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Unser Campino kam im Juli 2012 zu uns. Warum wir noch ein Pony gesucht haben?

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Zum  damaligen Zeitpunkt war es für Nathalie an der Zeit sie aus dem Sport zunehmen und unser Mr.Knister war erst 6. Knisti leistete eine tolle Arbeit, aber die Anforderungen waren mir für so ein junges Pony zu hoch. Als Regionalkadermitglied standen Nina aber sehr viele Türen offen, von Goldene Schärpe über Marbach, Bundesnachwuchschampionat, Deutsche Meisterschaft, Eurosichtungen usw. und so suchten wir nach einem Pony, das unseren Mr.Knister unterstützen kann um ihn nicht zu überfordern.

Uns so fanden wir unseren Pauli. Von Privat, weil das Mädchen zu groß wurde und schon auf des Großpferd umgestiegen war, konnten wir unseren Paul kaufen und gleich mit nach Hause nehmen. Und da ist und bleibt er jetzt und wird bei hoffentlich auch alt werden können.
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Pauli kam mitten in der Turniersaison zu uns, war voll im Training und so startete er gleich durch. Schon nach zwei Wochen ging er mit aufs Nachwuchschampionat nach Warendorf. Knisti war zwar auch dabei, aber nur zum trainieren, da er kurze Zeit später die Quali für das Bundeschampionat hatte. Wir hatten keine Ahnung, was dort auf uns zu kommt, hatten wir doch noch nichtmal wirklich mit Pauli trainiert. Die ehemaligen Besitzer waren aber auch da und gaben uns noch ein paar Tips mit auf den Weg.

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So beendetete Nina mit Paul ihr erstes gemeinsames Gelände ohne vorheriges Training mit einer 7,8. Im Springen waren sie schon mit 8,irgendwas platziert, nur an der Dressur mussten wir noch ein bisschen arbeiten. Eine 7,0 ist in Warendorf einfach nicht gut genug, aber wir standen ja erst am Anfang. Super zufrieden konnten wir unser erstes Turnier mit Paul beenden und uns zuhause nun dem Trainig widmen.

Weiter ging es mit der Landeskadersichtung  in Altensteig, bei der unser Paul eine tolle Dressur lief und sich als 3. hinter dem Europameister Andy und dem Deutschen Meister Mac Mathieu platzieren konnte. Das war dann auch gleichzeitig die Aufnahme in den Landeskader Baden-Württemberg.

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Pauli und Nina wurden dann für die Goldene Schärpe nominiert und beendeteten diese Bundesveranstaltung, bei der rund 100 Starter um die Schleifen kämpfen auf dem tollen 4.Platz und lieferten damit das beste Ergebnis für die Mannschaft. Auf Paul war halt einfach Verlass.

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Und schon war es Herbst und die Geländezeit war vorbei. So ritt Nina noch ein par Springen mit Paul um noch mehr mit ihm zusammenzuwachsen. So stand auch schon bald das erste L-Springen an. Nachdem Pauli und Knisti das A- Springen in Nussdorf beide gewonnen hatten, starteten sie in das erste L-Springen mit Paul. Eine tolle Runde, die mit 7,8 bewertet wurde war das Ergebnis. Leider hatten sie eine Stange in der Kombination. Mit der Grundnote hätte sie gleich das erste L- Springen gewonnen, so war es dann der trotzdem gute 3.Platz.

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Und so war unsere erstes Jahr, das ja eigentlich nur einknappes  halbes war mit Pauli schon beendet und es ging für uns in die Winterpause.

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                                                                     DAS JAHR 2013__________________________

Im Februar finden ja bei uns im Verein schon die Stadtmeisterschaften statt. Paul und Nina sicherten sich die Siegerschärpe im Springen Klasse L Junioren und wurden damit Stadtmeister.

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Traditionell geht es bei uns auf dem VS-Turnier in Kirchberg los.
Da das eine Sichtung für das Bundesnachwuchschampionat war, sollte man gleich mal eine gute Leistung abliefern. Das taten die beiden auch. In einem starken Starterfeld wurden sie 5. und sicherten sich somit auf der Longlist für Warendorf zu stehen, auch, wenn es bis dahin noch ein langer Weg war. Aber der erste Stein dahin war schonmal gelegt.

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Im Mai stand der erste Start in einer CIC* an. Beim großen Turnier im Haupt-und Landgestüt Marbach zu starten, war schon was ganz besonderes. Bisher waren wir da nur als Helfer gewesen und nun im ersten Jahr als Reiter. Das war schon ganz schön aufregend, da mal aktiv dabei zu sein, selbst für mich, die früher schon in Marbach geritten ist und diesmal nur als Pfleger und Betreuer dabei war.

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Im Juni ging es bei unserem Heimturnier in Leonberg um die Sichtung zum Bundesnachwuchschampionat. Nina war mit Knisti und Paul am Start.

Nachdem Paul die Dressur gewonnen hat und die Richter bei Knisti leider vergessen haben hinzuschauen und beide die zweite Reiterin gerichtet haben, lag Pauli natürlich in Führung. Das war Pauls erster A-Dressur-Sieg und das noch zuhause auf heimischen Boden. Aber, weil es bei uns oft nicht so easy läuft wie es soll hat unser Paul, der im Springen ja eigentlich bombensicher sein sollte ausgerechnet an unserem eigenen Vereinssprung einen kleine Stop eingebaut, der Nina fast aus dem Sattel katapultiert hat. Ja, läuft halt doch nicht alles von alleine. Nach dem Springen, das dann Knisti gewonnen  hat, setzte sich der Jungspund an die Spitze des Feldes

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Im Gelände war Paul wieder voll dabei und lief eine schöne Nullrunde. Somit reichte es am Ende noch zu einer Platzierung im grünen Bereich, während Mr.Knister die Siegerschleife in der VA mitnehmen durfte.

 

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Ende Juni stand ein Start bei der Kreismeisterschaft in Sindlingen an. Leider gibt es von da keine Bilder. Nachdem Knisti im Gelände leider schon vor dem Start sein Reiterlein verlor, sicherte sich Paul in der Kombnierten VA den Sieg in der Prüfung und damit gleichzeitig den Kreismeistertitel des PSK Böblingen und den Landessiegertitel der Pony-VS Reiter.

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Im Juli durften Nina und Paul an der Euro-Sichtung im westfälischen Gahlen teilnehmen. Das Gelände war sehr anspruchsvoll und lang. Viele Techniken wurden abgefragt, die wir in diesem Ausmaß zuhause noch gar nicht so wirklich geübt hatten. Es ist immer nicht so einfach, diese ganzen Geländesituationen zu trainieren. Im Gegensatz zur Dressur, wo man seine Aufgabe zuhause schon zig mal geritten ist, hat man im Gelände immer wieder neue Situationen, unbekannte Hindernisse oder technische Anforderungen, die man teilweise so noch nie trainiert  hat. So hatten die beiden dann nach einer guten Dressur leider einen Stop im Gelände. Nach einem steilen Berg abwärts, kam auf drei Galoppsprünge auf gebogener Linie ein ganz schmales Trapez, an dem Paul einmal vorbeilief. Das sind dann leider 20 Strafpunkte und natürlich Fehler für Zeitüberschreitung, da die Zeit mit einer extravolte nicht zu schaffen ist. Im Springen lief wieder alles rund und so beendeten sie die Prüfung zwar nicht in der Platzierung aber trotzdem zufrieden mit ihrer Leistung.

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Und schon Anfang August ging es mit dem Bundesnachwuchschampionat in Warendorf weiter.  Nach einem tollen Gelände, das mit 8,7 benotet wurde, einer ordentlichen Dressur, einer Platzierung im Springen und ebenfalls guten Leistungen in Vormustern und Theorie beendeten sie diesen Deutschlandweiten Preis auf dem 14.Platz.

Es gab keine Zeit zum Ausruhen. Kaum wieder zurück in Bawü fuhren wir schon weiter nach Altensteig zu den Baden-Württembergischen Meisterschaften der Ponyreiter.
Nach einem zweiten Platz in der Dressur gingen wir guten Mutes ins Gelände.

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Als die führende leider im Wasser stürzte fand sich Nina plötzlich auf der Position des Over-Night-Leaders wieder, die sie im abschliessenden Springen am dritten Tag bestätigen konnten. Sie fuhren also als Baden-Württembergischer Meister nach Hause und wurden dort mit einem tollen Überraschungsempfang willkommen geheissen.

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Nun war ein bisschen Pause für Paul angesagt. Beim Heimturnier in Leonberg konnte er in einem STil-L-Springen mit der Wertnote 8,5 den Sieg zuhause im Verein halten und so beendeten wir die Saison 2013 erfolgreich und fast sogar ein bisschen geflasht mit der Deutschen Meisterschaft in Velen/ Westfalen.

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Die Deutschen liefen eigentlich ganz gut, es war etwas schade um den Stop an einem grün eingefärbtem Wassergraben, der nach einer Hecke kam. Paul hatte ihn zu spät gesehen und sich fürchterlich erschreckt. Das waren natürlich wieder 20 Punkte, die eine Platzierung nicht in Frage kommen ließen. Bis heute noch hat Paul ein „Aber“ vor allem, was grün ist. ÜBer den Winter wollten wir mit grünen Gymnastikmatten auf dem Boden und über den Sprüngen verschiedene Situationen imitieren, aber damit braucht man Paul nicht kommen. Er fürchtet sich einfach davor und das wird ihm wohl für ewig im Köpfchen bleiben. Gut, dass uns seitdem nie wieder ein grün gefärbtes Wasser begegnet ist.