Saisonabschluss für die Team Kaupp Reiter

Jetzt ist sie endgültig vorbei, die Saison 2017.  Unsere Pferde sind ja schon seit Ende September in der Pause aber für die „kleinen“ stand noch das Hallenturnier in Weil der Stadt an. Und so zogen wir uns warm an und es ging los. Der Samstag sollte ein langer Tag werden.

Da ich alle Pferde auf andere Hänger verteilt hatte, musste ich nur ohne Hänger nach Weil der Stadt fahren und war lediglich für das Coaching vor den Prüfungen zuständig. Die meiste Zeit des langen Tages verbrachte ich dann mit Kaffee trinken im beheizten Reiterstüble. 🙂

Es ist schon schön, dass auch die Minis, die Großen ja sowieso,  inzwischen so selbständig sind, dass sie fast das gesamte Management rund um melden, einflechten, fahren, satteln usw. selbst im Griff haben und so muss ich immer nur pünktlich zur abgesprochenen Zeit am Abreiteplatz erscheinen, ein paar schlaue Kommentare von mir geben und alles läuft. Und wenn man so eine große Truppe aller unterschiedlichen Altersklassen ist, dann hat man eigentlich gar nichts mehr zu tun. Die Großen helfen den Kleinen und so bin ich demnächst arbeitslos.  Trotzdem ist es immer wieder schön zu sehen, wie die Mädels alle untereinander als Team funktionieren.

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Sportlich haben wir dieses Wochenende eher verhalten begonnen. Unsere Dressurdarbietungen kamen dieses Wochenende nicht ganz so gut bei den Richtern an. Das konnte uns aber die Laune nicht verderben. Immerhin durfte sich Antonia mit ihrer bewährten Chica über ein grünes Schleifchen in der E-Dressur freuen, während Celine am frühen Morgen mit Vinnie noch unter ihren Möglichkeiten blieb und Leni sich mit ihrem neuen Pony, die eigentlich normalerweise im Parcours unterwegs ist, tapfer geschlagen hat.

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Emmas noch junger und unerfahrener No Doubt fand die Umstände mit Wind und Wetter, einem vollen Abreiteplatz und damit verbundenem Stress nicht akzeptabel und wir nahmen die beiden sicherheitshalber aus dem Wettbewerb. Manche Sachen gehen noch nicht und da muss man sich nicht schämen, auch mal etwas zu beenden und zum Wohle aller auf einen Start zu verzichten. Der kleine Doubti macht immer einen guten Job, aber mit seinen erst sechs Jahren gehört er noch nicht zu den erfahrenen Turnierponys und  muss noch viel Routine sammeln.  Diese Zeit bekommt er bei uns.

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Nach der Dressurreiter-E fuhren unsere Hänger wieder Richtung Leonberg um die nächste Fuhre für den Reiterwettbewerb einzuladen.  In der Zwischenzeit ritt Celine noch zur Musik von Fluch der Karibik eine E-Kür. Das war echt eine tolle Prüfung, ich finde, das könnte man gerade auch im kleineren Bereich viel öfters ausschreiben, da das doch interessanter ist, als 30 Paare lang dieselbe E/A/L-Dressur anzuschauen.  Ich selbst würde auch gerne mal eine Kür reiten und durch das Schneiden der Musik, das Überlegen, was man reitet, bereitet man sich doch nochmal anders auf so eine Prüfung vor. Vielen Dank an den RFV Weil der Stadt für das Ausschreiben dieser Prüfung, hoffentlich wird es einige Nachahmer geben.

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Auch, wenn es für Celine nicht zu einer Platzierung reichte, so machte die Prüfung doch Spaß und wir waren für uns eigentlich auch sehr zufrieden mit Vinnie und Celine. Aber wir haben ja nicht bewertet, nur soviel: Es reichte für den altbekannten Spruch: „Dann reite ich halt nur noch Springen“ 😉 😉 😉  wer kennt ihn nicht …..

Die nächsten Starter im Feld waren Janka mit ihrem Pegasus und Nadine mit ihrer Grace die sich über die Saison für das Volksbank-Finale qualifiziert hatten. Beide waren auch unter ihren Möglichkeiten benotet, hatten sie doch über die Saison hinweg deutlich bessere Noten gesammelt. Aber trotzdem waren beide noch platziert, wenn sie auch nicht unter den ersten drei im Finale standen sondern in der Endabrechnung 4. und 5. waren. Aber auch das ist ein tolles Ergebnis.

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Lange Zeit zur Freude über ihre Platzierungen hatten sie nicht, denn es ging Schlag auf Schlag weiter.  Der Nachwuchs darf ja nicht  zu kurz kommen und so waren wir schon mit den Vorbereitungen für den Reiterwettbewerb beschäftigt. Nadine coachte ihre Nachwuchsreiterin Mathilda, die erst seit kurzem ihr Pony Grace in der Ponygruppe reiten darf und heute ihren ersten Turnierstart mit ihr haben sollte.

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Janka war schon wieder unterwegs um Stanley zu coachen. Nachdem Mr.Knister sich kurzfristig abgemeldet hatte, haben meine Mädels zuhause umdisponiert. Die kleine Lena, die ziemlich traurig darüber war, dass ihr Start mit Knisti nicht stattfinden konnte wurde kurzerhand auf Stanley gesetzt. Noch nie zuvor hatte sie auf diesem Pony gesessen und es sollte heute auch ihr erster Reiterwettbewerb sein. Da gehört eine ganze Portion Coolness dazu, das mit gerade mal 7 Jahren mit einem fremden Pony zu machen. Aber auch das Angebot von Leni und Maya, dass Lena das Pony reiten darf fand ich echt toll, das zeigt, dass wir in Sachen Teamgeist unter den Mädels bisher vieles richtig gemacht haben. Ihr nennt euch nicht nur Team, ihr lebt das auch.

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Aus dem Reiterwettbewerb Schritt-Trab kamen dann Mathilda mit einem Sieg und Lena mit einem dritten Platz heraus und so hatten die beiden allen Grund zum Strahlen.

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Den letzten Start des Tages hatten dann noch Maya selbst mit ihrem Pony Stanley im Reiterwettbewerb Schritt-Trab-Galopp. Wir blieben notenmässig auch weiterhin unter unseren Möglichkeiten, wie wir es schon den ganzen Tag hatten. Das konnte aber unsere Stimmung nicht trüben und wir freuten uns über den 4.Platz von Maya und beendeten ziemlich durchgefroren den Turniertag.

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Heute hat sich mal wieder gezeigt, dass egal, auch wenn einiges schief läuft, das Wetter eklig ist, es keine Schleifen regnet, die Stimmung untereinander trotzdem gut ist. Die Kommunikation funktioniert, jeder hilft jedem, jeder fiebert mit jedem mit und keiner neidet dem anderen etwas, auch wenn man selbst vielleicht enttäuscht ist.

Egal, Dressurtag abhaken, sich über die vorhandenen Erfolge freuen und schnell nach Hause zum aufwärmen. Schliesslich sollte es schon am Sonntag wieder um 8.00 weitergehen.

Gut, dass wir die Zeitumstellung hatten, so hatten wir wenigstens eine Stunde länger Zeit.

Und auch heute stand wieder eine kleine Premiere an. Leni hatte ja gestern die erste Dressur mit ihrem neuen Pony und heute sollte es der erste Springreiterwettbewerb sein. Wir wussten so gar nicht, was auf uns zukommt. Wie wird Princessin auf dem Turnier sein, haben wir genug geübt, kommt sie mit dem Flatterband am Abreiteplatz zurecht? Wir wussten es nicht. Aber alle Bedenken waren unbegründet. Die kleine Princessin ist ein Turnierpony. Auf dem Turnierplatz angekommen wusste sie sofort was ihr Job ist und erledigte diesen souverän. Mit einer 7,0 konnte Leni mit ihr ihren ersten Springreiterwettbewerb mit einem 4.Platz beenden. Für uns war das eine wichtige Prüfung, da wir nun wissen wie das mit ihr auf dem Turnier läuft und dass wir beruhigt in die Winterarbeit gehen können, weil wir auf dem richtigen Weg sind.
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Auch Celine und Vinnie waren schon wieder wach und setzten um, was sie uns gestern gesagt hatten. „Dann reiten wir halt Springen“. Und das haben sie auch gut gemacht. Sowohl im Springereiterwettbewerb als auch im E-Springen wurde es ein zweiter Platz und so waren die durchwachsenen Dressurergebnisse von gestern vergessen. Aber keine Angst, das Dressurreiten wird bei uns trotzdem nicht eingestellt. 😉

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Auch Nadine mit Grace und Nina mit ihrer Pebbels ritten schöne Runden im E-Springen. Beide hatten leider einen Fehler, durch den es nicht mehr in die Platzierung reichte, aber das ist eben so. Aber erinnern wir uns mal daran, dass Nina mit ihrer toll springenden aber schüchternen Ponymaus noch im September im Parcours ausschied, aber jetzt im Oktober dreimal hintereinander platziert war, so haben wir auch hier große Fortschritte gemacht und sehen auch hier der nächsten Saison gelassen entgegen. Schließlich haben wir jetzt den ganzen Winter vor uns, in dem wir fleißig an unseren Baustellen arbeiten werden.

Und damit verabschieden wir uns nun erstmal in die Winterpause, wobei wir auch im Blog sicherlich ins ein oder andere Training mitnehmen werden, wenn ihr das wollt.

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3 Gedanken zu “Saisonabschluss für die Team Kaupp Reiter

  1. Fräulein_ich schreibt:

    Das finde ich schön zu hören :). Das ist ja nicht immer selbstverständlich. Um so mehr freut es mich immer, wenn nicht nur der glänzende Erfolg im Vordergrund steht 🙂

  2. teamkaupp schreibt:

    Vielen Dank für das Feedback. Auch bei uns steht der Spaß am Pferd im Vordergrund, das ist das erste, was meine kleinen lernen 😀

  3. Fräulein_ich schreibt:

    Was für ein toller Beitrag! Da geht mir das Reiterherz auf. Bei den ganzen schönen Pferdebildern. Auch wenn ich selber keine Turniere und Co. reite, sondern zum Spaß an der Freude, finde ich es dennoch faszinierend und sehr anspruchsvoll, wenn jemand Turniere reite. Ich selbst würde es mich nicht trauen.

    Viele Grüße das Fräulein_Ich von pferdigunterweg.com

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