Pauli startet in die neue Saison

Diese Woche haben wir das Turnierwochenende einfach mal verlängert. Nachdem Ginny Gibson ja am Samstag und Sonntag unterwegs war, war Pauli heute dran. Eigentlich wäre seine Prüfung ja schon letzten Dienstag gewesen, aber durch den neuerlichen Wintereinbruch musste das JURAKO-Team aus Altensteig reagieren und hat kurzerhand das komplette Turnier einfach um eine Woche verschoben.

Letzte Woche bei Schnee und Nachttemperaturen von bis -8 Grad wäre an Reiten nicht zu denken gewesen. Die normale Reaktion wäre eine Turnierabsage gewesen. Das wäre echt schade gewesen, weil diese neue Serie ja genau das ist, was uns Bawüs bisher immer gefehlt hat. Einfach mal ein paar kleine Prüfungen mit guten Bodenverhältnissen, in denen man die Pferde schon vor Beginn der grünen Saison in Schwung bringen kann.

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Also ging ganz unkompliziert eine Nachricht an die Reiter raus : “ Wir reiten nächste Woche“ und damit war das geklärt. Das das mit (Busch)reitern funktioniert, sah man an der Starterliste. Von 73 genannten waren an einem Dienstag nachmittag 58 Paare am Start. Das Ergebnis zeugt davon, dass die Altensteiger alles richtig gemacht haben und mit ihrer Idee den Nagel auf den Kopf getroffen haben. An dieser Stelle mal ein großes Danke Schön an die Reitabteilung Altensteig rund um Rüdiger Rau und sein JURAKO Team und an die Sponsoren für diese Möglichkeit, die die Reiter dankend angenommen haben.

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Warum wir Pauli überhaupt mitgenommen haben?

Eigentlich hatten wir ihn ja letztes Jahr in Rente geschickt. Wir die Instagramnutzer aber wissen, hat er uns das übel genommen. Nur auf der Koppel stehen fand er so albern, dass er nur noch getobt hat und sich dann auf unseren Hangkoppeln gleich mal richtig böse verletzt hat. Ich kann mich heute noch an den Tag erinnern, als der Tierarzt kam um zu impfen. Ich sagte: „Moment, ich muss kurz den Paul von der Koppel holen“ und dieser stand da auf drei Beinen. Das war ein Schock. Gut, dass der Tierarzt sowieso da war, so konnten wir ihn gleich behandeln und den Rest des Sommers hatte der arme Knopf Koppelverbot und musste Schritt geführt werden. Selbst da haben wir uns noch nichts dabei gedacht. Es gab ganz kurz die Überlegung ihn ganz wegzustellen, auf eine richtige Rentnerkoppel, wo er immer draußen sein kann und damit nicht mehr so gefährdet wäre sich zu verletzten, aber das ging ja jetzt nicht. Erstmal mussten wir die Verletzung auskurieren. Das hätten wir geduldig getan, aber Geduld ist ja nicht Pauls Stärke. Schon nach ein paar Wochen stieg er uns aufs Dach. Er schien lahmfrei zu sein, die Beine waren gut, so dass wir schon vor Ablauf der 3 Monate den Tierarzt holten und von diesem grünes Licht zum antrainieren bekamen.
Aber auch das war schwierig. Paul hielt nichts von Halbgas. Paul will immer nur Vollgas Egal, wie, ich will euch jetzt  nicht nochmal die ganze Geschichte aufschreiben, die kennt ihr ja eigentlich schon. Also wurde Paul nach seiner Auffassung antrainiert und bestand fortan darauf dabei sein zu dürfen. So fiel die Entscheidung ihn in Altensteig mal eine kleine Prüfung gehen zu lassen, damit er auch mal was machen darf.

Und Paul hat es uns gedankt. Der kleine Fetz war voll dabei, und hatte Spaß.

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Schon auf dem Abreiteplatz war er gut drauf, und so war die Prüfung für ihn kein Problem. Altensteig war ja schon immer sein Pflaster. Schließlich wurde er in Altensteig auch schon Baden-Württembergischer Meister und Vizemeister. Da hat es ihm also schon immer gefallen. Heute auch. Die Strecke war einfach gut. Paul startete und wie an der Schnur gezogen schnurrte er durch die Prüfung. Da gab es keinen Wackler, keine Unsicherheit, da gab es nur Paul, Nina, Galopp und die Sprünge.

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Und so bockte Paul in seiner bewährten Manier nach der Ziellinie los, als Nina ihn lobte. Er hatte das schön gemacht, und bis zu Siegerehrung stand er in seinem Hänger als wollte er uns fragen, ob wir es jetzt endlich verstanden haben, dass er der Chef ist und dass er nicht alt ist. Man ist ja schließlich immer so alt, wie man sich fühlt.

Als Ergebnis vergaben die Richter für die beiden eine sparsame 7,9 , die aber am Ende zu einer grünen Schleife, das heißt dem 7. Platz reichte.  Da die Siegerehrung ohne Pferd war gibt es keine Bilder davon. Für Paul ist es sowieso egal, welche Schleife er bekommt. Er will einfach nur mit, Spaß haben, galoppieren und das hatte er heute zur Genüge. Wie die Saison mit Paul weitergehen wird, können wir nicht sagen. Er wird weiterhin das machen dürfen, was ihm gut tut und was ihm Spaß macht. Was das sein wird, werden wir immer zeitnah entscheiden. Ihr könnt also gespannt sein, wie wir auch, was unser Crazypony diese Saison mit uns anstellen wird. Wir sind für alles offen.

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