Alltag bei uns- der Tag nach dem Turnier

Alltagsberichte wurden gewünscht.

Gewünscht-Geschrieben.

Auch, wenn unser Alltag genauso unspektakulär ist, wie bei jedem anderen.  Aber vielleicht ist es ja genau das, was es ausmacht. Wir sind genauso wie ihr. Nur, weil wir unsere Arbeit mit euch im Netz teilen, sind wir nichts anderes. Bei uns läuft das genauso ab, wie bei euch auch, aber lasst euch von mir mitnehmen in den Tag nach dem Turnier, und was dann bei uns so passiert oder auch nicht passiert.

Eins noch kurz vorweg. Die meisten hier haben ja bestimmt schon mitbekommen, dass inzwischen auch auf Insta und daraus resultierend auch auf den privaten Blogs das Kennzeichnen von Werbung verlangt wird. Es ist zwar  bei uns sicherlich nicht so, dass wir alles, wo ein Markenname draufsteht gesponsert bekommen, das heißt, wir bekommen nicht alles geschenkt und präsentieren es euch dann, aber da auf den Bildern immer wieder viele Marken auftauchen, die ich auch nicht wegfotografieren kann und will, gebe ich euch hier mal wieder den Hinweis, dass es hier auch

PRODUKTPLATZIERUNGEN

geben kann. Das soll euch aber nicht weiter stören, außer meiner rechtlichen Absicherung, dass ich das hier so schreiben darf, wie ich es schreibe wird sich nichts ändern. Zu diesem Thema wird es aber noch einen extra Blog geben.

Jetzt aber zu uns.

Am Tag nach dem Turnier haben unsere Pferde ja immer frei. Koppel, Seele baumeln lassen, vielleicht ein bisschen spazieren gehen, zum Füße vertreten, mehr passiert bei uns nicht.  Da ich Calle gestern noch ein bisschen bewegt habe, hat er seinen freien Tag  mit Ginnys zusammengelegt und so war heute gemeinsames Chillen auf der Koppel angesagt. Gemeinsam heißt allerdings nicht, dass die beiden zusammen auf der Koppel stehen. Das haben wir ein paar mal probiert, das ist Stress pur für alle und die Verletzungsgefahr ist einfach zu groß. Unsere Koppeln sind nicht so groß und Calle versteht manchmal nicht, dass Ginny nicht immer kuscheln will. Dann kann es schnell mal passieren, dass unter den beiden ein Streit ausbricht, der für einen der beiden, ich bin mir nicht sicher für wen, wahrscheinlich nicht gut enden würde. Das ist mir zu stressig, deswegen stehen die Pferde nebeneinander, aber durch einen schutzgebenden Zaun getrennt.

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So, die Pferde sind zufrieden, suchen nach den letzten Grashälmchen, die jetzt auf den Herbst langsam rar werden und lassen sich den angenehmen Wind um die Ohren blasen. Deswegen können sie heute auch mal ohne Fliegenmützchen raus. Das finden sie gut.
Aber nur, weil die Pferde frei haben gilt das für mich noch lange nicht. Ich nütze die Zeit, die die beiden nicht im Stall sind um hier alles zu machen, was gemacht werden muss. Wir stehen ja nicht in einem All-Inklusive Pensionsstall, wo man nichts machen muss, außer reiten, sondern wir machen alles rund ums Pferd selbst. Sprich : Auf die Koppel bringen, wieder reinholen, Misten, Fegen, Futter hinrichten, das machen wir alles selbst.

Eigentlich ist das Ninas Job. Aber Nina ist ja nicht da. Misten kann ich nämlich immer noch nicht. Meine Rückenmuskalatur würde das noch nicht tragen, und so bin ich momentan echt froh, dass ich immer fleissige Helferlein habe, die mich unterstützen und hoffe, dass ich das irgendwann wieder alles selbst machen kann. Bis dahin, Danke an euch alle, besonders an Lutz der immer einspringt, wenn ich etwas nicht selbst kann.

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Trotzdem lasse ich mich natürlich nicht bedienen, sondern mache, was ich eben kann.

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Ja, so sieht es dann bei uns in der heißen Aufräumphase aus. Da hat mal kurz eine Bombe eingeschlagen. Misten, Einstreuen und Futter richten ist angesagt und danach noch den Besen schwingen, damit der Stall wieder ordentlich aussieht.  Da ist schnell mal eine Stunde vorbei.  Trotzdem bin ich über diese Lösung froh, weil meine Pferde beim Misten nicht im Stall stehen, den Staub beim Fegen nicht einatmen, ich immer weiß, was meine Pferde an Futter bekommen und weil es da oben so ganz alleine im Stall auch immer eine gewisse Zeit der Ruhe ist. Man kann es kaum glauben, aber ich genieße die Zeit da oben so ganz alleine.

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Wenn der Stall gemacht ist, geht es daran das Auto aufzuräumen. Kennt ihr das, ein Reiterauto zu haben? Und kennt ihr das, ein Reiterauto nach dem Turnier zu haben? Das ist dann die Steigerung dazu. Und jetzt kommt es noch schlimmer: Kennt ihr das, wenn das Auto dann in die Werkstatt soll? Oje, jetzt wird es brenzlig.  Ich schmunzle immer, wenn die Werkstattleute alles mit Pappe auslegen, die Sitze schützen usw. damit nichts schmutzig wird. Wenn die wüssten, wie mein Auto im Normalzustand aussieht 😦  ich glaube, die würden es mir am liebsten nie wieder geben, wegen Misshandlung und so.  Ja, ich gebe es zu, mein Auto muss echt was aushalten.
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Das Auto im Katastrophenzustand 😦 😦 😦

Den muss ich jetzt ändern.

Also alles raus aus dem Auto. Normalerweise ist der Sattel natürlich im Hänger, aber da ich Calle gestern noch geritten habe und ihn im Verein schon abgesattelt habe, damit ich noch abspritzen kann, nehme ich das Sattelzeug dann auf dem Heimweg im Auto mit, damit ich es nicht nach oben tragen muss. Ist alles ein bisschen komplizierter bei uns.

Jetzt geht es daran, das Sattelzeug zu putzen, aufzuräumen, die Wäsche, die mit nach Hause muss auszusortieren und nach und nach wieder Ordnung ins Chaos zu bringen.

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Und auch der Hänger wartet darauf versorgt zu werden. Direkt nach dem Turnier fehlt mir meistens die Zeit ihn so richtig sauber zu machen, deshalb verschiebe ich das gerne auf den nächsten Tag. Da wird geputzt und gelüftet, damit er geparkt werden kann. Auch der muss jetzt echt dringend mal wieder in die Waschanlage.
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Aber eins nach dem anderen. Das schaff ich bestimmt noch bevor wir nach Kreuth fahren.

So, die Pferde im oberen Stall sin versorgt, stehen zufrieden mampfend auf der Koppel und ich kann zu Paul gehen. Der wartet schon ungeduldig auf mich. Der will nämlich arbeiten. Nach gut 8 Wochen Schritt hat er im wahrsten Sinne des Wortes die Schnauze voll. Der will jetzt laufen. Und zwar auf gar keinen Fall mehr Schritt. Am liebsten Galopp und das möglichst schnell.

Ich habe es tatsächlich probiert, ihn diese Woche anzutrainieren. Wie man es so macht. Lange Schritt reiten. Das ist schon schwierig. Seitwärts hüpfen und auf der Stelle galoppieren kann man nicht als Schritt bezeichnen, oder?  Bei Paul schon. Über diese Woche hinweg musste ich mir tatsächlich eingestehen, dass ich inzwischen zwar schon wieder ein paar Pferde reiten kann, aber mein Pony Paul gehört definitiv nicht dazu. Den packe ich noch nicht. Der hüpft hier und hüpft da, wenn man ihn nicht hüpfen lässt, zieht er einem mit Schwung die Zügel aus der Hand, weil er nicht darf wie er will. An Entspannung ist nicht zu denken und so musste ich den Plan ändern. Das Reiten muss warten, bis Nina wieder da ist, bis dahin mache ich Doppellonge. Ich hätte es ihm gerne gegönnt, geradeaus anzufangen, aber ich muss auch an meine Gesundheit denken und das geht einfach nicht. Schade, kleiner verrückter Paul.

Aber erstmal braucht Paul eine Wellnessbehandlung. Der haart schon wie verrückt. Wo nimmt der nur das ganze Fusselfell her? Wir hatten ja im Frühjahr mal einen Produkttest mit dem Putzhandschuh von Hands on Gloves. Der ist gerade mein ständiger Begleiter. Paul findet ihn super und genießt es von Kopf bis zu den Beinen von seinem Fusselfell befreit zu werden und ich mag das Ding inzwischen auch, weil es einfach durch die Handschuhform gut in der Hand liegt, auf beiden Seiten gleichermaßen einsetzbar ist und ich sogar die Beine damit schrubben kann. Ja, Paul haart sogar an den Beinen.
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Da hatte ich jetzt einen guten Weg gefunden, Paul gefahrlos für  uns beide ordentlich zu bewegen und er sieht doch jetzt schon echt zufrieden aus, oder?

Und bei uns geht es auch schon weiter im Programm.

Auch Paul bekommt eigenes Futter hingerichtet, er hat im Moment ein Seniorfutter, damit er nicht so viel Energie bekommt, aber trotzdem was im Trog hat, wenn die anderen Futter bekommen. Außerdem wird er noch vom Cavalor Matrix ( ihr kennt es aus dem Produkttest) unterstützt und er liebt es. Noch ein bisschen Hustensaft darüber und man kann eine wunderbare Sauerei damit machen, das macht Spaß. Ich muss immer schauen, dass ich außer Reichweite bin, sonst bekomme ich auch noch meinen Teil vom Sabberschlabber ab.

 

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Paul kann nicht warten bis er sein Futter haben darf. Der Frechdachs

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Ja, und das war dann soweit unser „Tag danach“ Pauli ist versorgt, ich habe jemanden gefunden, der ihn heute abend eindeckt, und die Großen stehen schon am Zaun und haben genug „gekoppelt“ Die wollen jetzt rein, essen, schlafen und den Tag ausklingen lassen.  Normalerweise brummeln sie nur vorsichtig, wenn ich komme um sie von der Koppel zu holen. Heute habe ich wohl zu lange gebraucht und bekam ein vorwurfsvolles Wiehern zu hören, so in der Art: “ Das wird aber auch Zeit, dass du mal kommst“

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