CHIO Aachen – es geht weiter

Nach dem Herzschlagfinale der Teilprüfung Gelände war es in Aachen noch lange nicht vorbei. Schlag auf Schlag ging es im sportlichen Programm weiter.

Als ich sah, welche Menschenmassen sich das Gelände angeschaut hatten, dadurch, dass es sich ja so weitläufig verteilt hatte, konnte  man überhaupt nicht einschätzen, wie viele Menschen es tatsächlich sind, war mir ein bisschen mulmig, was passieren würde, wenn die alle aus dem Gelände zurück in Richtung Hauptstadion wandern würden.

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Aber das war überhaupt kein Problem. Auch auf dem Ausstellergelände und in den Stadien verteilte es sich. Man wurde nicht einfach durchgeschoben, es blieb immer mal wieder Platz stehen zu bleiben, ein  Schwätzchen zu halten, Bekannte zu treffen und sich an den zahlreichen Essensständen zu stärken.

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Nachdem wir uns im Teilnehmerzelt Karlis gestärkt hatten ging es auch für uns weiter. Nina schaute immer mal wieder in der Bloggerlounge vorbei, wo sie einige Termine hatten. Heute mittag schauten Meredith Michals-Beerbaum, Isabell Werth, Judy Reinolds und eine Pflegerin der Springpferde vorbei. Hier wurden Fragen gestellt, Interviews geführt und natürlich Fotos gemacht.

Die Interviews führten aber natürlich die erfahrenen unter den Bloggern. Harriet war souverän auf ihre Aufgabe vorbereitet, und man merkte ihr deutlich den Spaß an ihrer Aufgabe an. Sie ist natürlich auch so sicher, egal ob Englisch oder Deutsch, dass sie diese Aufgabe übernehmen kann, ohne Angst haben zu müssen sich zu blamieren.  Die jüngeren, insbesondere Nina, hatten so etwas ja noch nie gemacht und waren dementsprechend still und ließen erstmal die Eindrücke auf sich wirken.

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Die Presse fand das zwar manchmal etwas befremdlich, aber ich glaube, die hatten irgendwie auch ein falsches Bild von  Bloggern. Wir sind ja keine Journalisten, wir sind einfach nur ganz normale, private Leute, die euch ein bisschen in unsere Welt mitnehmen. Wir berichten über uns und unsere Pferde, nicht über andere. Das war fremd für uns. Nur weil jemand mal ein paar Fotos macht und über seine eigenen Arbeit mit seinen eigenen Pferden berichtet, vorwiegend vor dem Computer arbeitet, heißt das noch lange nicht, dass derjenige auch freudig auf andere Menschen zugeht und mit denen in möglichst allen Sprachen kommuniziert.
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Auch hier in Aachen berichten wir ja nicht, wie Journalisten es tun, für eine große Zeitung oder so, nein, wir zeigen euch nur unsere persönliche Seite, wie wir das CHIO kennengelernt haben, was uns begeistert hat, und welche Eindrücke wir mit nach Hause nehmen. Völlig privat und vor allem, ohne den professionellen Berichterstattern ins Handwerk pfuschen zu wollen. Von Reiter zu Reiter praktisch. Und wenn man mal im Pressezentrum war und sieht, mit welcher Ausstattung die Profis arbeiten, dann weiß man auch ganz klar, dass man wirklich nur ein ganz, ganz kleiner Blogger ist, der mal ein paar Zeilen schreibt und ein paar Fotos macht, von denen die meisten immer noch Glückstreffer sind.
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Was die vielen Menschen im Pressezentrum leisten, die für die großen Zeitungen und Internetauftritte schreiben, recherchieren, filmen, fotografieren und berichten, ist phantastisch.  Hier ist rund um die Uhr Trubel, hier wird 24h gearbeitet. Es ist beeindruckend, wie es bei so einem großen Event hinter den Kulissen zu geht und was das eigentlich für ein Aufwand ist, das alles zu koordinieren und zu bewältigen.

Aber wir bekamen auch einiges vom Sport mit. Am Nachmittag lief der Youngster Cup für 7 und 8 jährige Springpferde, die den älteren Kollegen in nichts nachstanden. Was diese jungen Pferde schon für eine Routine und Selbstsicherheit am Sprung haben, selbst in dieser großartigen Kulisse cool bleiben, und sich von ihren Reitern unterstützen lassen, das ist schon ganz große Klasse. Die 7jährigen starteten am Anfang, für die 8jährigen wurde der Parcours dann leicht erhöht. Wir sahen tollen Sport, vielversprechende Nachwuchspferde und erlebten eine Stimmung, wie wir sie bisher noch nicht kannten.

Ganz besonders haben wir natürlich mit Meredith und ihrem Calle mitgefiebert, weil sie uns mittags erzählt hatte, dass sie ihn noch nicht lange unter dem Sattel hat und selbst sehr gespannt ist, wie er sich hier schlagen wird. Aber Calle ging eine sprunggewaltige, souveräne Runde und Meredith freute sich sichtlich, als sie im Ziel war. Das macht sie so symphatisch.
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Und auch damit war unser Tag noch nicht zu Ende.  Am Abend,  wenn die Stimmung durch den Sonnenuntergang hinter dem Stadion nochmal  ein bisschen mysthischer wird, durften wir noch den Lavazza-Preis sehen. Der Lavazza-Preis ist eine Prüfung in der jeweils ein Vielseitigkeitsreiter, zwei Springreiter und ein Vierspännerfahrer als Team antreten. Das gesamte Team kommt gemeinsam in die Bahn. Der Vielseitigkeitsreiter startet über seinen Parcours, dann starten die beiden Springreiter, danach der Vierspänner, der inzwischen den Vielseitigkeitsreiter als Beifahrer eingesammelt hat.  Diese Prüfung sorgte mächtig für Stimmung im Stadion, die Reiter gaben alles und der einsetzende Regen störte in dem Moment niemand, außer dem Boden. Besonders bei den rasanten Vierspännern musste die Grasnarbe einige Blessuren einstecken, der Parcoursdienst war kräftig gefordert die gröbsten Schäden gleich zu beseitigen.
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An den letzten Bildern hier merkt man dann schon, dass meine Kamera deutlich an ihre Grenzen kommt, was ihr als „Hausfrauenkamera“ auch zu steht.  Es war inzwischen ganz schön spät geworden ich glaube wir sind um halb zwölf hundemüde von diesem langen Tag einfach ins Bett gefallen und waren weg.