Monatsrückblick Februar

Ups, es ist ja schon bald Ende März und es gab noch keinen Monatsrückblick von Februar. Jetzt aber los, es wird Zeit.

Warum ich so hinter der Zeit bin, ist ganz einfach zu erklären. ich habe mir am Anfang des Monats nochmal einen Kurzurlaub gegönnt. Ihr wisst ja, dass mir die Kälte schwer zu schaffen macht und so eine Woche im Warmen, schafft es, meine beleidigten Muskeln wenigstens für eine kurze Zeit wieder zu lockern, so dass ich überhaupt in der Lage bin, für euch weiterhin Bilder zu machen und sie in Blogs zu verarbeiten.

Ich kann es nur immer wieder erwähnen, stürzt euch am Besten nicht vom Pferd. Das kann hundert mal gut gehen, aber wenn es wie bei mir eben mal nicht so gut ausgeht, dann habt ihr das Schlamassel. Egal, das Leben geht weiter, wenn auch anders und sollt jetzt endlich euren Monatsrückblick bekommen.

Heute werde ich euch den mal nach Pferden sortieren. Den Anfang macht das kleine Flitzepony Paul. Paul ist gut drauf. Fragt mich nicht, was ihn auf seine alten Tage ( das darf er nur nicht hören, er besteht nämlich drauf nicht alt zu sein) gebissen hat, aber er entwickelt sich gerade dressurmäßig ziemlich beängstigend. War Dressurreiten mit Paul bisher immer natürlich notwendig, aber für alle Beteiligten nicht besonders spaßig, so hat er jetzt einen Ehrgeiz entwickelt, den wir so gar nicht kennen. Was auch immer mit ihm passiert ist, aber es hat dazu geführt, dass das Dressurreiten mit ihm echt Spaß macht, weil er so eifrig bei der Sache ist und uns anscheinend zeigen will, dass er das auch kann.

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Wenn ich mir allerdings die Bilder vom Februar so durchschaue, muss ich leider feststellen, dass es von diesem Monat keine Springbilder gibt. Das heißt aber natürlich nicht, dass Paul im Februar nicht gesprungen wäre, aber das mit den Springbildern in der Halle klappt ja leider oft nicht so gut. Aber eins ist klar, Paul muss, um seinen Spaß am Dressurreiten zu haben, mindestens einmal in der Woche, besser zweimal springen, freilaufen oder sich anderweitig austoben. Das braucht er, sonst wird er echt unbequem.

Der Monat endetet für Pauli leider nicht ganz so gut. Es war ja richtig übel kalt bei uns und so waren die Tränken eingefroren. Die Pfleger hatten Paul zwar einen Riesenkübel mit Wasser in die Box gestellt, aber die kennen ja unseren kleinen Fürchtefix nicht. Sachen auf dem Boden, die da nicht hingehören gehen gar nicht, und so hat er sich so vor dem Eimer in seiner Box gefürchtet, dass er nicht getrunken hat.

Als wir mittags kamen, war es dann schon zu spät. Als wir Paulis Boxentür öffneten war gleich klar, dass da was nicht stimmt. Wir haben ihn gleich rausgeholt und geführt, aber sein Kreislauf war schon so abgesackt, dass er sich in der Halle hingelegt hat und nicht mehr aufstehen wollte. Puh, das war ein rechter Schreck, den er uns da eingejagt hat.  Mit zitternden Fingern riefen wir gleich den Tierarzt an, der seine Praxis aber eben gut 60km weg von uns hat. Wir hatten echt Angst, dass es keiner mehr rechtzeitig schaffen würde bei unserem Paul zu sein, diese bangen Minuten möchte man keinem wünschen. Aber wir hatten Glück. Einer der Tierärzte war gerade auf unserer Autobahn unterwegs, konnte seinen Plan umwerfen, und war nach 20min schon bei uns.

Bis dahin haben wir versucht Pauli mit einer kleinen Spritze wenigstens ein kleines bisschen Wasser ins  Maul zu spritzen, aber er hat es einfach nicht geschluckt. Alles, war wir reinspritzten ließ er einfach wieder rauslaufen. So lag der Verdacht einer Schlundverstopfung nahe. Der Tierarzt legte eine Schlundsonde und pustete die komplett Speiseröhre einmal durch. Das fand Paul auch gruselig, aber es war ja nicht zu ändern. Nach einem Schmerzmittel für den armen kleinen und einem Mittel zur Kreislaufstabilisierung ging es ihm zum Glück schon wieder etwas besser und wir sind knapp einem Klinikaufenthalt entkommen. Natürlich haben wir die ganze Nacht im Wechsel bei ihm Nachtschichten geschoben und die nächsten Tage das Tränken selbst übernommen. Wenn wir neben dem Eimer stehen aus dem er trinken soll, dann geht das in der Regel, dann fürchtet er sich nicht so toll. Die nächsten drei Tage waren wir also damit beschäftigt, den Herrn zu bedienen, ihm sein Mash zu kochen und zu schauen, dass er wieder stabil wird.  Aber Paul ist ein kleiner Kämpfer. Auch, wenn es an diesem Tag für ihn gar nicht gut aussah, so hat er sich inzwischen wieder vollkommen erholt und ist schon wieder frech wie Oskar

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Calle, der ja momentan nach seiner Verletzung im Winter noch im Trainingsaufbau ist, macht auch noch nicht so viel. Auch seine Mauke am Hinterbein, die wir schon den ganzen Winter mit uns rumschleppen ist hartnäckiger als gedacht und so haben wir Calle noch keinen Stress zugemutet. Calle wird momentan viel Dressur geritten, macht schon wieder die ersten Sprünge, wobei hier der Fokus absolut auf der Rittigkeit liegt. Anders als Paul, der nach langem Nichtstun einfach  nur grell wird, so wird Calle zum Traktor. Einen 40-Tonner durch die Halle zu lenken ist dann wahrscheinlich einfacher als einen 700kg Calle. Und deshalb standen Gymnastikübungen, Übergänge, viele kleine Sprünge und ganz viel Dressurreiten im Vordergrund.

Wir denken, dass er bis Ende März wieder voll im Training sein wird so dass wir auch die ersten Turniere mit ihm planen können. Solange wird es aber mindestens dauern, bis er wieder back on top ist und wir beschleunigen das auch nicht. Am wichtigsten ist, dass er wieder vollkommen gesund ist und wir keinen Rückfall riskieren. Weniger ist in diesem Fall mehr und so haben wir alle Zeit der Welt und machen uns keinen Stress.

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Aber da ist ja auch noch unser Top-Scorer Ginny. Wer hätte jemals gedacht, dass die Jungs chillen, während Ginny läuft und läuft und läuft.

Mit Ginny waren wir wieder ein paarmal unterwegs. Das Auswärtsspringtraining bei Volker haben wir gleich nochmal wiederholt und es war wieder top. Immer schneller kann man über ihre Aussetzer zu Beginn des Reitens drüberreiten und wir sind guter Dinge, dass sie irgendwann wieder so selbstbewusst ist und wird, dass sie sich gleich zutraut richtig loszulaufen. Bisher muss man egal in welcher Situation immer noch ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten, bis sie sich traut, aber wenns dann läuft, dann läuft es.
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Auch das einfache antraben im Gelände sorgt bei Ginny erstmal für Gegenwehr. Bis man sie überzeugt hat, dass sie es kann ist sie erstmal unsicher und behauptet nicht laufen zu können. Auch, wenn es immer wieder spektakulär aussieht und bei vielen Leuten das Verlangen herausfordert uns schlaue Tips zu geben, so wissen wir inzwischen gut damit umzugehen. So ist sie halt und wir nehmen es wie es ist.

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Im Februar wurden wir dann auch echt schon mutig und nach den guten Springtrainings wollten wir nun doch auch mal wissen, was sie zu festen Hindernissen sagt, die ja früher immer ihre Leidenschaft waren. Also packten wir sie ein und fuhren zu einem Hallen-Geländetraining . Den Blog dazu habt ihr ja sicher schon gelesen, deshalb werde ich das jetzt nicht alles nochmal schreiben. Nur soviel. Sie war toll, sie hatte Spaß und wir werden sicherlich weiter dranbleiben Ginny alle Möglichkeiten zu geben sich zu entwickeln, auch , wenn die Fahrerei tatsächlich etwas aufwändig ist. Ginny ist es wert und mit jedem neuen Training merkt man ihr an, wie sie schon auf die nächste Aufgabe wartet.

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Auch zuhause ist Ginny weiterhin voll dabei und Gymnastikreihen, die sie lange Zeit vor eine unlösbare Aufgabe gestellt haben, gehören inzwischen wieder zur fast täglichen Arbeit. Seit sie es wieder schafft, sich zwischen den Sprüngen nicht mehr zu verkrampfen, was unweigerlich dazu führte, dass ihr die Distanzen zu groß wurden und sie einfach wieder zugaloppiert, merkt sie wieder, dass es Spaß macht mit den Hindernissen zu spielen und überrascht uns immer wieder mit ihrer Selbstverständlichkeit, mit der sie auch schwierigere technische Aufgaben locker abspult, als hätte sie nie etwas anderes getan.

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Zum Abschluss des Monats stand auch das erste Turnier des Jahres an. Nur Ginny war dabei die Jungs sind noch in der Winterpause. Ich wollte nur mal schauen , was sie so im Viereck macht. Auch zu diesem Turnier, das wir trotz zweier dicker Fehler als R2 beendeten, gibt es einen eigenen Blogbeitrag, deshalb beschränke ich mich jetzt hier darauf, euch noch ein paar Bilder zu zeigen.

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Abschließend bleibt zum Monat Februar nur zu sagen, auch , wenn wir immer mal wieder mit Sachen zu kämpfen haben, die unnötig sind, wie Paulis Kolik oder Calles Mauke, so sind wir trotzdem voll in unserem uns selbst gesetzten Trainingsplan und gehen sehr zuversichtlich mit allen drei Pferden in den neuen Monat von dem wir uns erhoffen dass es endlich wärmer wird, wir mehr draußen trainieren können und die Pferde fit und gesund in die neue Saison bringen, wohl erst im April beginnen wird .

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2 Gedanken zu “Monatsrückblick Februar

  1. teamkaupp schreibt:

    Hi Sarah, sorry, hatte deinen Beitrag gar nicht gesehen. Das wäre lieb. schau mal was das war. Wir machen nun schon seit Novemer rum und langsam zuckt auch der TA mit den Schultern. Das ist ganz schön hartnäckig und immer, wenn man denkt, man hätte es im Griff, dann kommt es plötzlich wieder

  2. Sarah schreibt:

    Hallo,
    Hatte bei meinem Pony auch monatelang mit Mauke zu kämpfen, mit TA und verschiedenen Salben mit Cortison und so weiter, bis unser TA die Geheimwaffe rausgeholt hat , ein hochkonzentriertes Mittel, was man in wasser gibt und dann 1x die Woche die Pferdebeine wäscht. Nach 3 Monaten Kernseife, Cremes und Kräutern im Futter, war die Mauke nach 2x waschen quasi weg , ich wasche seit dem nur noch sporadisch mal .. ich bin super begeistert . Wenn Interesse besteht, dann würde ich im Stall mal nach der Flasche gucken .

    Lg 🙂

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