Produkttest – Animo W-Pad

Heute gibt es mal wieder einen Produkttest für euch.

Unser Partner Reitsport Fundis hat uns das neue Pad von Animo zur Verfügung gestellt, damit wir es mal ausprobieren können.

Das haben wir natürlich gerne gemacht.

 

Bei uns ist es ja so, dass unsere Sättel auf mehreren Pferden liegen.  Anders wäre das auch auf dem Turnier logistisch gar nicht möglich, da wir, wenn wir Busch reiten und drei Pferde dabei haben, sonst sechs Sättel mitnehmen müssten.  Im Busch hat man ja sowieso unendlich viel Zubehör dabei, ich wüsste gar nicht, wo ich mit all den Sätteln hin sollte.

Und so ist es für uns wichtig, dass wir unsere zwei Springsättel und den Dressursattel auf möglichst viele, auf jeden Fall aber auf unsere drei Pferde legen können.

Natürlich sind unsere drei Pferde völlig unterschiedlich in Größe und Statur und trotzdem haben wir Sättel gefunden, die wahre Multitalente sind.  Das ist aber ein anderes Thema.

Im Großen und Ganzen liegen die Sättel schon mal auf allen Pferden ganz gut, trotzdem helfen wir bei dem einen oder anderen immer mit einem Pad nach.

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Bisher hatten wir verschiedene Lammfellpads unter den Sätteln, aber die lassen sich halt einfach nicht so gut waschen. Man versucht immer das Lammfell so gut wie möglich zu schonen, immer nur mit Lammfellwaschmittel zu waschen, optimal zu trocknen, damit es auch nach dem Waschen noch fluffig ist und trotzdem sieht es irgendwann nicht mehr so schön aus.

Da ich ja immer auf der Suche nach pflegeleichten Alternativen bin, hat mir an dem neuen Animo Pad natürlich gleich gefallen, dass ich den Bezug abnehmen und waschen kann.

Im Gegensatz zu den Pads, die man inklusive Bezug in die Maschine steckt und die manchmal als Knotengebilde wieder rauskommen, wird hier das Innenleben nicht gewaschen, sondern eben nur der Bezug. Das ist eine gute Idee und kommt mir sehr entgegen.

So wie wir die Lammfellpads in verschiedenen Farben haben, gibt es das auch beim Animo Pad. Man kann je nach Geschmack zwischen dunkelblau, braun, grau, weiß und schwarz wählen, so dass man sich seinem jeweiligen Outfit  (vorwiegend wird es das Turnieroutfit sein) anpassen kann.  Bei uns war ja klar, dass wir uns für das blaue entscheiden.

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Da ich das Pad aber auch unter dem Dressursattel liegen habe, bin ich ernsthaft am überlegen, ob gleich auch noch ein weißes bei uns einziehen wird. Eigentlich gibt es da nicht viel zu überlegen. Jetzt, da sich unsere Ginny dazu entschieden hat, Dressur als neue  Berufung anzusehen und wir sie auch regelmäßig auf dem Turnier Dressur reiten werden, ist klar, dass wir auf dem Turnier mit derselben Ausstattung reiten wie zuhause.

Bei Ginny haben wir nämlich den größten Unterschied gemerkt, seit das Pad unter dem Dressursattel liegt. Sie hatte ja schon immer kleine Probleme mit dem Sattel und dem Gurt und wurde lange Zeit sogar nur ohne Sattel geritten, weil sie immer klemmte, sobald der Sattel drauf lag und angegurtet war.  Auch verschiedene Sattler mit guten Ideen konnten dem lang keine Abhilfe schaffen.

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Nach ihrer Auszeit, ging es eigentlich ganz gut mit dem anatomisch geformten Gurt, der nie zu fest gemacht wird und beiden Sätteln, Dressur, sowie Springen. Aber eben nur ganz gut, nicht richtig gut. Im Dressursattel merkte man schon manchmal wie sie beim aussitzen noch ein bisschen klemmig wurde. Der Takt war dann nicht mehr so gut wie im leichttraben und der Galopp wurde immer kürzer und hakeliger.

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Wir hatten uns jetzt nicht wirklich eine Besserung davon erhofft, nur weil ein anderes Pad unter dem Sattel liegt, schließlich hatten wir bisher ja auch was drunter. Aber sie belehrte uns eines Besseren. Schon beim ersten Mal reiten war sie losgelassener und ließ sich aussitzen, ohne sich zu verspannen. Wir glaubten erst an eine Sternstunde ihrerseits und beachteten es nicht weiter. Inzwischen reiten wir aber schon rund 6 Wochen mit dem Pad und die Sternstunden werden regelmäßig. Es scheint ihr also tatsächlich gut zu tun. Jetzt, wo wir sie mehr und länger aussitzen können, können wir natürlich nochmal ganz anders an versammelnden Lektionen arbeiten, so dass man ihr schon anmerkt, wie sie langsam vernünftige Muskulatur aufbaut und wir weniger Probleme damit haben, die Hinterhand unter den Schwerpunkt zu bekommen.

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Ja, es scheint wohl, als würde mit nichts anders übrig bleiben, als noch ein weißes fürs Turnier zu bestellen, da ich ja die Dressur weder mit dem blauen reiten will, noch mich trauen würde in der Prüfung auf ein anderes umzusteigen.

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Bei Calle hatten wir ein anderes Problem.

Calle ist ein bisschen gut über den Winter gekommen und hat sich eine Notfallspeckschicht für eine eventuell ausbrechende Hungersnot angefressen. Dadurch lag der Springsattel nicht mehr ganz optimal und rutschte nach hinten. Da wir aber das Problem erkannt haben und Calle gerade ehrgeizig Diät macht, lohnt es sich nicht, den Sattel ändern zu lassen, wir hoffen ja, bald wieder mit einer Sportlerfigur aufwarten zu können. So ließen wir aber eben wegen der größeren Körperfülle auch im Widerristbereich das Lammfell unter dem Sattel weg, weil der Sattel sonst zu eng geworden wäre.

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Aber wir wollten ja ein paar Fotos mit dem Pad für den Produkttest machen, also machten wir es einmal zum Springen drauf. Beim Satteln dachten wir noch, oje, das ist aber dick und der Sattel schwebt irgendwo über dem Pferd, aber als der Sattel angegurtet war und Nina drauf saß merkten wir, dass es sich so perfekt der Sattellage anpasste, dass es nicht mehr so sehr auftrug und man nicht das Gefühl hatte, es würde Calle einengen.  beim Widerristbereich haben sich die Hersteller was gedacht. Da ist es nämlich ungepolstert und lässt sich so prima am Widerrist auskammern und der Schabracke anpassen.  Der zweite positive Nebeneffekt war, dass der Sattel nicht mehr nach hinten rutschte. Nach der Benutzung,  waren wir also schon überzeugt davon und seitdem hat er es immer drauf.

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Unser dritter Testpilot war unser Pony Paul. Pauli hat so einen ganz leicht durchhängenden Rücken und geht eigentlich immer mit Pad. Nur, waren unter seinem Sattel die Pads irgendwie immer zu groß oder zu klein, so richtig zufrieden waren wir nicht, waren schon beim Satteln immer am rumzuppeln. Noch ein bisschen nach vorn, nein doch  nach hinten….
Das Animo Pad ist Einheitsgröße.  Wir dachten erst, Pauli würde darunter ertrinken, weil es so groß ist. Aber das war gar nicht so. Auch auf Paul lag es einwandfrei und nun hat das Gezuppel beim Satteln für uns auch ein Ende.

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Abschließend kann ich nur sagen, dass wir anfangs recht skeptisch waren, weil es beim ersten Satteln sehr dick und wuchtig wirkte, aber schon das erste Mal reiten zeigte uns, dass es sich sehr schön dem Pferderücken anpasst und man eben gar nicht weit weg vom Pferd ist, sondern ein gutes Gefühl zum Pferderücken behält.

Das Waschen überzeugt mich ja mal wieder, aber das kennt ihr ja schon von den anderen Produkten. Ich habe so viel Wäsche, dass das für mich wirklich ein schlagendes Argument ist, wenn ich mir die viele Arbeit, die ja gemacht werden muss, aber keinen Spaß macht ein bisschen erleichtern kann.

Wie das Pad den Langzeittest übersteht können wir, wie bei allen Produkttests natürlich nach 6 Wochen noch nicht sagen, aber wir werden euch auf dem Laufenden halten, wie wir auch im längeren Gebrauch damit zufrieden sind.

Danke an dieser Stelle nochmal an Reitsport Fundis für das Vertrauen in uns und das Zur-Verfügung-Stellen des Pads, das ihr unter diesem Link finden könnt.

https://www.fundis-reitsport.de/neuheiten/5919/animo-sattelpad-w-pad