Was macht eigentlich…. Ginny?

Ich dachte, es wird mal wieder Zeit für ein Ginny Update…..

Wie es ihr so geht, was sie macht, was wir dafür tun, dass es ihr gutgeht….

Ginny Gibson unsere never ending Story…..

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wahrscheinlich das Pferd  mit den meisten Hashtags, die man finden kann….

#herzenspferd

#Sorgenkind

#thedevil

#backto business

und jeden Tag gilt ein anderer

und wahrscheinlich auch unser Pferd, über das schon am meisten der Kopf geschüttelt wurde.

Ginny ist ja nach ihrer Auszeit nun seit gut 7  Monaten wieder zuhause.

War sie vor der Auszeit eine Mischung aus Genie und Wahnsinn und keiner wusste, was ihn heute erwartet, so ist sie momentan sehr stabil, gesundheitlich sowie seelisch.

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Vor der Koppelzeit galt sie aus „austherapiert“.
Ein fieses Wort, vor allem, wenn man bedenkt, dass sie zu dem Zeitpunkt gerade mal 6 Jahre alt war und man nicht mal sagen konnte, ob sie den Rest ihres Lebens beschwerdefrei auf einer Koppel verbringen kann.  Ist immer schwierig, das zu beurteilen, wenn man überhaupt nicht weiß , was ein Pferd hat und woher die Probleme eigentlich kommen.
Das war ja der Punkt an dem wir standen.

Nachdem Ginny mit ein paar „Rittigkeitsproblemen“ angefangen hatte, war es für uns klar, sofort den Tierarzt zu holen. Da begann damals unser Spießrutenlauf.  Erst dachte man, es wäre eine einfache Rossestörung. Ein Ultraschall ergab einen festsitzenden Follikel und man musste nur warten, bis dieser abging, dann würde schon wieder alles in Ordnung kommen.
So warteten wir drei Wochen und ließen sie völlig in Ruhe, man will ja nicht wegen eventueller Schmerzen sein hochgradig rittiges Pferd sauer machen. Bei der nächsten Ultraschalluntersuchung war alles wieder gut und wir dachten, jetzt ist alles wieder normal. Es sollte bis heute nicht mehr werden wie zuvor.

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Nach der ersten Enttäuschung, dass Ginny immer noch nicht fit war, folgten viele, viele Besuche in verschiedenen Tierkliniken, das komplette Pferd wurde auf den Kopf gestellt. Manche kleine „Baustellen“, von denen man vermutete, dass sie für die Schwierigkeiten verantwortlich sein könnten wurden nach und nach abgearbeitet und immer wieder hatte man aufs Neue die Hoffnung, nun endlich die Ursache gefunden zu haben und alles würde wieder normal werden.

So vergingen rund zwei Jahre zwischen Hoffen und Bangen, zwischen Zuversicht und doch wieder der Enttäuschung. Zwischen Mitleid und Wut. Zwischen Weitermachen oder Aufgeben? Zwischen Steigen, Bocken, Blockieren, Laufen wie ein Uhrwerk und doch wieder Rückschlägen

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Ich glaube,  wir haben uns jegliche Hilfe geholt, die man sich nur holen kann. Alles kam auf den Prüfstand.
Wir sind mit und ohne Sattel geritten, es gab zig verschiedene neue Sättel für Ginny, weil man immer wieder dachte, vielleicht passt er doch nicht richtig. Wir hatten ja teilweise Zeiten, da trabte sie mit Sattel nicht mal an, lief aber ohne einwandfrei. So haben wir wohl nahezu alle Sattler aus Bawü kennengelernt. Jeder war sich sicher, die Optimallösung zu haben. Manchmal hat es kurzfristig geklappt, dann war wieder alles auf null.

Wir sind mit und ohne Trense geritten mit allen Gebissen, die der Markt hergibt, mit Halfter und Strick, mit Halsring, mit Hackamore, wir haben versucht Allergien auf Materialien herauszufinden, alles, was einem in zwei Jahren einfallen kann, haben wir uns einfallen lassen.

Wir haben versucht die Haltung umzustellen, Ginny liebt es draußen zu stehen, ist kein Boxenpferd, braucht immer viel, aber moderate Bewegung, für die sie am Besten selbst sorgt. So hat Ginny auch den Stall gewechselt, in eine größere Box, in ein ruhigeres Umfeld, eventuell raus aus irgendwelchen negativen Spannungen, mit einem eigenen Ganzjahrespaddock und mit sehr viel Sozialkontakt zu Pferden sowie zu uns Menschen.

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Ginny ist mit Sicherheit unser pflegeaufwändigstes Pferd, und das mit den meisten Streicheleinheiten, das bringt es einfach mit, wenn die Menschen versuchen Antworten zu finden und in  ein Pferd hineinzuschauen.

Ginny hat in dieser Zeit alles kennengelernt: Von Bioresonanztherapie, Osteopathie und Chiropraktik bei verschiedenen Therapeuten, Futterumstellungen, Akkupunkturbehandlungen, natürlich Zahnarzt und, und , und
Mit Eisen, ohne Eisen.

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Wir haben nichts ausgelassen, jeder Strohhalm wurde genutzt. Mitleidige Blicke und Kopfschütteln mancher Stallkollegen inklusive.
Schlaue Sprüche zuhauf:
“ Warum haut sie der nicht einfach mal den Frack voll“

„Die verarscht euch doch“

“ Ganz schön peinlich, was die mit der machen“
“ Warum verkaufen sie die nicht einfach“

„Die taugt doch eh nichts“

“ Die ist doch rumpelplatt“

„Habt ihr schonmal einen Sattler, Tierarzt, Hufschmied…… dagehabt?“
( Nein, auf die Idee sind wir noch nicht gekommen 😉  )

Ganz einfach, all das hätte nichts geändert. Hätte ich sie verkauft, als was auch immer, wäre die Suche für den nächsten Besitzer von vorne losgegangen. Es wäre immer kurzfristig gegangen, dann wieder nicht. Damit hätte ich dem Pferd sicherlich keinen Gefallen getan.

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Ja, es gab Tage, da dachte man, sie ist rumpelplatt, deshalb war sie auch in ständiger tierärztlicher Behandlung, nichts wurde ausgelassen. Trotzdem gab es kein Ergebnis. Ihre Möglichkeiten sich zu bewegen waren mal besser mal schlechter, aber  für niemand erkennbar, warum

Verhauen? Hmm zugegeben, auch mir ist schon der Geduldsfaden gerissen und ich habe versucht sie zu zwingen. Da ich ja aber selbst nicht ganz unerfahren bin, und wenn es sein  muss, schon auch mal hinlangen kann, habe ich schnell merken müssen, dass das nicht der richtige Weg für Ginny ist. Man muss schon die richtige Waage zwischen Druck und Nachgeben finden, aber der Grad ist sehr schmal und mit übermäßigem Druck erreicht man bei Ginny gar nichts. Außer, dass man sich selbst und auch sie in Gefahr bringt. Ganz ohne Druck geht es aber eben auch nicht, man muss sie immer mal wieder über ihre Sturheit drüberreiten, dann legt sich ein Schalter um, und plötzlich geht es. Verpasst man es diesen Schalter zu finden, braucht man am nächsten Tag gar nicht mehr draufzusitzen.
Manchmal hat man das Gefühl, sie steht sich selbst im Weg, und ist ganz froh, wenn man sie – auch mal mit Druck- aus dem Kopflabyrinth herausführt und plötzlich merkt sie, dass sie ja könnte, wenn der Kopf nicht im Weg wäre. Das ist jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung, körperlich, sowie auch nervlich. Man wägt jeden Tag ab: “ Kann sie nicht, oder will sie nicht“

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Übrigens hängt auch all das nicht nur mit dem Reiten zusammen. Wenn sie schlecht drauf ist, läuft sie nicht, weder frei, noch an der Longe oder auf der Koppel. Sie steht dann in die Ecke und will von Gott und der Welt nichts wissen. Auch andere Pferde können sie dann z.B. auf der Koppel nicht zum spielen oder laufen motivieren. Haben wir alles probiert.

Trotzdem wurde das Training wurde ständig auf den Prüfstand gestellt. Sie ging ja nicht immer schlecht. Genie und Wahnsinn eben. Sie konnte an einem Tag mit 8er-Noten A-Springen gewinnen, da war sie unsere Ginny und wir glaubten wieder, über dem Berg zu sein, sie konnte genauso am nächsten Tag nicht mal mehr freiwillig den Stall verlassen, war apathisch und steif, und keiner konnte sagen warum.

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Man fing an Buch zu führen. Was hat man gemacht, wann geht sie schlechter, wann besser? Was tut ihr gut, was nicht? Soll man sie zum Ausreitpferd machen? Oder zum Dressurpferd? Soll man das Springen aufhören? Oder gar nicht mehr reiten? Aber was dann? Züchten? 25 Jahre auf eine Koppel stellen? Wird es ihr da gut gehen? Fragen über Fragen, die einem keiner beantworten konnte.

Es gab keine Antworten. Außer, dass man merkte, dass die Probleme ziemlich rhytmisch auftraten. Es gab immer ca. 5-6 gute Wochen, in denen es scheinbar vorsichtig aufwärts ging, dann kam wieder ein Totalausfall. Dann folgte meistens eine Pause oder eine Bahandlung, dann begann alles wieder von neuem….

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Es gab Zeiten, in denen konnte man sie nur mit Stangen oder kleinen Sprüngen überhaupt zur Bewegung motivieren, an Dressurreiten war nicht zu denken, das hat sie völlig blockiert. Wohlgemerkt, mit Dressurreiten war Schritt,   Trab, Galopp im Rahmen einer Remonte gemeint, nicht irgendwelche Lektionen.  Mit Sprüngen konnte man ihr etwas Spaß bereiten und sie ging wenigstens ein bisschen vorwärts.
-> nicht mehr zu springen war also keine Option, daran hatte sie wenigstens Spaß, mal mehr mal weniger
Ausreiten war völlig sinnlos. Daran hatte sie überhaupt keinen Spaß. Sie konnte im Schritt am langen Zügel ohne erkennbaren Grund einfach stehen bleiben und keinen Schritt weiterlaufen. Wollte man es durchsetzen, konnte sie sich so reinsteigern, bis sie einfach umfiel. Sie ist sich selbst gegenüber völlig schmerzfrei, wenn sie was nicht will dann will sie  nicht, dann bockt sie auch mal rückwärts einen Steilhang runter oder macht sonstige komische und eben auch gefährliche Sachen.

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-> also auch kein Freizeitpferd

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Das war eine ganz schön harte und auch teure Zeit, die ganzen Therapeuten kommen ja auch nicht umsonst.  Und so war es irgendwann einfach Zeit die Reißleine zu ziehen.

Die Auszeit auf der Koppel war unsere nächste Idee. Einfach mal Gras drüber wachsen lassen. Vielleicht waren die ganzen Probleme ja auch nur Folgeprobleme, bei denen eins aus dem anderen entstand.

Klar war, dass die ganzen Medikamente, die ihr eigentlich helfen sollten, nicht vertragen hat. Daher wohl die Stoffwechselstörungen, die Muskelverhärtungen, das schlechte Fell, die schlechten Leber,-und Nierenwerte. Die depressiven Phasen.

So folgte die Entgiftungsphase. Alles, was man bisher  teuer reingestopft hat, soll nun wieder raus. Und dabei hat ihr sicherlich die Koppelzeit geholfen. Einfach mal gar nichts. Kein Tierarzt, keine Therapien, keine Versuche, keine Hufeisen, kein gar nichts, einfach back to Basic.

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Das hat ihr gut getan.

Im August haben wir sie wieder geholt und seitdem wird sie relativ normal geritten. Nicht im Sportpferdemodus, immer so, wie es gerade geht. ES gibt kein Ziel. Was geht das geht. Das ist mal mehr, mal weniger, aber es geht ihr gut dabei.

Die Leber ist tiptop, es gibt kaum noch verspannte Muskulatur, sie ist psychisch ziemlich  stabil und hat keine totalen Ausfälle mehr. Sie hat zwar bessere und schlechte Tage, sie geht mal schiefer, mal gerader, sie geht manchmal lieber Dressur, manchmal lieber Springen, und man versucht es ihr immer recht zu machen.

Sie geht regelmäßig zum Osteopath, wird massiert,gestretcht und bekommt ihr Zusatzfutter für den Magen. Mehr nicht. Wir sind bei back to Basic geblieben.
Sie bekommt viel Bewegung, steht sehr viel draußen, hat ihre ruhige, große Box, ist futtermäßig optimal eingestellt und hat seit sie wieder zuhause ist, außer den notwendigen Impfungen keinen Tierarzt mehr gesehen.

Und siehe da, es geht ihr gut. Sie ist wach, hat keine depressiven Phasen mehr, nimmt an ihrer Umwelt teil, bockt auch mal vor Freude über den Platz, zickt Calle an, kuschelt und schmust was das Zeug hält, hat Top Leberwerte, keine Stichelhaare mehr, keine Fettablagerungen, wo sie nicht hingehören, keine Strahlfäule, keine angelaufenen Beine, keine steinharten Muskeln,keinen Sattelzwang und ist im Umgang einfach ein Goldstück. Jeder kann sie händeln, sie würde nie irgendjemand irgendwas Böses wollen.

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Ginny ist irgendwie ein Luxus-Freizeitpferd geworden. Sie macht eigentlich gerade was sie will und wir gehen drauf ein. Manchmal springt sie lieber, dann springt sie halt, wenns sein muss auch jeden Tag. Eine Zeitlang hatte sie unheimlich Spaß an der Dressur, dann wird sie eben mehr Dressur geritten. Solange es ihr aber so gut dabei geht und sie uns immer wieder zum Lachen bringt mit ihrer einerseits mütterlich-liebevollen Art, mit ihrer Kuscheligkeit, mit ihrer gelebten Liebe fast allen gegenüber die sie zum # herzenspferd machen.

Trotzdem haben wir noch eine große Baustelle. Das ist ihr Sturkopf. Über die Zeit, in der sie nicht konnte, weil es ihr nicht gutging, hat sie es rausgefunden, dass man sich auch durch blockieren, steigen, bocken usw. um die Arbeit drücken kann. Man merkt inzwischen aber doch ganz gut, wenn sie einfach auf stur schaltet und versucht ihren Sturkopf durchzusetzen. Das sind die Momente, die uns zwar nicht gefallen, über die man aber durchaus auch mal drüber reiten muss. Sie kann nicht einfach machen was sie will. Wenn sie gesundheitlich kann, dann soll sie auch.

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Da willst du hin? Nö, kannst alleine gehen

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Aber das muss man doch durchaus auch durchsetzen. Das sie nicht muss ist so tief in ihrem Kopf verankert, das kommt immer wieder durch. Man kann da aber inzwischen ganz gut drüber wegreiten. Daran erkennt man auch ganz einfach, ob sie nicht kann oder nicht will. Wenn sie nicht kann, dann kann man machen was man will, dann kommt man nicht drüber weg. So wie in Kreuth z.B. da standen ihr so ihre Nerven im Weg, da konnte sie nicht, da wäre man auch nicht drüber gekommen. Das haben wir dann auch nicht mehr probiert. Da ist ihr dann auch keiner böse. Wenn sie tatsächlich nicht kann, dann ist es halt so, das kann man dann nicht ändern.

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Ginny wird immer ein Rätsel bleiben und irgendwie macht es sie deshalb für uns nicht weniger wertvoll. Ein  zuverlässiges Sportpferd wird sie nicht mehr werden, dafür sind ihre Stimmungsschwankungen einfach zu groß und gleichzeitig das Talent zu klein….

das haben wir verstanden und akzeptiert, auch, wenn das natürlich der Grund ist, warum Nina „nur“ noch  ein Sportpferd für die Zukunft hat, nämlich Calle. Solange Ginny und auch unser Paul, der sicherlich noch ein paar kleine Turniere dieses Jahr gehen wird, weil er einfach noch will, und nicht aufs Abstellgleis gestellt werden will, noch auf unserer monatlichen Ausgabenrechnung stehen wird es keinen Nachwuchs im Team Kaupp geben, auch wenn wir sehr wohl wissen, dass das aus sportlicher Sicht notwendig wäre.

Und so wird die Saison für unsere kleines Team wohl relativ unspektakulär werden. Ginny wird weiterhin machen, was sie will, vielleicht reicht es ja mal wieder für eine kleine Dressur, vielleicht bekommt sie auch noch mal die Kurve und geht nochmal ein Gelände, keiner weiß es. Eins ist klar, zu einem M-Springen wird es bei ihr nie reichen. Vielleicht läuft mir aber auch irgendwann zufälligerweise ein Mensch über den Weg, von dem ich denke, dass es ihr dort besser gehen würde als bei uns, sei es über eine andere und vielleicht bessere Haltungsform als wir ihr bieten können, dann würde ich aber auch tatsächlich darüber nachdenken, mich von ihr zu trennen, aber nur, wenn ich denke, dass es 200% passt und es wirklich zum Wohle des Pferdes sein könnte.

Sollte sie weiterhin gesundheitlich so stabil bleiben, könnte man eventuell doch mal über ein Fohlen nachdenken. Abstammung, Rittigkeit, Charakter, das alles würde ja passen, nur war sie bisher  gesundheitlich nicht bereit gedeckt zu werden.

Wir werden sehen, was passiert. Klar ist aber, nach einer so langen Zeit des Hoffen und Bangens, des Aufbaus und wieder der Rückschläge wird Ginny nie aus einer Laune raus verkauft werden.  Nichtsdestotrotz bin ich täglich am überlegen, wie ich ihr am Besten gerecht werden kann und was für sie am Besten sein wird. Im Moment scheint sie sich sehr wohl zu fühlen in ihrer Haut, hat Spaß an der Arbeit, wir haben Spaß an ihr und  so kann sie ohne schlechtes Gewissen meinerseits bei uns bleiben, weil es ihr gut geht. Würde ich aber merken, dass ich ihr doch nicht mehr gerecht werden kann und es würde eine Alternative geben, die für sie besser wäre, dann müsste man auch über sein eigenes Ego springen und ihr eine neue, bessere Alternative gönnen.

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Pauli unser kleiner Champ hat auf jeden Fall seinen Platz auf Lebenszeit bei uns, er ist definitiv unverkäuflich. Auch er wird noch eine Saison mit Nina gehen, aber bei Paul ist definitiv bei L-Springen und VL Schluss. Solange er daran noch Spaß hat und gesund ist, darf er noch mit aufs Turnier, wird aber nicht mehr an schwerere Aufgaben herangeführt. Er macht einfach, was ihm Spaß macht und jeder, der unseren kleinen Tiger schonmal zuhause erlebt hat, wenn die anderen aufs Turnier fahren und er nicht, der weiß, warum er unbedingt nochmal mit muss. Das sichert einfach das Überleben unserer Mitmenschen zuhause #kleinerTiger

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Und Calle: Ja, der wird Einzelkämpfer sein.

Klar hätten wir gerne einen zweiten, der Calle unterstützen kann so wie es damals Paul für Knisti war. Aber alles geht halt nicht. So müssen wir dieses Jahr mit unseren Möglichkeiten haushalten, schauen, dass wir das richtige Pensum für die Jungs finden, Ginny weiterhin stablilisieren und alle weiteren Kommentare, warum wir sportlich nicht im Kaderhimmel ankommen, überhören.

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4 Gedanken zu “Was macht eigentlich…. Ginny?

  1. teamkaupp schreibt:

    Danke schön. Ja, Nina musste sich schon immer die Pferde selbst „machen“ und mit denen leben, die wir hatten. Aus jeden Pferd das Beste rauszuholen und trotzdem ofefdegerecht zu arbeiten und im Sport mitreiten ist eine ganz schöne Gradwanderung. Bei anderen geht es sicherlich schneller als bei uns, aber so ist es halt 🤗

  2. Jenny schreibt:

    Schon lange folge ich diesem Blog als stiller Leser. Nun möchte ich mich aber doch einmal äußern. Respekt und „Hut ab“ vor Eurer Einstellung. Ich habe Nina schon oft auf dem Turnier reiten sehen – sie hätte das Talent, im Sport noch weiter voranzukommen. Aber genau diese Einstellung, dass Paul und Ginny bleiben, macht euch wahnsinnig sympathisch. Weiter so!

  3. teamkaupp schreibt:

    Wenn sie weiter so stabil bleibt kann ich tatsächlich auch irgendwann über ein Fohlen nachdenken 🤗 Letztes Jahr war das noch undenkbar 😀

  4. Nina Rehbock schreibt:

    Diese Einstellung macht euch so herrlich normal und gleichzeitig so besonders ! Bei uns würde es genau so ablaufen. Ich hatte auch “so eine Stute“ da kam Jahre später durch Zufall raus das ihre Schädelplatte verdickt war und sie durch Stress und Blutdruck wohl einfach Kopfweh bekommen hat…nun ist sie in der Zucht und glücklich ohne Aussetzer.
    Liebe Grüße
    Und gute Besserung an dich
    Nina

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