Outfit Dressur ganz klassisch in blau-weiss

Heute habe ich mich mal für eins meiner persönlichen Lieblingsoutfits entschieden, das trotzdem so vielfältig kombnierbar ist, dass es mir schon wieder schwer fiel mich zu entscheiden.

Ganz besonders gern habe ich ja meine Jeansreithosen, und die herum ich heute mein Outfit gebastelt habe.

Blau finde ich, passt zu allen unseren Pferden, diese Farbe ist einfach, mit weiss oder silber kombniert wirkt das Ganze immer recht unauffällig und trotzdem edel.  Ich kombiniere das dann bei den verschiedenfarbigen Pferden noch ganz gern mit den Bandagen oder Gamaschen, wobei ich mich bei der braunen Ginny gerne für hellen Beinschutz, bei Calle eher für dunklen Beinschutz entscheide.  Bei Pauli, ist es egal, da er zu jeder Farbe einen Kontrast bildet, aber der war heute im Gelände entspannen, deshalb ist er im heutigen Outfitpost nicht dabei.
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Heute gibt es ein paar neue Teile vorzustellen, wer Nina`s Instastory gesehen hat, weiss ja, dass wir unserem Partner Fundis Reitsport am Freitag mal wieder einen Besuch abgestattet haben. Der Grund hierfür war eigentlich, dass ich selbst ein neues Turnieroutfit brauche, da ich mein altes komplett verkauft habe. Wer dachte auch schon, dass ich nochmal selbst Turnier reiten werde? Also ich nicht.

Den Beginn des Outfitpostes machen heute aber die Pferdebeine.

Ich war im Februar Stoff kaufen für neue Bandagenunterlagen. Ich habe auch einen ganz tollen gefunden. Dunkelblau schimmernd und superweich. Den musste ich haben. Zuhause musste ich aber schnell feststellen, dass ich, mit meinen laienhaften Nähkünsten, mit diesem Traum von Stoff völlig überfordert bin. Er dehnte sich schon beim Zuschneiden in alle Himmelsrichtungen und dass die Katze mit ihre Hilfe angeboten hat, brachte mich auch nicht weiter. Ich dachte schon: „Na prima, hast einen Traumstoff gekauft und bist zu doof ihn zu verarbeiten.“ So lag der Stoff lange im Keller rum, bis ich zuzfälligerweise im Facebook auf einen Post einer meiner Ponygruppenmütter stieß, die von ihr angefertigte Näharbeiten zeigte. Das war mein Zeichen. Da musste mein Stoff hin. So brachte ich ihr den Stoff, die Borte, die ich mir dafür ausgesucht hatte, eine fertige Unterlage als Muster und wünschte ihr viel Spaß und gute Nerven bei der Verarbeitung. Und letzte Woche kamen die fertigen Unterlagen bei mir an. Sie hat es tatsächlich geschafft aus diesem komplizierten Stoff traumhafte Unterlagen zu fertigen. Eigentlich farblich ganz einfach, aber durch den schimmernden Stoff einfach ein Träumchen. Vielen Dank an dieser Stelle dafür. Es wird bestimmt nicht mein letzter Auftrag für dich gewesen sein.

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Die Unterlagen habe ich bei Calle mit den navyblauen Animobandagen kombiniert, bei Ginny Gibson mit den weissen Animobandagen. Diese Bandagen mag ich sehr gerne, weil sie pflegeleicht sind. Das Fleece ist sehr feinporig und so bleibt wenig Schmutz darin hängen. Reiten, Waschmaschine, kurz trocknen und gut ist. Ein Strafarbeit ist es ja für mich, wenn ich die Bandagen immer erst mal ewig ausbürsten muss, bevor sie mal in die Maschine können, ich benutze ja schliesslich nicht nur ein Paar in der Woche und Bandagen waschen und aufwickeln ist ja so schon Arbeit genug. Bei Ginny habe ich leider vergesssen, dass sie so zarte Rehbeinchen hat, dass ich eigentlich dickere Unterlagen unter die Bandagen machen muss. Dadurch, dass die Beinchen kaum vorhanden sind, sind bei ihr immer die Klettverschlüsse der Großpferdebandagen etwas zu lang und stehen hinten ganz leicht ab, wenn ich nicht genug unterpolstere.  Beim nächsten Mal denke ich wieder dran.
Ginny bekommt seit einiger Zeit zusätzlich Springglocken dran, da sie ihre Beine noch nicht immer so ganz unter Kontrolle hat. Sie schiebt gerne mal recht ehrgeizig mit dem Hinterbein, kommt dann aber vorne nicht schnell genug weg und so fliegen des öfteren die Eisen. Das mag unser Schmied natürlich nicht so gerne, er mag Ginny ja, aber jede Woche möchte er sie dann doch nicht sehen. So geht sie eben immer mit Springglocken, die am Rand oben mit Fell gepolstert sind, da sie sonst gerne mal in der Fesselbeuge aufscheuert. Wichtig an den Springglocken mit Fell ist natürlich, dass man den Rand sauber hält. Ist der schmutzig oder verklebt, nützt die Fellfunktion ja nicht mehr, die kommen also auch regelmäßig mindestens aber einmal in der Woche in die Waschmaschine.

Unter den Amerigo Dressursattel habe ich mich heute   für die dunkelblaue Animo Schabracke mit Wappen und weissem Rand entschieden. Ursprünglich hatte ich eine andere drauf, die mit silber eingefasst war, bis ich gemerkt habe, dass das eine Springschabracke war und musste sie  nochmal wechseln. Aber diese ist auch sehr schön und weiss und silber ergänzen sich ja auch schön. Auch hier bin ich ganz froh, dass die Schabracken keine Schlaufen zur Befestigung haben. Nur die am Gurt, das reicht auch. Dieses ständige Schlaufengebastel ist mir immer zuviel Gefummel, da ich ja nach jedem Pferd den Sattel komplett auseinanderbaue. Der Hintergrund dessen ist, dass ich nicht gerne verschwitzte Schabracken unter dem Sattel lasse, da ich immer Angst habe, dass der salzhaltige Pferdeschweiss dem Sattel nicht gut tut und ausserdem sehe ich nicht ein, dass es sich die Mäuse in der Sattelkammer in meinen Schabracken gemütlich machen. So hängen die immer extra zum Trocknen und zur Sicherheit.

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Seit wir bei Ginny nicht so recht wussten, ob sie Sattelzwang hat oder nicht, gehen unsere Pferde mit den anatomisch geformten Gurten. Wir haben einen Lammfell und einen Ledergurt, die geben sich beide nichts, und der, der gerade parat hängt wird benützt. Gestern war es der schwarze Ledergurt, der zum Glück beiden Großen passt, so dass wir da nicht wechseln müssen.

 

Zum diesem Outfit habe ich mich für die silbernen Freejumps entschieden, die inzwischen auch zur Grundausstattung am Dressursattel gehören. Die dunkelblauen, die es jetzt gibt, hätten natürlich auch schön dazu gepasst, aber die haben wir (noch) nicht.

Ginny geht ja immer mit verschiedenen Trensen. Ihr ist es relativ egal, was sie drauf hat, deshalb können wir immer das nehmen, was uns gerade gefällt. Gestern war das die Micklem mit dem blau/ silbernen Magic Tack Stirnband und unserem Team Kaupp Ohrenkäppchen von Bemützt.

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Die Ohrenkäppchen von Bemützt vermehren sich im Moment in unserer Ausstattung so rasant wie Lea häkeln kann. Immer wieder fallen uns neue Farbkombinationen ein, die wir noch brauchen. Ja, Ohrenkäppitechnisch waren wir bisher nicht so gut ausgestattet, weil hier auch wieder alle drei Pferde andere Größen brauchen und manche von der Stange trotzdem nicht richtig gepasst haben. Lea weiß genau, welches Pferd, welches Mützchen braucht und macht sie genau so wie sir sie brauchen.

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Calle ging heute zum ersten Mal seit langer Zeit mal wieder mit Kandare. Nicht, weil es irgendeinen tieferen Sinn hätte, nein, Calle wird kein Dressurpferd werden. Einfach nur, weil es mir danach war. Und ihr wisst ja, ich finde, dass auch ein Springpferd eine ordentliche Grundausbildung in der Dressur haben sollte, genauso, wie ich denke, dass auch ein Dressurpferd gut ein bisschen Abwechslung in Form von Springen oder Stangenarbeit vertragen kann. Und so war für Calle heute mal ein bisschen ernsthafte Dressur angesagt und er hat echt gut mitgemacht. So ab und zu scheint ihm das auch echt Spaß zu machen.

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Am Anfang hatte ich noch die Softshelljacke von Animo an. Die Jacke ist ganz dünn, aber durch das Softshellmaterial winddicht. Ich trage sie auch oft dann noch zusätzlich unter einer noch wärmeren Jacken, gerade, wenn das Wetter sich mal wieder nicht entscheiden kann. So muss ich nicht ständig Jacken an und ausziehen, ich ziehe einfach alles übereinander. Das geht natürlich nur, weil diese so schmal geschnitten ist und keine Falten unter den anderen Jacken wirft. Ich trage sie oft anstatt eines Pullovers, weil sie eben doch wärmer ist als ein Pulli, vor allem, wenn man vor oder nach dem Reiten noch eine Runde aussenrum geht, oder es ein bisschen regnet.

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Ist halt doch ein Hobby-Dressur-Hamster 😉

So, damit waren die Pferde auch schon angezogen. Mit hat das Outfit heute echt gut gefallen, weil es dezent aber dennoch schön war.

Ich selbst hatte heute auch meinen „blauen-weißen  Tag“
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Ich liebe ja meine Jeansreithosen und um die herum kombniere ich ganz gerne den Rest. Das weisse Poloshirt, ebenfalls von Animo liegt schon einige Jahre in meinem Kleiderschrank und wird gerne und oft benützt. Es ist aus Microfaser, praktisch wie so ein Funktionsshirt, hält seine Form auch nach gefühlt 2000 Wäschen noch und ist so dehnbar, dass es einfach superbequem ist. Der Blau-Silberne Kragen passt genau in mein Farbkonzept und so ist es eins meiner meistgetragenen Poloshirts.
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Die Reithose gehört eigentlich Nina, aber es ist ja ganz geschickt, dass wir die Hosen untereinander tauschen können, da meine eigene Jeans, so langsam etwas in die Jahre kommt. Die muss ich ein bisschen schonen, damit ich sie noch lange habe. Bei dieser Hose ist die Besonderheit, der in die Farbe eingelassenen Animoschriftzug auf dem Oberschenkel. Der ist dezent, aber irgendwie echt schön. Ein typisches Animodetail eben. Bei den Animohosen gibt es irgendwie immer etwas zu entdecken. „Extra ordinary Lifestyle“ halt. Sie hat noch den „alten Grip“, deshalb achten wir immer darauf die Hose auf links zu waschen, wie es in der Waschanleitung angegeben ist und der Grip sieht noch aus wie neu.
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Die Handschuhe sind natürlich von Hauke Schmidt. Ich habe hier im letzten Jahr einige verschiedene Modelle ausprobieren dürfen, da ich eigentlich so gar kein Handschuhträger war. Eigentlich haben die mich immer gestört und ich bin immer ohne geritten. Das größte Problem war, dass ich mit Handschuhen nichts machen konnte, nicht satteln, nicht trensen, einfach nichts. So habe ich sie immer ausgezogen und dann irgendwo liegen lassen. Meine Handschuhe waren immer überall, aber nie da, wo ich sie gebraucht hätte. Nachdem ich mich dann durch die verschiedenen Modelle getestet habe, hat sich für mich herauskristallisiert, dass ich mit dem Touch of Class auch im Alltag wunderbar klarkomme und ihn inzwischen bei fast allen Arbeiten rund ums Pferd an habe. So verliere und verlege ich die auch nicht mehr ständig und als zusätzlichen Bonus habe ich keine total rissigen und dadurch schmutzigen Hände mehr, bei denen jede Kassiererin im Supermarkt sich schüttelt, wenn sie Wechselgeld rausgeben muss. 🙂

So, was habe ich denn noch an? Muss grad mal kurz überlegen. Ah, ja klar, die Stiefel.

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Stiefel, auch das war bisher so ein Thema bei mir. Nina musste ich ja schon immer die teureren kaufen, weil sie einfach so dünne Beine hat, dass es nicht mal ansatzweise welche von der Stange geben würde, die nicht wie Regentonnen aussehen.  Aber bei mir ist das anders. Mit einem relativ normalen Stiefelmaß passen mir schon  auch die günstigeren Eigenmarken verschiedener Hersteller und so habe ich es mir immer gespart viel Geld für Stiefel auszugeben. Die anderen tun es ja auch.  Nur dachte ich irgendwie immer, ich bin nicht in der Lage meine Stiefel vernünfitg zu putzen. Schon nach kurzer Zeit sahen meine Stiefel immer aus wie….. ich habe jegliches auf dem Markt verfügbares Putzmittel versucht, aber nichts half dabei , die Stiefel dauerhaft gut aussehen zu lassen. Wir reden hier nicht von Jahren, die diese in Gebrauch waren, sondern lediglich von ein paar Monaten, nach denen man dachte,: “ Die könnte sich auch mal neue Stiefel kaufen“. Das fand ich echt nicht lustig, habe aber immer die Schuld bei meinen Pflegefähigkeiten gesucht.  Ja, zugegebnermaßen müssen meine Stiefel auch einiges aushalten. Da habe ich wieder ein  Reitstunde auf dem matschigen Springplatz, natürlich in den Stiefeln, dann muss ich wieder welche von der Koppel holen, natürlich durch Matsch und Gras, dann wird einer abgespritzt und die Stiefel sind nass. Das alles müssen sie aushalten.

Jetzt habe ich endlich mal ein bisschen mehr Geld für Stiefel in die Hand genommen und siehe da, es funktioniert. Die Stiefel begleiten mich schon eine ganze Weile und sehen imemr noch top aus, trotz härtester Bedingungen. Damit bin ich echt zufrieden und in Zukunft weiß ich, dass sich das Geld für hochwertigeres Leder durchaus lohnt und nicht durch vermehrtes putzen zu ersetzen ist.

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Und last but noch least, hatte ich natürlich einen Helm auf. Ich reite übrigens immer mit Helm. Schon allein deshalb, weil ich als Ausbilder im Reitverein der Jugend mit einem guten Beispiel vorangehen will, aber auch, weil ich mich inzwischen echt daran gewöhnt habe. Zu meiner Jugendzeit war es noch „cool“ oben ohne zu reiten, das hat sich heute zum Glück geändert. Als ich vor ein paar Jahren begann mit Helm zu reiten, habe ich ihn tatsächlich manchmal noch vergessen, es war einfach noch nicht „drin“ den Helm aufzusetzen. Aber schon nach kurzer Zeit habe ich mich ohne Helm „nackig“ und unwohl gefühlt und inzwischen ist es eine liebe Gewohnheit geworden einen Helm zu tragen. Die Hersteller haben aber auch einiges dazu getan, um die neuen Helme immer schöner und bequemer werden zu lassen und der Markt bietet inzwischen so viel Auswahl, dass jeder den für sich passenden Helm finden kann.  Ich möchte gar nicht drüber nachdenken, was mir bei meinem Unfall ohne Helm hätte passieren können und möchte auch nicht wissen, was die Versicherung mit mir gemacht hätte, wenn ich keinen getragen hätte.

Gestern hatte ich Ninas neuen Helm an. Der lag einfach grad im Auto, mein eigener wäre im anderen Stall gewesen. So durfte ich das gute Stück mal probetragen. Eigentlich ist er mir ein kleines bisschen zu groß, aber mit Zopfgummi unter dem Helm ging das zum Dressurreiten für einmal schon. Trotzdem freue ich mich schon auf meinen eigenen Helm, der bestellt ist und den ich mir jetzt zum Neuanfang nach dem Unfall einfach mal gönne. Den vom Unfall habe ich natürlich längst entsorgt, der hat gute Dienste geleistet, aber ich würde ihn nach so einem Sturz natürlich nicht mehr aufsetzen.

Den neuen Helm stelle ich  euch in einem extra Blog vor, wenn er in ca. zwei Wochen da ist. Nur soviel voraus. Es wird auch ein Samshield werden, eigentlich fast wie Nina`s, nur ohne den Schimmer als Top und eine Nummer kleiner.

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