Test of Choice- eine tolle Sache

Heute fand bei uns auf der Reitanlage ein sogenannter Test of Choice statt.

Da hat mal jemand eine richtig gute Idee gehabt.

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Das neue Viereck wurde aufgebaut, mit Blumen geschmückt, die Bandenwerbung hing schon bereit, die Richterhäuschen waren aufgebaut. Für manche ist das ja auf dem Turnier schon schwer genug, wenn sie guckige Pferde haben, zuhause auf der eigenen Anlage ist das praktisch eine Katastrophe für Reiter und Pferd, wenn der gewohnte Platz plötzlich völlig anders aussieht.

So war das für unsere Reiter heute eine tolle Trainingsmöglichkeit unter fast denselben Bedingungen wie auf dem Turnier im Viereck ihre Aufgabe reiten  zu können. Klar, die Musik, der Ansager und die Klingel fehlten, dafür war rundum noch genug Action mit Aufbau, Traktoren usw. geboten, so dass es wirklich anspruchsvolle Bedingungen waren.

Zudem wurde der Test of Choice noch von unserem Reitlehrer, Herr Beerhenke, der ja selbst auch Richter ist, begutachtet und kommentiert, so dass jeder Reiter am Ende auch noch ein paar Verbesserungsvorschläge mit nach Hause nehmen konnte.

Ich habe die Chance mit Ginny genützt.  Bei Ginny ist das gucken überhaupt kein Problem. Sie schaut vielleicht mal ein Blümchen kritisch an, das ist aber kein Problem, sie geht da recht easy weiter. Wir haben ein ganz anderes Problem. Das allbekannte. Die Blüternerven, die recht zart besaitet sind und gerne mal kleinere oder größere Risse bekommen.

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Nicht gerade zuträglich für unsere Nerven ist es, dass Ginny inzwischen einige L-Dressuren auswendig kennt und schon genau weiß, wann was kommt und dann dementsprechend aufgeregt wird. Und Aufregung äußert sich bei ihr eben meistens in blockieren, da ist es egal, ob wir im Viereck oder im Springplatz sind. Nur, dass man im Viereck eben mehr Ruhe reinbringen kann, als im Parcours, wo man ja doch galoppieren sollte und somit wenig für Ruhe sorgen kann.

 

Und genau deswegen war das heute eine tolle Übung. Erstmal bin ich ganz normal losgeritten. An der altbekannten Stelle, gaben die Nerven auf und sie hüpfte. Auf dem Turnier kann ich in dem Fall nichts anderes machen, als weiterreiten, gute Miene zum Bösen Spiel zu machen und die Prüfung zu Ende bringen. Klar, kann man danach nochmal auf dem Abreiteplatz nacharbeiten, aber das ist eben anders als im Viereck.
Und heute konnte ich genau die Lektion korrigieren, auch genau in dem Moment, als es notwendig war. So konnte ich nach dem hüpfenden angaloppieren einfach abwenden, zum Schritt durchparieren und das Ganze wiederholen. Solange bis sie gemerkt hat, dass sich die Aufregung nicht lohnt. Dann weiter im Galopp- Aus der Ecke kehrt- die nächste Problemsituation. Wieder der hüpfende Hase und wieder konnte ich in Ruhe korrigieren.

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Das war echt gut. Ich brauchte tatsächlich eine ganze Weile, bis ich die Galopptour reiten konnte, musste mit ein paar Tricks arbeiten, indem ich andere Wege geritten bin und mich erst langsam an die Wege aus der Aufgabe rangearbeitet habe. Aber wir haben es geschafft. Wir konnten tatsächlich Aus der Ecke kehrt reiten, ohne zu hüpfen.  Das war dann doch ein kleiner Erfolg für mich und auch für Ginny.  Ob sie es sich bis Samstag merkt, weiß ich nicht, aber eine gute Übung war es auf jeden Fall. So was sollte es viel öfters geben.

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Das wäre genau das, was wir für Ginny im Parcours mal bräuchten. Einen Parcours unter Turnierbedingungen, aber doch mit der Zeit korrigieren zu können und dem Pferd mit Ruhe und Zeit zu zeigen, dass die Aufregung überhaupt nicht notwendig ist.

4 Gedanken zu “Test of Choice- eine tolle Sache

  1. teamkaupp schreibt:

    ja, da hast du Recht. Zuhause macht es ja auch Sinn, immer mal die Aufgabe zu beginnen und dann eben an der Problemstelle anders weiterzureiten, als es das Pferd erwartet. Nichstdestotrotz sind meine so schlau, dass sie auf dem Turnier gleich wieder Bescheid wissen.

  2. Anna schreibt:

    So ein Problem, dass das Pferd die Aufgabe schon kennt, gibt es ja bei vielen, aber wäre es da nicht sinnvoll, so wie du Ginny beim Test of CHoice gearbeitet hast, das viel häufiger mal einfließen zu lassen?
    Ich habe das Problem (Toi toi toi) nicht, aber ich höre es immer wieder von Freunden, teilweise haben die das jedes mal wenn die eine Aufgabe reiten, ob unter Turnierbedingungen oder nicht. Oder verliert sowas auch nach einer gewissen Häufigkeit den Effekt?

  3. Emma schreibt:

    Im Reitverein in Weil Der Stadt gibt es anfangs vom Jahr immer Springen mit Turnierhinternissen da kann man üben wie bei Turnier Bedingungen das echt super weil man kann nochmal ne runde reiten wenn die davor nicht gut war und das für einen kleinen Preis

    Finde das echt ne super Einrichtung

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