Pferdemarkt Leonberg – der Festumzug

Als Abschluss der Pferdemarktwoche organisiert die Stadt Leonberg immer den großen Festumzug. Über 100 Gruppen nahmen in diesem Jahr bei strahlendem Sonnenschein am Umzug teil. Die Straßen waren dicht gesäumt von Zuschauern, selbst aus den Fenstern, die die Straßen säumen, und von den Balkonen schauten rund 45 000 Menschen dem bunten Treiben zu.

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Verschiedene Vereine präsentierten sich hier mit ihren liebevoll geschmückten Umzugswägen, die Guggenmusiker durften natürlich auch nicht fehlen. Viele Pferdekutschen waren unterwegs, unter anderem mit dem Bürgermeister und weiteren Ehrengästen an Bord. Die Kinder am Straßenrand freuten sich auf die bonbonwerfenden Hexen und bestaunten die geschmückten Wägen, die süßen Ponys und die tollen Kostüme der Teilnehmer.

Auch unser Verein ist immer mit einer Gruppe Reiter vertreten. Die Ponys der Ponygruppe laufen ebenso mit, wie ein paar große Schulpferde. Die Volitigruppe ist auch immer dabei und zeigt ihre Übungen auf dem Boden und auf dem Pferd.

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Zunächst jedoch mussten die Ponys zuhause auf Hochglanz gebracht werden. Einflechten, Hufe waschen und fetten, das Sattelzeug putzen und mit weißen Schabracken bestücken, ist eine Aufgabe, die schon zuhause sehr viel Zeit in Anspruch nimmt. Aber wir wollen ja schließlich gut aussehen, wenn wir in der Stadt unterwegs sind.

Für die Kinder ist die Aufregung schon beim Herrichten der Ponys groß. Wir sind da natürlich auch immer ein bisschen in Zeitdruck, da die Kinder morgens noch in der Schule sind. Wenn sie dann in den Stall kommen, muss es schnell gehen.


Auf dem Weg kurz ein Vesper eingeworfen, wird sich dann im Stall schnell umgezogen, die Muttis helfen beim Ponys satteln und um 13 Uhr ist Abritt Richtung Leonberg.

Schon der Weg in der großen Gruppe quer durch Leonberg über die Hauptstraßen – teilweise eskortiert von der Polizei – ist ein Erlebnis, dass die reitenden Kinder wohl so schnell nicht vergessen werden.

 

 

Dann geht es an die Aufstellung zum Festumzug. Die Zuschauer sortieren sich am Straßenrand ein, Kutschen müssen an den Ponys vorbei, überall sind kleine Kinder, die mal die Ponys streicheln wollen. Man muss bei der Aufstellung 100% aufmerksam sein, damit nicht irgendjemand unter die Hufe kommt. Die Kinder und die Eltern hatten somit 20 spannende Minuten, bis dann der Umzug endgültig  los ging.

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Meine Ponygruppenkinder, die alle zum ersten Mal dabei waren, staunten nicht schlecht, wie viele Leute am Straßenrand standen und auch wie viele sie ja davon sogar kennen. Ständig wurden ihre Namen gerufen und sie kamen aus dem Winken und Grüßen schon gar nicht mehr raus. Besonders unser „Schulpony des Jahres-Gewinnerpony“ Rick sorgte immer wieder für Herzchen in den Augen der Kinder, die den Straßenrand säumten. Er ist aber auch zuckersüß mit seinen tiefschwarzen Kulleraugen, dem schneeweißen Eisbärpelz und den dauerhaft gespitzten Miniöhrchen. Bei Shelly gab es immer wieder die Rufe: „Schau mal, ein Indianderpony“ , aber auch die anderen sorgten für Freude unter den Besuchern. Besonders auch unser Blue Eye Chico mit seiner Wallemähne und bunt herausgebracht von den Voltigierern, die während des Umzugs noch Turnübungen auf ihm machten, begeisterte die Kinder und ihre Eltern.

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So kamen wir nach fast drei Stunden Aufregung mit müden, aber glücklichen Kindern wieder im Verein an. Die vielen neuen Eindrücke müssen sie nun erstmal verarbeiten, das war ganz schön viel heute. Nachdem die Ponys ausgeflochten und liebevoll versorgt waren und ihr wohlverdientes Mittagsheu mampften, durften die Kinder noch auf dem Spielplatz den Tag ausklinken lassen.

Hier könnt ihr uns auch in bewegten Bildern begleiten:

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