Der Freitag in Aachen- CHIO 2017

Schon früh ging es heute in Aachen wieder los.

Gleich morgens gab es ein gemeinsames Treffen in der Bloggerlounge, bei dem wir auch den Präsidenten und obersten Chef des Turniers kennenlernten. Er erfuhr von uns, was Blogger eigentlich sind und machen und ließ sich bei der Gelegenheit gleich mal einen eigenen Instagramaccount einrichten.

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Im Gegenzug erzählte er uns viele Dinge über das Turnier speziell, über Ziele, Organisation, sein Team und welche Veranstaltungen es sonst noch so in Aachen gibt.

So hatten wir einen unterhaltsamen Morgen in der Blogger-Lounge, bevor wir uns ins Getümmel stürzten.
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Während ich mich in der Pressestelle niederließ und euch den Blog über die Geländebegehung geschrieben habe, hatte Nina ihr Treffen mit der Gewinnerin des Tickets, mit der zusammen sie dann ein Springen angeschaut hat.

Nachdem der Blog online war, hatte ich Zeit ein bisschen über das weitläufige Gelände zu schlendern. Jetzt, am zweiten Tag wird alles schon ein bisschen übersichtlicher, man ist nicht mehr ganz so erschlagen von der Größe und findet sich schon immer besser zurecht.  Ich hatte mal die Kamera am Anschlag und habe für Euch mal so quer  Beet über das Gelände fotografiert.

Und hier wurde tatsächlich an alles gedacht. Dieser Spielplatz für Kinder hat mich ja besonders begeisert. Das gab es zu meiner Zeit noch nicht, als meine beiden noch klein waren. Deshalb weiß ich, wie schwierig, nein, nahezu unmöglich es ist, eine Prüfung mit zwei Kindern im Schlepptau anzuschauen. Eine tolle Idee vom CHIO und dem Robinson Club, diese Art von Kinderbetreuung anzubieten.

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Besonders gefreut hatte ich mich natürlich auch bekannte Gesichter zu sehen. Ein kleiner Abstecher an den Stand unseres Sponsors Hauke Schmidt Finest Gloves durfte nicht fehlen. Am Magic Tack Stand gab es dann ein besondere Überraschung für mich. Haben die doch tatsächlich mein Bild als Hintergrundbild für den Stand genommen. Wow, das hat mich natürlich gefreut. Die neuen Caramel-Handschuhe mit dem Glitzerpatch  sind aber auch einfach schön.

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Nach meinem großzügigen Spaziergang über das Gelände, bei dem ich doch glatt die Vielseitigkeitsdressur verpasst habe, gab es für uns eine Stallführung. Uns wurde erklärt, dass die Stallungen mit 430 Boxen nur für Events genutzt werden. Turniere, Lehrgänge, Quarantäne als Vorbereitung für Turnier beispielsweise Olympia werden hier durchgeführt, ansonsten steht die Anlage leer.

Beim Bau der Boxen wurde sehr viel Wert auf das Wohl der Vierbeiner gelegt. Gemauerte Stallungen, die auch bei diesen hohen Temperaturen ein kühles Klima haben, kleine Einheiten, dass nicht zuviel Unruhe in den Stallungen ist und die Pferde sortiert nach den Prüfungen, die sie gehen. Wenn dann beispielsweise das Springen abends lang geht, dann ist dort morgens, wenn die Dressurler am Start sind noch Ruhe und umgekehrt. So und durch die Vorschrift, dass nur Reiter, Pfleger und Pferdebesitzer in den Stallbereich dürfen wird hier für die größtmögliche Ruhe für die Pferde gesorgt, damit die zwischen ihren Prüfungen auch abschalten können.

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Eine komplette Klinik mit rund 20 Tierärzten, einem Ultraschall und einem Röntgengerät steht den Pferden zur Verfügung, bei schwereren Problemen gibt es die Pferde-Ambulanz, die die Pferde in die nächste Klinik bringen könnte, was aber zum Glück nicht so oft vorkommt.

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Abspritzplätze für die Pferde, Physiotherapie für Reiter und Pfleger, hier wurde an alles gedacht.

 

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Nach der Stallführung hatte ich Zeit ein bisschen Dressur zu schauen. Das Deutsche Bank Stadion ist schon ganz schön imposant. Während draußen die anderen Pferde auf drei Plätzen gearbeitet werden, konnte ich hier einen Teil der U25 Dressur anschauen. Ganz interessant dabei ist auch das Zuschauerrichten, bei dem die Zuschauer über eine Handyapp ihre eigenen Noten vergeben können. Das Ergebnis wird dann auf dem Monitor mit dem Ergebnis der Jury verglichen. Die Reiter, die ich angeschaut hatte, haben im Zuschauerranking rund 2% besser abgeschnitten als bei den Richtern, aber die Reihenfolge war ähnlich. Das ist schon eine tolle Idee um das Dressurreiten transparenter und interessanter zu  machen. Auf dem Monitor kann man auch immer gleich mitverfolgen wie der aktuelle Reiter nach jeder Lektion liegt und wie er damit im Vergleich zum Führenden ist. Man sieht also gleich an der Prozentzahl, wenn eine Lektion gut oder schlecht bewertet wurde und kann so nachvollziehen wie die Noten zustande kommen.

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Aber da dann das Springen der Vielseitigkeitsreiter begann habe ich dann doch meinen Platz im Dressurstadion verlassen und bin wieder auf die Pressetribüne umgezogen. Hier wollte ich dann doch mal die ganze Prüfung sehen. Wir haben aber auch echt tolle Plätze auf der Pressetribühne. Mich fasziniert ja neben dem Parcours auch die Kulisse die das Stadion mit sich bringt, vor allem, wenn es anfängt zu dämmern und die Sonne hinter dem Stadion verschwindet und das Flutlicht an geht, das ist ein Stimmung, die kann man so in Worten gar nicht beschreiben. Das ist schon eine Gänsehautstimmung. Da ich ein bisschen zu früh war, habe ich noch die Siegerehrung der Fahrer gesehen, die auf dem Hauptplatz stattfand.

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Die Deutschen Reiter waren wieder, wie auch gestern abend schon im Nationenpreis, top in Form. Fast alle konnten den Parcours fehlerfrei beenden. Sehr schade war es allerdings für Sandra Auffahrt und ihren Wolle, die einen Fehler verbuchen musste und damit die Führung an Ingrid Klimke abgeben musste. Hauchdünn dahinter folgt dann Michael Jung mit seinem Sam. Wir freuen uns schon auf das Gelände morgen, und die tollen Pferde der Deutschen Equipe mal live und in Farbe zu sehen.

Auf dem Hauptplatz zeigte das Rheinische Pferdestammbuch noch eine tolle Schaunummer. Sie präsentierten alles, was die Rheinische Pferdezucht zu bieten hat und das war so viel, dass es das gesamte Stadion gefüllt hat.

Vom der Minipony-Kutsche über die Ponys und Pferde u.a. des Ferienhofs Stücker, über Gespanne, Kaltblüter, alles war hier in einem großen Schaubild vertreten.

Nach dem Springen wanderten wir wieder über das Gelände, kamen aber leider zu spät im Dressurstadion an. Hier hätte die Quadrillenprüfung auf M-Niveau stattgefunden, von der wir aber nur noch die letzte Quadrille gesehen haben. Das war echt schade, da diese letzte Vorstellung einfach nur interessant war. Auf was für Figuren diese Reiter gekommen sind, wie sie es ausgeführt haben, das war schon vom allerfeinsten. Da hätte ich im Nachhinein doch gerne alle gesehen. aber man kann halt nicht überall gleichzeitig sein.

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Damit war der sportliche Teil des heutigen Tages auch vorbei. Wir schlenderten noch ein wenig durch die Stände, wobei wir shoppingmäßig zwar viele Anregungen bekommen, uns aber sicherlich zurückhalten werden. Wir haben ein paar Sachen auf der Einkaufsliste stehen, unter anderem schleiche ich immer wieder um die Ascot-Kandaren für Ginny und wahrscheinlich werde ich da eine mitnehmen, falls sie eine in Ginnys Größe haben. Als Schnäppchen haben wir heute ein paar Fliegendecken für unsere Pferde im Stall und auf der Koppel ergattert, da die Fliegen zuhause momentan super aggressiv sind und unsere Anna Scarpati Decken aber zu schade dafür sind, dass sie sie auf der Koppel kaputt machen.