünge verlängern gezeigt ( wie auch ?), dann zweifelt man schon wieder am Sinn des Dressurreitens.

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Naja egal, wie gesagt, es sollen Trainingsrunden sein, es geht hier gar nicht um Schleifen oder nicht, sondern darum, dass wir sie im Viereck wieder reiten können und ab L wird dann ja sowieso alleine geritten. Aber da müssen wir halt erstmal hinkommen.  Mit einem Pferd wie Ginny, die nicht von Natur aus Versammlungsbereitschaft, Ausdruck und Verstärkungen mitbringt ist das etwas langwieriger und aufwändiger, bis man zwar fehlerfrei aber auch mit einer ordentlichen Note aus einer L-Dressur kommt.  Nur die Lektionen alleine reichen halt nicht.

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Langer Rede, kurzer Sinn. Ginny bekam hier eine 7,0 abzüglich 0,2, weil es so dicht war, dass ich die eine Volte nicht alleine geritten bin, sondern  mich an das Vorderpferd gehängt habe, was aber in der Platzierung keinen Unterschied machte. wir wurden am Ende 5. und ich war sehr zufrieden mit Ginny, weil sie sich echt gut hat reiten lassen und mir im Viereck das Gefühl gab, dass Dressurreiten ganz easy sein kann und auch Spaß machen kann, wenn auch das Pferd ein bisschen Lust darauf hat und das hat Ginny im Moment tatsächlich. Alleine dieses Gefühl zu haben, reicht mir bei Ginny vollkommen aus und ich freue mich wie ein kleines Kind über ihre Entwicklung.

Auch das Ganze drumrum findet sie vollkommen in Ordnung. Sie steht ganz ruhig auf dem Hänger, sie steigt ein und aus, sie frisst, als ob sie nie etwas anderes getan hätte als Hänger zu fahren, und sie scheint zufrieden zu sein, dabei sein zu dürfen und nicht mehr alleine zuhause bleiben zu müssen, wenn die anderen losfahren.

Pauli ging dann noch ein L-Springen. Eigentlich lief er eine sehr schöne Runde. Aber an einem Sprung sah er wohl irgendein Monster und sprang erst beim zweiten anreiten drüber, ja, so ist er halt, unser kleiner Fürchtfix, das ist nicht schlimm, wenn man mal so viele Erfolge wie er auf seinem Konto hat, dann darf man auch mal einen Fehler machen.

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Turnier in Assamstadt:

Heute waren wir zum ersten Mal in Assamstadt und auch, wenn es für uns weit  zu fahren ist, ist das ein Turnier, das es bei uns definitiv auf die Top-Liste schafft. Es gibt ja so Turniere, da fährt man einmal hin und nicht wieder und es gibt welche, die man immer im neuen Turnierjahr im Hinterkopf hat und deren Ausschreibung man sich im nächsten Jahr wieder anschaut. Assamstadt wird zu den zweiten gehören.

Das hat auch nichts mit Erfolg oder Misserfolg zu tun, klar, hat man mehr Spaß, wenn alles klappt, aber mir geht es einfach um die Gegebenheiten, die so ein Turnier mit sich bringt, aber das wäre für diesen Bericht hier zu umfangreich und es wird einen eigenen Blog geben nach welchen Kriterien wir uns die Turniere aussuchen. Hier zuerst mal ein großes Lob an den Veranstalter und sein Team.

Warum wir überhaupt so weit gefahren sind?

Das werde ich euch in einem eigenen Ginny-Blog erzählen.

Als Ergebnis gibt es jetzt aber erstmal vorweg: Unsere Ginny hat uns mehr als überrascht.  In der Dressurreiter-A lief sie eine schöne, lockere Runde, die zu Recht mit 7,4 bewertet wurde und damit waren die Beiden am Ende 2.

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Durch Ginnys Dressur, die um 8.30 war, hatten wir einen langen Tag auf dem Turnier vor uns, da das L-Springen der Jungs erst um 17.00 Uhr beginnen sollte. Das war eine ganz schön lange Zeit, wir waren ja schon um 6.00 Uhr losgefahren.
Und so schauten wir uns den Parcours  des L-Springens an und beschlossen, dass nur Calle gehen wird. Er war zwar schön, aber kein so richtiger Paul-Parcours und da wir Paul in seiner wahrscheinlich letzten Turniersaison mit Nina nur noch ausgewählte Runden gehen lassen wollen, haben wir auf diese heute verzichtet und uns auf Calle konzentriert.

Das war auch gut so. Calle war ein bisschen aufgeregt, weil Ginny die ganze Zeit aus dem Hänger nach ihr geschrien hat und wir waren uns nicht sicher, ob das gut gehen wird? Bei Calle weiß man nie, ob der mitten im Parcour einfach umdreht und zu seinem Mädchen will….

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Aber nichts dergleichen passierte. Calle war wach, fast schon ein bisschen grell, so dass ich beim Schritt führen während des Parcours abgehens schon ganz schön marschieren musste. Und aus diesem ungewohnten Ehrgeiz heraus beschloss Nina heute mal auf Risiko zu reiten. Dass heißt enge Wendungen und vorwärts. Das haben wir vorher noch nie probiert. Mit Calle waren uns immer die sicheren Runden wichtig, möglichst ohne Fehler, da er ja im Parcours doch immer gerne mal eine Stange hat.

 

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Und Calle war toll. Jede enge Wendung saß, er sprang schief und schräg, ohne auch nur einmal mit der Wimper zu zucken. Ich glaube, er hatte Spaß. Am Joker noch einmal kurz die Luft anhalten, aber auch das kein Problem. Gleich der Blick auf die Zeit: 40, irgendwas und volle Punktzahl. Schien ganz gut zu sein, war es auch. Die Führung erstmal

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Wir mussten noch rund 35 weitere Starter lang warten und dann war es soweit. Calle gewinnt sein erstes Zeitspringen und war sichtlich stolz. Seinen Möhrenstrauss hat er zwar schnell auf dem Weg zum Hänger verputzt, den wollte er auf gar  keinen Fall mit den anderen beiden teilen, aber dafür marschierte er laut wiehernd dem Hänger entgegen, als wenn er Paul eine lange Nase drehen wollte und seinem Mädchen Ginny erzählen wollte, wie toll er doch ist.  So ein Kasper. Es sei ihm gegönnt. Paul hat sich in seiner Rolle als Begleitpony auch ganz wohl gefühlt und dachte sich wohl: “ Freu du dich nur, bis du mal so viele Springen gewonnen hast wie ich in meinem Leben musst du noch viel arbeiten“

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So hatten wir einen langen aber erfolgreichen Tag mit unserem Kasperteam, sind froh, dass Ginny sich rundum wohl gefühlt hat, freuen uns natürlich über die Erfolge und auf die nächsten Turniere.

 

Turnier in Tübingen:

Heute sollte in Tübingen das letzte Turnier vor der Abipause sein. Wir waren extra am Montag nicht in Öpfingen, damit es nicht zuviel für die Jungs wird, weil wir ja auch noch in Kirchberg waren. So hatten wir uns für Tübingen entschieden, weil wir den Sandplatz dort kennen und es auch angenehm zu fahren ist. Die Zeiteinteilung war perfekt und das Wetter passte.

Es hätte also „unser“ Turnier werden können. Die Jungs waren die letzten Tage gut drauf, wir hatten keinen Stress und so fuhren wir guter Dinge los.

Als wir angekommen waren, war uns schnell klar, dass das wahrscheinlich nicht Pauls Parcour werden würde. Wir kennen ja unseren Pappenheimer. Bis auf Sprung 1, der nur aus Stangen bestand waren unter jedem Sprung „gefährliche“ Unterstellteile, die Paul einfach nicht mag. Das kann man mal an ein paar Sprüngen aushalten, aber an jedem, das wird ihm dann doch zuviel. Hoch war es auch noch dazu. Na, herzlichen Glückwunsch. Ganz kurz hatten wir überlegt, ob wir noch umnennen sollen und statt Paul  Calle reiten, haben den Gedanken dann aber doch verworfen. Eigentlich kann er es ja.

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Auf dem Abreiteplatz war er super, aber im Parcour waren an Sprung 5, einer guckigen Kombination seine Nerven  zu sehr strapaziert. Er traute sich nicht in die Kombi reinzuspringen, da es auch über einen genauso guckigen und hohen Oxer rausging. So war an diesem Sprung für ihn das Rennen zu Ende.

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Als nächstes kam Calle im M. Hier gibt es nicht viel zu berichten, außer, dass sich die Jungs wohl abgesprochen hatten. Calle ist eigentlich gar nicht guckig.  Bei Paul wissen wir ja, dass er ein kleiner „Fürchtefix“ ist, aber Calle lässt so etwas eigentlich kalt. Heute nicht.

Auch er war beim Abreiten super, der Parcours war schwer aber machbar. Nina zeigte ihm noch mal die guckige Mauer und dann sollte es losgehen. Calle war aber anderer Meinung. Und wenn er nicht will, dann will er nicht. PUNKT.

 

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so guckt er dann 😉 wenn ich nicht will, dann will ich nicht

 

Sprung 1 wurde gleich mal attackiert, die Stange fiel. Die Mauer musste er sich zweimal angucken, sprang dann aber doch. Aber an der Kombi, die sich Paul nicht zugetraut hat, war auch für Calle Ende. Ich möchte nicht wissen, was für Gruselgeschichten Paul ihm im Hänger über die Kombi erzählt hat, auf jeden Fall hat Calle sie ihm geglaubt und war nicht dazu zu überreden diese zu überwinden.

Ja, so kann es auch mal laufen…..

Das ist kein Beinbruch. Manchmal läuft es halt nicht.

 

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Für uns ist jetzt erstmal Turnierpause angesagt, bis Nina ihr schriftliches Abi hinter sich hat. Ende Mai/ Anfang Juni werden wir wieder durchstarten und hoffentlich den Tag heute abgehakt haben.

Turnier in Kirchberg:

Das war ja was heute….. Da schau ich morgens aus dem Fenster und es schneit. Im April. Wenn wir nach Kirchberg aufs Turnier wollen. Ich habe ja schon viel erlebt, von Sonnenbrandwetter über sintflutartige Regenfälle, aber Schnee hatten wir bisher noch nicht. Die Flocken wurden immer mehr und immer größer und ich schaute einfach nur ungläubig aus dem Fenster.  Zum Glück waren wir erst am späten Nachmittag dran.
Bis dahin hatte sich das Wetter auch wieder gefangen und es schien sogar ein bisschen die Sonne.

Als wir die Strecke abgingen, waren wir doch erstaunt über den nahezu perfekten Boden, den uns die Natur hier hingezaubert hat. Na also, geht doch.

 

 

 

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Die beiden Jungs unterwegs zu Sprung 3

 

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Da wir ja diese Saison nicht mehr wirklich ehrgeizig im Busch reiten wollen, sondern eher „just for fun“ und als Abwechslung für die Pferde haben wir uns lediglich für den Stilgeländeritt Klasse A entschieden, der Mittwoch Nachmittag stattfand und nicht für die komplette Prüfung mit Dressur und Springen.

 

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und auf dem Weg  zu 4

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Die 50 gemeldeten Starter waren nach Geburtsjahrgang in zwei Abteilungen geteilt. Nina`s Abteilung startete als zweite. So hatten wir genug Zeit die Strecke abzulaufen und konnten noch ein paar Reiter der ersten Abteilung anschauen, bevor wir Calle bereit machten. Ich habe heute ein bisschen mitgefilmt deshalb gibt es nicht so viele Fotos. Ja, das mit dem Multitasking lässt zu wünschen übrig. In der Prüfung konnte ich die Videokamera an Kadda abgeben, so dass es wenigstens von den Prüfungen ein paar Fotos gibt, so wie es eben auf einer weitläufigen Strecke möglich ist.

 

 

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Sprung 4 eine schmale Hecke, schade, bei Paul habe ich die Phase nicht so gut getroffen

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Calle ging als erster unserer Jungs an den Start und lief eine gute Runde. Fehlerfrei inklusive zwei Wassertouren kam er gut in der Zeit ins Ziel. Als kleinen Kritikpunkt gibt es nur zu erwähnen, dass er heute noch nicht so ganz leichtfüßig unterwegs war. Er drückte während der Strecke ein bisschen auf die Hand und Nina hatte ganz schön zu tun, seinen schweren Kopf zu tragen. Aber es war ja auch  das erste Mal dieses Jahr, dass er so lang galoppieren musste und das hat ihn schon angestrengt. Und wenn er was anstrengend findet, dann wird er gerne mal büffelig. Dem geschuldet hat man natürlich keine so geschmeidigen Wendungen mehr, alles sieht etwas aufwändiger aus.  So bekamen die Beiden für ihren Ritt, die Wertnote von 7,4 was am Ende hieß, dass sie zwei aus der Platzierung waren.

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Sprung 5- ab durch die Hecke

Wir hatten genug Zeit Paul zu richten, Stollen zu drehen und vorzubereiten. Da hat die Meldestelle einfach einen guten Job gemacht, und dafür gesorgt, dass genug Platz zwischen den beiden Pferden ist, so dass Calle gut versorgt werden konnte und Paul nicht im Stress gesattelt werden muss. Danke hierfür an die altbewährte Kirchberger Meldestelle.

 

 

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Wassereinsprung für Calle

 

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und Paul

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Pauli war „on“. Er hat sich sichtlich drauf gefreut, endlich richtig galoppieren zu dürfen. Auf dem Abreiteplatz war er noch ein bisschen nervös, was bei ihm dann dazu führt, dass er die Sprünge nicht auf „groß“ springt, sondern immer nochmal so einen Mini-Galoppsprung davorsetzt. Dann wurde es plötzlich ganz dunkel am Himmel und Paul musste seine Strecke während eines Schneeschauers laufen. Was es nicht alles gibt. Auf der Strecke hat er aber einen Rhytmus  umgeschaltet und ging dann doch lieber mal auf groß weg. Das war eine gute, rhytmische Runde mit der am Ende etwas enttäuschenden Note von 7,6, die zwar gerade noch für eine grüne Schleife reichte, aber natürlich nicht das war, was wir uns für eine schöne Runde vorstellen.

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und schon sind beide am Trakehner Graben angekommen

 

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Naja, gut. Beide Pferde waren echt gut, haben schön mitgearbeitet, wir können zufrieden sein, und brachten so die Jungs nach Hause, die den Tag als schönes Konditionstraining für sich verbuchen können.

 

Turnier in Eppingen

Ich weiß heute wieder, was ich eigentlich gar nicht mehr machen wollte….

Ich hatte mir vorgenommen außer Kreuth keine Hallenturniere mehr zu melden. Unsere Pferde sind keine Hallenpferde.

Lange Rede, kurzer Sinn. Nina hat Paul im L geritten, er lief es auch tapfer mit einer unnötigen Stange am ersten Sprung, so ein richtiger Netzroller, aber er hatte keinen Spaß daran. Paul merkt man das sofort an, er wird dann ganz zerknirscht. Und so kam Nina aus der Prüfung raus und hat ihren kleinen Mann erstmal über den Feldweg speeden lassen. Danach waren beide wieder zufrieden und wir haben beschlossen Calle die Hallenprüfung zu ersparen und nach Hause zu fahren.

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Saisonstart in Rot am See-Musdorf:

Endlich geht sie auch für uns los, die Saison 2017. Noch müssen wir ganz schön viel vorbereiten und organisieren und brauchen auch immer noch einen zusätzlichen Helfer, an dieser Stelle bedanke ich mich schonmal ganz herzlich bei Hubi, der meinen Hänger turnierfit gemacht hat,  bei Celine für die Hilfe zuhause und auch auf dem Turnier. Ohne euch  hätten wir noch nicht fahren können. Und natürlich auch bei Catherine, die zuhause Ginny versorgt hat und unsere Boxen mal wieder gemistet hatte, bis wir nach Hause kamen. Da ich mich  noch von den Pferden fernhalten muss, hatte ich diese Woche noch Zeit zum filmen und fotografieren, deshalb gibt es in diesem Turnierbericht ein paar Fotos mehr und es wird auch ein Turniervideo auf You Tube geben. Das können wir nicht jedes Wochenende machen, das wird ja dann auch langweilig, am im Moment passt es grad ganz gut rein.

Da wir Samstags andere Termine hatten, haben wir in Rot am See nur Sonntags für jedes Pferd eine Prüfung gemeldet. Das war ganz schön entspannt.  Eine Prüfung um 11 und eine um 1, das bedeutet nicht mitten in der Nacht aufzustehen, zuhause in Ruhe den Hänger packen, einflechten und gemütlich losfahren. Auf dem Turnier genug Zeit zu haben und zu einer vernünftigen Zeit wieder zuhause zu sein. So mag ich das.

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Die Heunetze sind heiß umkämpft

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Teamwork

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Pauli richten für die Prüfung

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Abreiteplatz, Pauli ist „on“

 

Die erste Prüfung war für Paul. Er ging ein L-Springen, das nur für LK 1,2 und 3 ausgeschrieben war. Das begeistert mich eigentlich nicht so, weil da die Starterfelder echt stark sind, aber nützt ja alles nix, da müssen sie durch.  Nachdem der Regen, der uns auf der Hinfahrt begleitet hatte am Turnier dann auch aufhörte konnten wir in Ruhe vor dem Hänger satteln und abreiten. Als letzter Starter, durch den Ponyausgleich ist es manchmal so, dass der Abreiteplatz recht leer ist, wenn wir mit Paul kommen, das ist echt gut, das kommt der kleine Mann ein bisschen besser ins galoppieren und man muss sich nicht mit den anderen um die Sprünge am Abreiteplatz prügeln. Mit einem Pony wird man da ganz gerne mal belächelt und so ist es manchmal recht schwierig sich die Abreitesprünge zu erkämpfen. Das habe ich mit heute gespart, weil ich noch nicht beweglich genug bin um einen Abreiteplatz zu überleben. Celine hat diesen Job für mich heute übernommen, deshalb gibt es ausnahmsweise auch mal Bilder und Videos vom abreiten.

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Celine wartet auf ihren Einsatz

Die Prüfung war wie erwartet ordentlich aufgebaut, es waren 10 Sprünge mit 11 Hindernissen. Die Höhe war den startenden Leistungsklassen entsprechend, die Wege waren aber sehr schön zu reiten. Wir hatten uns extra dieses Turnier ausgesucht, weil es ein großer Sandplatz war und keine kleine Halle. Auf den großen Plätzen mit guten Böden reitet es sich einfach schöner. Für Paul hatten wir heute nur den Plan, dass er eine sichere Runde gehen soll. Wer uns schon länger verfolgt, weiss ja auch, dass unsere letztes Turnier in Kreuth mit ihm nicht so gut lief und er dort aus unerklärlichen Gründen angefangen hat zu stoppen. Deshalb waren wir hier mit gemischten Gefühlen unterwegs. Eins ist ganz klar. Wenn Paul nicht mehr sicher im L geht, wenn er keinen Spaß mehr daran hat, oder wir das Gefühl haben, dass es Zeit ist, seine Turnierkarriere zu beenden, dann werden wir das tun. Dieses Turnier war so ein Fragezeichenturnier. Stoppt er wieder? Wird er springen? Wie packt er die Wärme mit seinem doch noch recht dickem Pelz? Hat er noch Spaß daran? Oder müssen wir den Schlussstrich ziehen?

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Aber am Ende war alles gut. Nina ist nicht auf Risiko geritten, das heisst keine kurzen Wege. Einfach nur eine sichere Runde. Einfach nur schauen, ob er es  noch will…. Und er wollte. Unser Paul war fit wie eh und je, war wach im Parcour und hat gezogen. Ein Fehler am 9. Sprung, an den Nina ein bisschen dicht kam war völlig unwichtig. Paul hatte wieder Spaß, er hat wieder gezogen und es sieht so aus, als wöllte er doch nochmal eine Saison mit uns aufs Turnier fahren. Da ist  uns dann doch ein großer Stein vom Herzen gefallen.

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Total zufrieden mit der Prüfung war es dann auch schon Mittagessenszeit für die Jungs und Paul hatte Feierabend.

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Gut gemacht, kleiner Paul

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Paul und Calle im Zwiegespräch, wer weiss, was sie sich zu erzählen haben

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Die nächste Prüfung war für Calle. Das M* sollte seine Aufgabe heute sein. Meistens reiten wir ihn ja auf dem Turnier noch ein L vorher, aber da wir gestern nicht konnten und ihn noch keine zwei Prüfungen an einem Tag reiten wollen haben wir uns für die Risikovariante entschieden und sind gleich mit dem M gestartet.

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Der Parcours ist abgegangen, gleich gehts los

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Die neue Schabracke von #teamfundis

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Ja, wir flechten auch im Zeitspringen ein, das gehört einfach zum Turnierreiten dazu, auch, wenn es nicht einfach ist, Calles dicke Ponymähne zu bändigen #callewollteursprünglicheinshettywerden#hatirgendwie  nicht geklappt

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Das Ohrenkäppi von bemützt kennt ihr ja schon von Kreuth und der in „Fundisfarben“ gestaltete Stirnriemen von Magic Tack

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Calle war 31. Starter. Auch bei ihm sind wir noch nicht auf die Zeit aus, vor allem noch nicht im M. Um kurze Wege und Risiko zu reiten ist er einfach noch nicht sicher genug am Sprung und deshalb gibt es auch hier die Ansage: “ Sichere Runde, wenn möglich ohne Fehler“  Das  mit dem Zeit reiten kommt, wenn man ein hundertprozent sicheres Gefühl hat, und wird im Laufe der Saison kommen.

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Kritische Blicke auf dem Abreiteplatz, aber Nina ist jetzt fertig abgeritten, jetzt geht es los

 

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Calle ging eine schöne Nullrunde. Nicht zu schnell, da waren andere schneller, aber so, dass es noch in die Platzierung reichte. Mit einem 10. Platz im M* kann man gut in die Saison starten und so hatten die Jungs noch ein bisschen Zeit zu grasen, während wir auf den Ausgang der Prüfung warteten. Da die Siegerehrung dann aber doch ohne Pferd war, gibt es hiervon keine Bilder.

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Damit haben wir das erste Turnier der Saison gut hinter uns gebracht. Nächste Woche geht es für die Jungs nochmal in die Halle, und am Sonntag starten unsere Minis in die Saison.

 

Saisonabschluss in Meissenheim:

Wenn wir ehrlich sind, hätten wir uns natürlich einen besseren Saisonabschluss gewünscht. In Meissenheim lief es leider so gar nicht nach Plan. Calle ging zwar eine schöne Dressur, die auch mit 6,6 bewertete wurde, aber Pauli verspannte sich im Viereck so sehr, dass er leider keine vernünftige Trabtour mehr gehen konnte. Man muss dazu wissen, Pauli ist ein kleiner Ehrgeizling und will es immer richtig machen, aber manchmal ist es halt zu richtig und dann wird es spannig. Das kommt gar nicht gut an, da er dann auch gerne mal Taktfehler macht.

Das Gelände sah super zu reiten aus, deutlich einfacher als letztes Jahr. Da  hatten wir uns echt drauf gefreut. Wir waren sicher, das es das perfekte Gelände für Calle werden würde und Paul war ja sowieso gut drauf grade.  Aber es kam dann doch alles anders als wir dachten. Wir wissen nicht warum, aber Calle lief bis Sprung 5 eine gute Runde und nach Sprung 5 ging plötzlich nichts mehr. Er stoppte an Sprung 6 ohne ersichtlichen Grund und stand ab dem Moment nur noch in der Luft. Auf zwei Beinen hüpfte er durch den Parcour, war nicht mehr zu lenken und auch nicht dazu zu bewegen nochmal in die Nähe irgendeines Sprunges zu gehen.  Nina war ziemlich durch Wind und nach diesem Schock beschlossen wir Paul nicht in den Parcours zu reiten, da wir das jetzt erstmal analysieren und verdauen mussten. Nina ging dann mit Paul einen Runde im Meisenheimer Wald ausreiten um sich wieder zu finden. Was Calle da in den Kopf geschossen ist, weiss keiner.

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Gut, das war jetzt kein schöner Saisonabschluß, die Pferde haben jetzt erstmal 4 Wochen Pause und Nina konzentriert sich auf die Schule. Eine Auszeit wird nach der langen Saison allen guttun und dann kann man wieder langsam anfangen.

Vielseitigkeit in Sindlingen:

Heute waren wir nur mit Calle unterwegs. Da das Wetter schon schlecht angesagt war und es uns zu stressig geworden wäre 2 Pferde in einer One-Day-Prüfung reiten müssen, liessen wir Paul zuhause.Das gibt nur Stress und am Ende ist nichts richtig gemacht.

Nur mit einem war  es aber gut machbar zudem Celine ja auch noch zum Helfen dabei war. Danke hier mal an dich für die Hilfe. Calle ging eine meiner Meinung nach sehr schöne Dressur ohne Fehler. Eigentlich die Beste, die er bisher ging. Aber wie es eben so ist, die Richter sahen das anders und vergaben nur eine 6,5. Wir haben das Protokoll nicht gesehen,von demher wissen wir nicht,was Ihnen nicht gefallen hat, ist aber auch egal, wir würden es trotzdem wieder genauso machen. Mal sehen,wie er nächste Woche ankommt.

Nach der Dressur muss man sofort umsatteln, Stollen rein und fürs Springen mit direktem Start ins Gelände abreiten. Aus diesem Grund hat er natürlich im Springen schon Geländegamaschen dran und Nina trägt das Geländeoutfit. Man reitet einen Parcours aus Stangenhindernissen und die Ziellinie des Parcours ist gleichzeitig die Startlinie für das Gelände. Es sind also 33 Hindernisse am Stück zu bewältigen.

Im Springen rutschte Calle leider in den Oxer der Kombi, weil der Boden dort nicht so griffig war. Nach diesem Versehen,bei dem zum Glück nichts passiert ist,ging er aber fehlerfrei weiter, aber das gab natürlich 4Strafpunkte und Zeitfehler.

Im Gelände ging er gut los. Bis zum Wasser. Das hatte er sich wohl vom Sommerturnier gemerkt. Er stoppte wieder einmal am Wassereinsprung,da swar völlig unnötig, vor allem, weil er dann reinsprang und die Strecke souverän und ohne weitere Fehler fertiglief.

Manchmal ist er einfach ein riesengroßer Sturkopf. Natürlich hatte er durch den Stop wieder 20 Strafpunkte auf dem Konto das neue anreiten kostet viel Zeit,was auch noch viele Strafpunkte gibt. Das war echt schade und ärgerlich, weil er es kann aber immer wieder seine Sturheit im Weg steht.  Naja, wir nehmen das Turnier als Konditionstraining und Übungsrunde. Immerhin wissen wir jetzt, dass er außer der Rutschpartie an der Kombi keine Probleme mit dem Boden hat und heute auch schon deutlich schneller war als noch im Sommer. Ohne den dubbeligen Stop wäre er bestimmt gut dabei gewesen.

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Trotzdem sind wir zufrieden. Wir haben wenigstens nur ein wirkliches Problem. Es ist immer derselbe Sprung, alle anderen sind kein Problem. Schmal, bergab, Tiefspung, Aufsprung,Bunt oder nicht bunt, alles in der Regel kein Problem. Mal sehen, ob wir das mit dem Wasser nächstes Jahr in den Griff bekommen, sonst bleibt er halt Springpferd.

Aber wer uns kennt, weiss, dass wir so schnell nicht die Flinte ins Korn werfen.

Übrigens hatten unsere neuen Jacken, die wir in Warendorf gekauft hatten heute ihren Härtetest, den sie mit Bravour bestanden haben.  Ist schon war anderes, ob man bei schönem Wetter unterwegs ist oder bei Sauwetter. Und es hat sich wieder bestätigt, dass sich Qualität fürs Wohlbefinden aller lohnt.  Einen Blogpost dazu schreibe ich dann noch.

Leonberger Reiterspiele

Sonntag:

Heute haben wir den Endspurt hinter uns gebracht. Drei Tage reiten, fotografieren, einen gefühlten Marathon gelaufen zwischen den Ställen in denen die Pferde stehen, dem Dressurplatz, dem Springplatz. Gefühlte 1000 mal die Naturtribüne hoch und runtergelaufen. Wir sind alle platt. Aber heute war dafür unser Tag.

Begonnen hat es heute morgen mit dem Stil-L für Paul. Nach dem Sturz vom Freitag waren wir natürlich nicht sicher, was heute passieren würde, aber Paul war wieder motiviert und machte mit. Mit einer 8,1 bekamen die beiden die blaue Schleife für den 4.Platz überreicht.

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In der Mittagshitze  musste Calle ran. Heute ging er das zweite M** seines Lebens. Aufgrund des hochkarätigen Starterfeldes bauten die Parcourbauer einen dementsprechenden Kurs. Viele der Pferde im M gingen gestern und heute auch das S und waren dementsprechend routiniert.

Calle und Nina lieferten eine tolle, couragierte Runde, zwar mit 2 Abwürfen, aber das ist ok. Damit war Calles Arbeitstag dann auch schon beendet und als es endlich kühler wurde konnte er ihn mit Freundin Ginny auf der Koppel ausklingen lassen.

Wir schauten nachmittags noch den Großen Preis von Leonberg an, ein S** mit Siegerrunde. Für so etwas ist unsere Naturtribüne einfach perfekt.

Danach kam nochmal Pauli.
Im KSK L-Springen sind nur Starter der Leistungsklassen 3 und 4 zugelassen. Ausserdem geht es am Ende vom Jahr im Finale um einen Geldpreis von 500€ deshalb satteln dort alle ihre besten Pferde. Auch dieses mal war die Starterliste wieder nicht von schlechten Eltern. Da wir dieses Jahr noch keine Quali dieser Serie geritten waren, haben wir keine Chance aufs Finale, und sind nur mitgeritten, weil es eben grad in Leonberg so reinlief. Paul startete als Letzter. Nina wusste, dass es schon viele Nullrunden gab und dass man nur mit 0 platziert sein kann. Also mussten sie alles geben.


Das haben sie dann auch getan. Als Nina merkte, dass Paul Spaß hat, drehten die beiden den Gashahn auf und zeigten, was Ponys können. Da es dieses Mal keine engen Wendungen gab, in denen Paul mit seiner Wendigkeit punkten konnte musste es etwas schneller gehen. Und es ging. Mit gut 2 Sekunden Vorsprung gewann Paul das L-Springen und beendetet somit als allerletzter Starter des Turnieres die 51. Leonberger Reiterspiele mit einem Sieg für den Verein.

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Samstag:

Heute hatten wir nur eine Prüfung zu reiten. Calle ging eine fehlerfreie Runde im Punkte-M mit Joker, die vom großen Jubel der Leonberger gefeiert. In einem 75 Reiter starken Starterfeld, das dann in zwei Abteilungen geteilt wurde waren die beiden dann in der ersten Abteilung 10.

Von der Siegerehrung gibt es keine Bilder mit Pferd, da Nina für unseren Sponsor Fundis Reitsport noch den Ehrenpreis übergeben hat. Vielen Dank an dieser Stelle an Stefan Fundis für das Spenden des Ehrenpreises.

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Freitag:

Und wie fast immer auf dem eigenen Turnier läuft es nicht nach Plan.

Angefangen haben wir heute morgen noch ganz gut mit  No Doubt in der Dressurpferde-A. Die Aufgabe wurde paarweise geritten und Nina musste mit dem kleinen Mann hinter dem späteren Sieger reiten. Da sieht so ein schmales Pony wie Doubti gleich mal noch kleiner aus. Aber er hat seine Sache toll gemacht. Selbst als das Pferd vor ihm über das Gatter stolperte und dann kurz losrannte blieb er einfach cool und galoppierte weiter als wäre nichts. Braver kleiner Doubti, das hast du gut gemacht. Schliesslich soll er Kinderpony für Emma werden und da ist es einfach am wichtigsten, dass er in jeder Situation die Nerven behält. Er bekam für seine Vorstellung eine 6,6 und war damit 2 Zehntel aus der Platzierung raus.

Dann wurde es kurz stressig.  Dadurch, dass Calle und Paul in verschiedenen Ställen stehen ist die Hälfte vom Zubehör hier und die andere da. Wenn es hektisch wird, wie heute vor dem L ist meistens nicht das da, wo man es braucht. Die Stollen gehen dann auch nicht in die Löcher usw.  Trotzdem waren wir rechtzeitig zum abreiten auf dem Platz als dann durchgesagt wurde, dass die Prüfung später beginnt….. ok…. einmal durchatmen, Calle in den Schatten gestellt und gewartet. Nochmal abgeritten und dann ging es los. Mit Calle hatte Nina einen Flüchtigkeitsfehler, sonst war die Runde echt gut. Aber durch das lange Warten und der Hitze hat es mehr Kraft gekostet, als uns lieb war. Eigentlich sollte das nur die Einlaufprüfung fürs M sein.

Und dann kam Paul…….

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der hatte wohl heute nicht so die richtige Einstellung zum Sport 😛

An Sprung 3 hat er mal deutlich gemacht, dass er sich diesen Tag anders vorgestellt hat, hat Nina kurzerhand im Oxer abgeladen und hatte damit Feierabend.

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Zu guter Letzt kam dann noch das M von Calle. Er war schon ein bisschen müde und so fielen an Sprung 1 und 2 gleich mal die Stangen. Die beiden berappelten sich aber dann noch und fanden ihren Rhytmus. Der Rest des Stangenwaldes blieb vorbildlich in den Auflagen liegen, so dass 8 Fehler zu Buche standen.

Als Calle aus dem Parcour kam war auch noch ein Eisen locker, so dass wir den Chaostag mit einem Besuch beim Schmied abschlossen und für morgen auf etwas mehr Glück hoffen.

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Turnier in Kupferzell-Löcherholz

Tag 2 in Löcherholz
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Wir waren heute nochmal unterwegs. Heute  hatten wir nur das M-Springen gemeldet, diesmal aber für beide Pferde. In Löcherholz haben wir ganz gute Erfahrungen gemacht und so durfte Pauli auch mal wieder angreifen. Die letzten L-Springen von ihm waren echt gut, im Training ist er sehr motiviert und so konnten wir es mal wieder wagen.

Calle startete zuerst. Er wirkte heute etwas müde lief aber trotzdem eine ordentliche Runde. Ein Fehler an Sprung 4 gab dann von den zu erreichbaren 65 Punkten 4 Punkte Abzug. Da es den anderen aber auch nicht besser ging, irgendwie fiel immer der 4er, war Calle damit dann sogar noch platziert.


Pauli war ehrgeizig, vielleicht heute etwas zu ehrgeizig. Er wurde etwas schnell und dann wird er auch gerne mal flach. Andererseits braucht er auch sein Tempo, es ist also immer eine Gradwanderung und man muss das Risiko der Stangen in Kauf nehmen. Pauli hatte also drei Stangen, aber wir sind trotzdem froh und stolz auf die Leistung, die unser kleiner Kämpfer als einziges Pony im Großpferdefeld bringt.

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Heute waren wir mit den Jungs unterwegs in Löcherholz. Das Turnier gehört zu unseren Lieblingsturnieren, weil einfach alles stimmt. Vom Parken über die Organisation über das gute Essen bis hin zu den perfekten Platzverhältnissen war hier bisher immer alles gut. Das Wetter hat auch immer gepasst, was will man mehr?

Calle und Paul gingen bei ein L-Springen. Leider hatte Calle am ersten Sprung einen Leichtsinnsfehler und die Stange rollte. Pauli als letzter Starter blieb fehlerfrei und wurde damit 4. Damit hatte Pauli auch schon Feierabend und bewachte für den Rest des Tages den Hänger.

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Calle durfte noch eine Runde im M gehen. Fehlte ihm letzte Saison oft noch die Kraft für zwei Prüfungen am Tag zahlt sich unser Konditionstraining, das er dieses Jahr durch die Vielseitigkeitsturniere macht aus und er schafft auch eine zweite Prüfung ohne Probleme.

 

Auch im M hatte er den ersten um, aber danach sprang er sehr vorsichtig und zuverlässig. Wir haben gar nicht mehr mit einer Platzierung gerechnet, da wir Calle ja noch nicht auf Zeit reiten, und waren sehr überrascht, als es noch zu einem 7. Platz gereicht hat. So haben sich beide Jungs einen Bund Möhren verdient und stehen jetzt, zufrieden ihren Hafer mampfend, wieder in ihren Boxen.

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Turnier in Heimsheim:

Heute waren wir nur mit Calle auf dem Turnier. Paul ist in letzter Zeit viele gute Prüfungen gelaufen, so dass er ruhig mal Pause machen kann. Er hat seinen Tag heute mit den anderen Leonberger Ponys auf der Koppel verbracht.

Calle ging nur im L-Springen. Da lief er eine schöne, sichere Runde, so dass wir auch hier auf den Start im M verzichtet haben, weil es so große Starterfelder waren und sich das alles ewig hingezogen hätte. Mit der Nullrunde im L konnten wir sehr zufrieden sein. Da Nina noch nicht auf Zeit geritten ist, sondern momentan immer noch Sicherheit vorgeht, war er am Ende im 75 Teilnehmer starken Feld grün platziert.

Dafür hatten wir heute noch Elly mit Venezia dabei. Letzte Woche lief es für die beiden mit 3 Stops nicht ganz rund, so dass wir heute auch einfach eine schöne, sichere Runde haben wollten. Die haben die beiden auch geliefert und waren mit 7,3 als 6. im A-Springen platziert. Na also, geht doch.

Turnier in Aichwald:

Dieses Mal hatten wir uns für das Turnier in Aichwald im Kreis Esslingen entschieden. Die Ausschreibung war gut und Sonntags sollte der Weg durch Stuttgart auch gut zu fahren sein. Es ist doch immer wieder spannend mal auf andere Turniere zu fahren, da man ja so gar nicht weiß, was einen erwartet. Aber es hat sich gelohnt. Tolle Parkmöglichkeiten unter den Bäumen, kurze Wege zu den Reitplätzen, ein großer Abreiteplatz und ein top Boden auf dem Prüfungsplatz.

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Auch die Zeiteinteilung war top. Alle genannten Prüfung direkt hintereinander, und dadurch, dass wir zwei verschiedene L-Springen für Calle und Paul genannt hatten gab es ausnahmsweise mal keinen Stress.

Die Parcours waren für Calle zwar nicht ideal, da der Parcourbauer sehr enge Wendungen abfragte, was unserem Elefantenbaby mal so gar nicht liegt. Aber er hat es tapfer gemeistert und ging im L- Springen fehlerfrei und gar nicht mal zu langsam, obwohl Nina mit ihm nach der unsicheren Zeit immer noch auf reines Durchkommen und Sicherheit reitet. Er soll sich im Parcour einfach wieder wohl fühlen. Alles andere kommt dann von alleine wieder. Aber er scheint seine Unsicherheit jetzt doch langsam wieder zu vergessen, da sind wir sehr froh darüber. Ohne zu Zögern sprang er aus allen Wendungen und auch die Kombi war unproblematisch.  Im L war er dann Zweiter und wir entschieden, dass er nun auch wieder mal ein M gehen kann. Das hatten wir gemeldet, entscheiden aber immer kurzfristig je nach Tagesform, ob das Sinn macht.


Heute passte alles, und so liessen wir ihn starten. Auch im M ging er eine schöne Runde, wenn auch mit 2 Stangen. Aber er hat gezogen, hatte Mut und Spaß und sprang sehr schön und zuverlässig. Na also, wird doch wieder. Unser Calle scheint langsam wieder auf Betriebstemperatur zu kommen. Er stammt halt doch vom Elefant ab und hat ein sehr gutes Gedächtnis. Wenn er sich mal weh tut, dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis er das wieder vergisst und wieder sicher ist. So sind halt alle anders. Aber wir gehen da drauf ein und geben ihm die Zeit, die er braucht.

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Für Pauli sind solche Parcours, in denen man schnibbeln und wenden kann natürlich toll. Die Beiden hatten Spaß im Punkte-L.  Auch die Zuschauer haben immer Spaß, wenn der „littleone“ kommt und zeigt, wie schnell Ponys sind. Gestern reichte es locker zum Sieg im Punkte-L und Paul gewann mal wieder eine neue Decke für die Großen.  Gut, dass wir auch noch Großpferde haben, die Paul`s Decken haben können.

Turnier in Nussdorf:
Baden-Württembergische Mannschaftsmeisterschaft

Diese Woche waren wir in Nussdorf unterwegs. Beide Pferde liefen eine VL, die gleichzeitig eine Wertungsprüfung für die Baden-Württembergische Mannschaftsmeisterschaft war. Nina ritt Paul in der Mannschaft 1 für Böblingen.

Erstmal war es super entspannt, dass es keine One-Day ist und wir drei Prüfungen auf drei Tage verteilt haben.. Dazu noch eine kurze Anfahrt, das war ein gemütliches Wochenende.

Am Freitag war bereits die Dressur. Calle ging seine erste internationale Aufgabe, die für ihn noch ganz schön schwer war. Das 60m Viereck allerdings kam ihm entgegen.

Leider war er ein bisschen übermotiviert und galoppierte einmal im Mitteltrab an und sprang im Außengalopp auf dem Zirkel einmal um. Er ließ sich aber super korrigieren, so dass er trotzdem noch zu einem Ergebnis von 6,4 reichte.

Pauli ging wieder eine sehr schöne Paul-Dressur. Ohne Fehler. Bei Paul ist das immer so ein bisschen tricky. Man weiß nicht so recht, was man reiten soll. Die einen Richter wollen ihn locker-lässig sehen, dann macht er auch keine Fehler, bekommt aber manchmal etwas wenig Note, weil er ihnen nicht ausdrucksvoll genug ist. Hat man ihn ein bisschen mehr unter Spannung hat er sehr viel Ausdruck, aber die Gefahr, daß dann vor lauter Ehrgeiz  Fehler passieren ist halt auch gegeben. Wir versuchen immer so ein Mittelding zu machen. Paulis Dressur wurde leider nur mit einer 6,7 bewertet, wasuns  im Vergleich zu Calles mit den groben Patzern etwas zuwenig war. Schade, aber gut, so ist das halt.

Samstag ging es dann ins Springen. Da es sich ja hier doch um eine Meisterschaft handelt wurden die Anforderungen dementsprechend gewählt. Der Parcours war schwer. Die Reihenfolge nach der Dressur wurde im Parcours nochmal kräfitg durcheinandergebracht. Es gab sehr viele Fehler auch von Pferden, die normalerweise sehr parcourssicher sind. Das gibt kein gutes Gefühl, wenn man in den Parcour reinreitet, vor allem, wenn man weiß, dass man selbst gerade noch Unsicherheiten hat.
Umso größer war die Erleichterung als Calle mit einem Flüchtigkeitsfehler am letzten Sprung und ohne Zeitfehler durch war.

Paul hat wieder mal alles gegeben und war einer von nur drei Null-Fehler-Ritten in der Prüfung. Damit arbeitete Pauli sich von Platz 21 in der Dressur auf Platz 8 nach dem Springen vor. Calle schaffte den Sprung von Platz 32 auf 14 und lag damit dann nach dem Springen auch noch in den Platzierungsrängen.

Am Sonntag ging es dann zum Gelände. Gestartet wurde in der Reihenfolge der aktuellen Rangierung. Der Beste startet als letzter. Da wir zuwenig Platz zwischen den Pferden gehabt hätten startete Calle etwas früher, sonst hätte es uns nicht gereicht, das zweite Pferd vorzubereiten.

Eigentlich sollte das für Calle ein sichere Runde werden. Wir waren zweimal zum Trainieren da und Calle war beim Training hochmotiviert. Er fungierte bei beiden Trainings als Führpferd für die anderen, die irgendwo Probleme hatten. Egal was war, Calle ging voraus und schleppte sie ab. Wie ein großer Held. Tja, auch Helden können klein werden. In der Prüfung begann er stark. Bis Sprung 6 eine super Runde in der Zeit, Wellenbahn schön gemacht, dann der Weg zum Wasser. Alle wunderten sich. Mitten auf dem langen Weg zum Wasser wurde Calle immer langsamer, als wenn das Benzin ausgeht. Nina konnte nichts machen. Wenn der Panzer nicht will, will er nicht. Nachdem er zweimal am Baumstamm vor dem Wasser stoppte ritt Nina einmal so ins Wasser rein um es ihm zu zeigen, nützte aber nichts, den Baumstamm wollte er heute nicht.  Das war ein ziemlicher Tiefschlag, weil er mal wieder seine ganze Sturheit ausgepackt hat. Hier zu stoppen war völlig unnötig. Aber das ist Calle . Eigentlich kann er alles, aber wenn ihm sein Dickkopf im Weg steht tut er es einfach nicht.

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Aber dann kam Paul. „Thelittleone“ zeigte mal wieder was in Ponys steckt.


Er marschierte durch die Strecke ohne die kleinste Unsicherheit. Auch bei Paul war das nicht immer so. Er war immer gut, für einen unnötigen Stop auf der Strecke mit dem man nicht gerechnet hatte. Aber jetzt, nach vier Jahren sind die Beiden so zum Team gewachsen, dass es immer besser wird. Hier sieht man einfach, dass Vielseitigkeit nicht von heute auf morgen geht, sondern Zeit und Vertrauen braucht. Das haben die Beiden ineinander. Nur 6 Sekunden zu langsam fügte Paul seinen Konto nur wenige Strafpunkte hinzu und wurde damit 3. in der VL.

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Der 1.Platz von Katja mit Pucchini, ebenfalls ein Pony , der 3. von Nina und Paul und der 5.Platz von Lea mit Connary waren dann noch der zweite Platz in der Baden-Württembergischen Mannschaftsmeisterschaft für das Team 1 des PSK Böblingen.

Gratuliere euch, Mädels

Außerdem danke ich dem Turnierveranstalter für dieses super organisierte und gelungene Turnier. Es ist schon ein Wahnsinnsaufwand so ein Turnier auszurichten, aber ihr hattet mal wieder alles im Griff und wir freuen uns immer wieder in Nussdorf zu reiten.
Das neue Wasser ist toll geworden und auch der Rest der Strecke ist zuschauerfreundlich, übersichtlich und sehr schön zu reiten. Die Parksituation ist gut, es gibt Wasser für die Pferde, einen Liveticker im Internet, lauter Sachen, die ein Turnier zu einer runden Sache machen. Vielen Dank euch und euren Helfern für die Mühe, die ihr euch gegeben habt.

Turnier in Laupheim:

Diese Woche ging es schon Donnerstag abend los. Da Nina am Sonntag mit der Schule nach Barcelona fliegt, haben wir die VA gemeldet, da diese Freitag und Samstag ausgetragen wurde.  Für Calle ist es aber auch gut, nochmal eine kleinere Prüfung zu laufen, da er ja noch unerfahren ist, und wir dort vorher nicht trainieren konnten. Bei jungen Pferden ist das ein großer Unterschied, ob sie die Hindernisse vorher schonmal gesehen haben oder nicht.

Abends konnten wir uns noch im Stallzelt einrichten und mit den Pferden eine kleine Runde spazieren gehen inkl. einem Bad im See. So können die Pferde schön ankommen und sind am nächsten Tag für die Prüfung fit. Da Calle noch nicht so oft über Nacht weg war, findet er Stallzelt sehr aufregend und das ist für ihn kräftezehrend.

Beide Pferde gingen eine schöne Runde in der Dressur, wobei Calle diesmal besser ankam. Mit einer 7,2 legte er einen guten Grundstein für die weiteren Prüfungen.

Von Pauli gibt es keine Dressurfotos da der Foto in der Halle so laut klickte, und ich Paul nicht irritieren wollte.

Für Pauli ist die Aufgabe nicht ideal, da er im Zügel aus der Hand kauen lassen sehr unkonzetriert ist und dann gerne Taktfehler macht. Daher gab es nur eine 6,7. Diese Lektion wird er aber nicht mehr lernen, damit müssen wir wohl leben.

Jeweils  30 min nach der Dressur musste man im Springen sein. Das heisst, schnell umsatteln, Stollen drehen, Springoutfit und Gamaschen dran und wieder los.

Calle war im A** nicht gerade übermotiviert, und hatte leider eine Stange. Diese Stange sollte am Ende den Sieg kosten.  Pauli kam mit einer Nullrunde in der Zeit ins Ziel und konnte somit sein Dressurergebnis halten.

Nach Dressur und Springen lag Calle auf Platz 5 und Paul auf 8. Eine gute Ausgangsposition fürs Gelände.

Abends gab es nochmal eine Abkühlung im See, bevor es am nächsten Morgen für Paul um 7.39 losgehen sollte.

Die Bilder vom Gelände sind leider nicht optimal, da ich mir ja einen Punkt suchen muss, an dem ich möglichst viel sehen kann und damit sehr weit von den Hindernissen weg bin.
Paul ging eine tolle Runde. Fehlerfrei und schnell kam er ins Ziel. Am Ende lag er mit einem anderen Teilnehmer  punktgleich auf dem 6.Platz. Da dieser aber 2 sek. langsamer und damit einen Tick näher an der Bestzeit war, wurde Paul in der Endabrechnung 7.

Calle hat uns alle überascht. In einem untrainiertem Gelände lief er doch tatsächlich fehlerfrei und dann auch noch in die Zeit. Damit hätte keiner gerechnet. Wir sind unsagbar stolz auf den Bub, der immer mehr Spaß am Gelände findet und immer mutiger wird.
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Da wir damit aber in keinster Weise gerechnet haben, hatten wir Paul als Meisterschaftspferd gewählt.  Damit war die Württembergische Meisterschaft entschieden. Hätten wir Calle gesetzt, wären sie zweiter gewesen. Pauli musste sich mit dem undankbaren, aber trotzdem tollen 4. Platz zufrieden geben.  Beide Pferde haben gekämpft, und alles gegeben.
Ihr seid einfach ganz tolle Jungs ihr beiden.
Wir gratulieren auch noch ganz herzliche den Platzierten in der Prüfung und in der Meisterschaft, die ja allesamt mit uns aus dem Ponylager kommen.
Besondere Glückwünsche gehen an Steffi mit ihrer Zwerg, die die Prüfung und auch die Meisterschaft damit für sich entscheiden konnte.

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Turnier in Möglingen

Nachdem das geplante Turnier in Urspring wegen der Wetterverhältnisse abgesagt wurde, haben wir noch in Möglingen nachgemeldet. Kurzfristig haben wir entschieden, den kleinen  Daubti zur Dressurpferde-A mitzunehmen. Er muss hier keine Bäume ausreissen, es geht einfach nur darum, dass der aufgeregte kleine Hüpfer Routine sammelt, damit er bald mit Emma im Reiterwettbewerb glänzen kann. Momentan findet er das alles noch furchtbar aufregend, vor allem das Hänger fahren.  Das hat er heute aber, von kleineren Blessuren am Hänger mal abgesehen, schon tapfer gemacht, wenn es auch noch ausbaufähig ist. Beim Reiten hat er sich prima benommen. Abreitehalle war gar kein Problem. Im Viereck meinte er, er müsse dem Großpferd vor ihm hinterhereilen und wirkt dann leider etwas tippelig-ponymässig. Wenn man ihn ruhiger reiten kann, ist das für ihn besser. Nun ja, Dressuren hintereinander sind eben nunmal so. Aufgrund des eiligen Taktes hat er heute nur eine 6,0 bekommen. Das erscheint erstmal sehr wenig. Wenn man es aber im Vergleich zu den anderen sieht, die sonst teilweise eine ganze Note mehr bekommen als heute, war es wohl wieder in Ordnung. Die Noten waren einfach ingesamt sehr niedrig angesetzt und wenn am Ende die Relation wieder stimmt ist das ja ok. Wir sind sehr zufrieden mit unserem ersten Turnierstart,  wissen aber schon, dass wir das noch öfter tun müssen, bevor wir ihn mit Emma loslassen können.

Nachdem wir Daubti nach Hause gebracht haben und dort noch Virginia und Anna geritten haben, sind wir mit Paul und Calle wieder losgefahren.
Nachdem wir gerade wieder etwas Sicherheit in Calles Parcoursspringen bringen müssen, nachdem er sich vor ein paar Wochen vertreten hat, gingen beide heute ein Stil-L-Springen. Calle ging als erstes von den beiden an den Start. Nina musste ordentlich zureiten, da so richtig der Zug zum Sprung noch nicht wieder da ist. Man merkt ihm seine Unsicherheit schon noch an.  Trotzdem ging er eine gute Nullrunde und bekam eine 8,0 mit der er die Prüfung am Schluss auch gewinnen konnte.

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Von Calle gibt es leider kein besseres Bild, da die Kamera gestreikt hat.

Als letzter Starter geht schon fast traditionell Pauli in die Bahn. Da er immer Ponyausgleich bekommt und es kaum andere Ponys in den Prüfungen gibt, geht er immer am Schluss. Das ist ein toller Startplatz, da ist nämlich der Abreiteplatz schon leer.

Pauli ging eine für meine Augen und Nina`s Gefühl bessere Runde als Calle. Das war alles rund und harmonisch. Die Richter sahen das anders und vergaben für ihn nur eine 7,2. Mit einem Abwurf am letzten Sprung blieben noch 6,7 übrig und damit waren sie einen aus der Platzierung.

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Da aber ja Calle inzwischen wieder auf dem Hänger stand und Nina auf Pauli saß, durfte der Calle`s Schleife und Siegerdecke abholen und freute sich wie Paul sich halt freut in der Siegerehrung.

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Für Calle ist es richtig wieder ein paar L-Springen zu gehen, bis das alles wieder ganz sicher ist und er das Vertrauen wieder gefunden hat. Deswegen gehen die beiden morgen gleich nochmal ein Punkte-L, das M lassen wir erstmal noch. Wenn alles wieder sicher ist und sich richtig anfühlt, dann ist der richtige Zeitpunkt gekommen.

Tag 2 in Möglingen

Am Sonntag morgen habe ich Calle selbst in der L-Dressur geritten. Da  Calle für eine normale Dressur nicht genügend Versammlung hat, hat er heute eine 5,8 bekommen, was völlig in Ordnung ist. Warum ich ihn trotzdem im Viereck reite und damit auch noch zufrieden bin, werde ich in einem Blogpost erklären.
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Mittags ging er dann noch im L-Springen mit Nina

Eigentlich war es eine sehr schöne Runde. Momentan stellen wir ihn aber auch auf dem Turnier von Pelham auf Trense um und manchmal wird er dann einfach stark. So hat er sich kurz am Joker nicht lenken lassen und ist vorbeigelaufen. Beim zweiten Anlauf hat er ihn umgesemmelt und so hatte er natürlich viel Abzug für Zeit und dann gibt ja allein der Joker 16 Minuspunkte. Nun ja, passiert.

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Aber dann kam ja noch Pauli und hat es mal wieder rausgerissen.
Mit einer schönen Nullrunde wurden die Beiden zweiter im Punkte-L.
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Turnier in Sindlingen

Es scheint bei uns kein normales Wetter mehr zu geben. Letzte Woche noch wurde das Turnier in Leonberg abgesagt, wegen so viel Dauerregen, dass alle Plätze völlig aufgeweicht und unbereitbar waren. Diese Woche gehörte zusätzliches Wasser zu unserer Grundausstattung. Bei 34 Grad und steinhartem Boden ging es zur Vielseitigkeit nach Sindlingen.  Irgendwie wäre   ein Wetter zwischen Weltuntergang und glühender Hitze  auch mal schön.

Nun gut, jetzt war es so und wir mussten das Beste draus machen. Immerhin haben wir festgestellt, dass unser Hänger echt hitzetauglich ist. Man kann soviele verschiedene Luken öffnen, dass es immer Durchzug gibt, dazu die Pferde noch breit stellen, Wassser zur ständigen Verfügung hinhängen, das lässt sich aushalten. Selbst für uns ist neben den Pferden noch Platz und wir können uns in den Schatten zurückziehen.

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So eine One-Day-Prüfung ist eine ganz schöne Anforderung, vor allem, wenn man sie auch noch mit zwei Pferden reitet.
Während die Pferde genüsslich ihr Mittagsfutter vertilgt haben, sind wir erstmal das Gelände abgegangen. Rund 3 km inkl. Springparcours in glühender Hitze, eigentlich waren wir jetzt schon fix und fertig.

Normalerweise gehen wir das Gelände ja mehrmals ab, aber das war heute zeitmäßig nicht möglich.

Heute war es so geplant, dass erst Calle Dressur ging. Dann sollte man innerhalb einer halben Stunde in das Springen starten, vom Springparcours aus, geht es nahtlos ins Gelände über. Dasselbe danach mit Paul.

Das heisst, Calle für die Dressur fertig machen,, nur kurz abreiten, damit er hinterher noch genug Kraft hat und los gehts. Die Dressur war sehr ordentlich für Calle. Mit rund 64% in seiner ersten L konnten wir sehr zufrieden sein.

Dann mussten wir schnell umsatteln und Stollen drehen.  Ins Springen gingen die Pferde diesmal in Buschmontur, da es ja nahtlos überging.

Calle ging eine schöne Runde. Der Parcour ist in Sindlingen immer eine kleine Herausforderung, da der Boden geländetypisch bergauf und bergab geht, das macht das Parcourspringen nicht ganz einfach, weil die Pferde das im Parcour nicht gewöhnt sind. Da muss man ganz schön aufpassen. Steht ein Sprung bergab ist er einfach anders anzureiten, steht ein Kombi bergauf, muss man ganz schön weiterreiten.  Ein Fehler stand im Parcour zu Buche, und schon gings los ins Gelände mit 23 Hindernissen und gut 2000m Weg.


Leider hat Calle sich das Wasser einmal genauer angeschaut, sprang aber auf den zweiten Versuch, dann doch ins kühle Nass. Das gibt leider 20 Strafpunkte und kostet Zeit, so dass mit so einem Fehler eine Platzierung nicht mehr möglich ist.  Aber egal : Unser Calle hat gekämpft. Bergauf und bergab ist er galoppiert und hat alle anderen Sprünge problemlos absolviert auch Sachen, die er noch nie gesehen hat. Wir sind ganz schön stolz auf unser Springpferd, dass er sich so souverän, durch seine erste L-Vielseitigkeit gekämpft hat.

Wir wissen ja, dass diese Saison eine Übungssaison für Calle werden wird. Im Busch gibt es so viele neue Sachen, die der Bub aus seiner Parcourszeit nicht kennt, das geht nicht von heute auf morgen, das alles zu lernen. Aber er macht seine Sache gut und hat Spaß daran, deshalb darf er weiter üben und nächste Saison werden wir dann entscheiden, ob er Buschpferd   wird, oder Springpferd bleibt.

Calle durfte dann noch mehrfach duschen, im Schatten grasen und relaxen und dann war der Tag für ihn beendet und er konnte sich das Geschehen auf dem Platz aus seinem schattigen Hänger raus anschauen.

Dann war Pauli dran. Diese Einteilung war gar nicht so schlecht, normalerweise müssen wir erst beide Dressur reiten, dann beide Gelände, dann beide Springen. So konnten wir einen in Ruhe reiten und versorgen und dann den nächsten.

Irgendwas vergisst man ja immer auf dem Turnier. Heute war es das Ohrenkäppi. Danke an Steffi, die uns ihres geliehen hat. Pauli hatte mit Zwerg`s Großpferdekäppi einen Rundumkopfschutz, aber wenigstens keine Fliegen im Gesicht.

Inzwischen war es echt unmenschlich heiß geworden. Ein bisschen ging das an Nina`s  Konzentration, was mit Helm, Stiefeln usw. mehr als verständlich ist. Da kocht einem der Kopf. Alle anderen verziehen sich in den Schatten und Reiter und Pferd müssen in der Sonne volle Leistung bringen. Alle Achtung. Das kleine Verreiten in der Aufgabe brachte ein bisschen Abzug, den wir nach der guten Dressur von Pauli gut verkraften konnten. 66% waren das Ergebnis mit schönen Einzelnoten, vor allem mit guten Fussnoten. Nina bekam von allen Richtern, auch bei Calle eine 7 bzw. 7,5 in Sitz und Einwirkung und auch die anderen Fußnoten der Pferde lagen alle bei 7. Das ist eine gute Grundposition.

Und wieder ging es zum Umsatteln für das Springen. Pauli durfte lange im Schatten relaxen, da es keine Reihenfolge mehr gab und wir alle Großpferde vorgelassen haben, damit Pauli Ponyausgleich bekommen kann. Danke hier an das Parcoursteam.  Nina startete ins Springen, aber der Ponyausgleich war noch nicht fertig. So wurde sie nach Sprung zwei kurz angehalten, der Parcours wurde fertig umgebaut und weiter ging es. Der kleine Break brachte keinen Rhytmusverlust und Pauli beendete den Parcours fehlerfrei.

Und auch hier ging es gleich weiter ins Gelände. Die kleine Kampfmaschine schaltete um auf Geländegalopp und mit gespitzten Ohren und schnellen Hufen wuselte er durch den Cross. Die engen Wege sind für ihn ja im Gegensatz zu Calle kein Problem, der kleine Flitzer ist ja wendig.

Ohne einmal zu zögern brachte er alle Hindernisse hinter sich und war auch danach noch super drauf, als wenn er eigentlich gerne noch weitergelaufen wäre. Einfach unglaublich, wie diese kleine Galoppiermaschine den Gang auspacken kann und einfach Riesenspaß hat.

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Zeitfehler hat man in Sindlingen ja immer, da der Kurs einfach zu wenig lange Galoppierstrecken hat um wirklich eine 520er Zeit reiten zu können. So standen auch für Paul am Ende Strafpunkte für Zeit auf dem Konto, aber in der Endabrechnung konnte er sich zwischen den ganzen Großpferden auf dem 10.Platz einreihen und hat somit die Anforderungen erfüllt nächste Saison Ein-Sterne-Prüfungen gehen zu dürfen.

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Damit ist unser Turnierwochenende schon vorbei. Wir wünschen allen anderen Turnierreitern viel Glück, während wir und unsere Pferde nun das freie Wochenende geniessen werden .


Turnier in Sindelfingen:

Und wieder mal ein Turnier im Regen verbracht. Das scheint wohl dieses Jahr unser Schicksal zu sein.  Na gut, bringt mich schon wieder auf die Idee für einen neuen Blogpost über Pflegeleichtigkeit von weißen Reithosen, Jacketts usw. Was nützt mir das schönste Equipement, wenn es nach dem Regen und Matsch nicht mehr sauber wird. Aber das wird ein eigenes Thema.

Da der Sindelfinger Sandplatz bei nahezu jedem Wetter bereitbar ist und das Abreiten in der Halle ist, sind wir trotzdem gefahren. Der Verein hat auch pflegetechnisch alles dafür getan gute Bedingungen zu bieten. Für den Regen von oben kann ja keiner was.

Nun ist er trotzdem leider für Calle nicht ideal in der kleinen Halle abgeritten zu werden. Da kommt das große Pferd einfach nicht in Schwung und kommt nicht zum galoppieren. Wenn dann bei dem Wetter auch noch vielePferde  in der Halle sind, wirds komisch.

So hat beim Abreiten schon der Rhytmus gefehlt, den die Beiden dann auf dem Platz auch nicht finden konnten. Nachdem Calle seit seinem Stolperer in Sinsheim am vorletzten Sprung sowieso ein bisschen verschreckt ist, sprang er leider nicht in die Kombi rein, was dann zum Ausscheiden führte.

Auch Pauli hatte nicht seinen besten Tag und stoppte an derselben Kombi zweimal, so dass Nina noch einen Korrektursprung machte und damit aufhörte.

Sonntags ließen wir Calle dann das M nicht laufen, da das Wetter wieder nicht besser war und dadurch dieselbe Abreitesituation entstanden wäre.

Pauli ging im L nochmal an den Start und trotz einer ärgerlichen Stange am letzten Sprung war es eine sehr schöne Runde, die am Ende zum 6.Platz reichte.