Turnier in Kreuth- Der Countdown läuft- Noch 6 Tage

So, die Zimmer für Kreuth sind sortiert. Da wir ja mit einer ganzen Gruppe gehen, hatten wir schon lange vorher die Zimmer gebucht, aber da sich ja bis zum Turnier oft noch etwas an der Besetzung ändert, ist es ganz gut, dass die Leute vom Gut Matheshof immer sehr kulant sind, was es angeht, noch kurz vorher umzubuchen. Die Buchungsmöglichkeiten in Kreuth sind ja immens und so gibt es immer für jeden das Richtige.
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Jetzt geht die Organisation los, wer was mitbringt, damit wir in der Ferienwohnung ein paar schöne Tage verbringen können. Ich bin, als alte Kaffeetante, für den Kaffee zuständig. Mein Mann hat schon angekündigt vorzukochen, damit wir dort nicht verhungern müssen und wenn es nach Nina geht, müssen die in der Box to go einfach nur genug Mousse au chocolat haben, dann ist sie schonmal glücklich. Beim letzten Turnier über den Jahreswechsel hatte sie nämlich Pech und er Betreiber der Box to go hatte Urlaub und es gab keins. Da war die Enttäuschung groß 😉

Wie einige schon anhand der Packlisten festgestellt haben, müssen wir ganz schön viel mitnehmen. Die Boxen sind als Ersteinstreu mit Spänen eingestreut, aber da wir ja 5 Tage dort sind muss man dort natürlich auch misten und nachstreuen. Da es dort keinerlei Werkzeug gibt, muss man vom Schubkarren (klappbar) über Mistgabeln und Besen alles mitbringen. Heu und Späne kann man dort zwar kaufen, aber das ist natürlich teuer und wir nehmen so viel wie möglich selbst mit. Aber mit einem Sattelschrank und 3 Pferden im Hänger ist natürlich nicht mehr so viel Platz. Wir müssen also geschickt einräumen, stapeln und am Ende auch noch aufpassen, dass wir unser zulässiges Gesamtgewicht nicht überschreiten.

Die Packliste ist auch außerhalb des Stallbedarfs ganz schön lang. Im Winter sind es vor allem die vielen Decken, die viel Platz in Anspruch nehmen. Die Stalldecken haben die Pferde ja zum Glück im Hänger drauf, aber wir brauchen ja für jeden mindestens 3 Abschwitzdecken, da die schonmal nass sind, und man nie weiß, ob man sie dort wieder trocken bekommt. Es gibt zwar beheizte Sattelkammern, aber wir sind ja dort nicht alleine.

Auch der Bedarf an Schabracken bei 15 gemeldeten Prüfungen ist natürlich groß. Klar bekommen die Pferde eine Schabracke auch zweimal drauf, aber dafür müssen auch diese halt immer wieder trocknen können. Eine nasse Schabracke auf den Pferderücken zu legen bringen wir nicht übers Herz. Da die Hallen in Kreuth beheizt sind, bleibt es nicht aus, dass selbst unsere geschorenen Pferde schwitzen. Also müssen wir auch davon genug dabei haben. So läuft gerade daheim schon die Waschmaschine heiß, damit bis Sonntag  alles gewaschen ist und wir den Turnierschrank packen können.

So werde ich, solange Nina heute in der Schule ist zuhause schonmal weiter organisieren, bis wir heute mittag die Pferde machen können. Ich bin ja pferdemäßig noch keine Hilfe, von dem her bleiben mir nur die leichten Handlangerdienste, den Rest muss Nina irgendwie selbst stemmen. Normalerweise kann ich ja wenigstens schonmal Pferde bewegen, das fällt dieses Jahr flach, mal abgesehen davon, dass es diesmal nicht so ist, dass man in der Schule die Tage bis zu den Ferien ausklingen lässt, sondern tatsächlich bis zu allerletzten Stunde- während andere im Schulgottesdienst sitzen- noch Klausuren schreibt. Irgendwie ist diesmal alles ein bisschen anders als sonst.

Über mittag haben wir manchmal Glück und die Halle ist leer. Da der Springplatz gefroren war, mussten wir in die Halle ausweichen.  Bei Calle hat es geklappt. In einer leeren Halle konnte Nina ihn ein bisschen dressurmäßig mit 2 Cavaletttis arbeiten. So eine Arbeit tut ihm immer wieder ganz gut, da er dann wendiger wird, besser am Bein ist und vor allem seine Wechsel meistens durchspringt, weil er sich einfach konzentrieren muss. Im Parcour kommt einem diese dressurmäßige Arbeit dann zugute. Wie sagt man immer so schön: Gas-Bremse und Lenkung müssen funktionieren.

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Bis wir mit Ginny in den Verein kamen war die Halle nicht mehr frei und so konnte Nina sie heute nur dressurmäßig arbeiten. Aber auch das hat sie gut gemacht. Vielleicht haben wir ja Glück und können morgen noch ein bisschen Cavalettiarbeit mit ihr machen. Ihr tun die kleinen Sprünge immer besonders gut, weil sie sich ja vor allem im Galopp gerne mal noch festhält und die kleine Springgymnastik die beste Lockerungsarbeit für sie ist.
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Als Nina schon längst wieder zuhause war zum lernen hatte Paul, nachdem er heute morgen schon in der Führmaschine und heute mittag auf dem Paddock war noch seinen Einsatz in der Fördergruppe.  Zweimal in der Woche leistet er mit der 9-jährigen Jule eine tolle Arbeit und es ist so süß zuzuschauen, wie er mit Jule arbeitet, auf sie aufpasst und ihr wahnsinnig viel beibringt. Bei ihr ist er noch nie zur Seite gesprungen, weil ein Monster im Eck sitzt, was er bei uns großen regelmäßig tut. So groß kann die Angst ja nicht sein, wenn er bei Jule, aus lauter Furcht sie zu verlieren keinen falschen Schritt macht. Ist halt doch ein Fetz, dieser Paul. Inzwischen hat er es schon echt raus vor der Reitstunde erstmal an der Bande bei mir vorbeizukommen und sich einen kleinen Snack abzuholen.

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6 Gedanken zu “Turnier in Kreuth- Der Countdown läuft- Noch 6 Tage

  1. teamkaupp schreibt:

    Nein, wir haben keinen eigenen Stall, aber Paul steht im Verein direkt, während die großen 300m entfernt bei einem Beuern stehen

  2. Lea schreibt:

    Habt ihr einen eigenen Stall wo die Pferde stehen? Oder ist der Stall und die Halle nur weiter voneinander entfernt? 🙂

  3. Catherine schreibt:

    Paul ist gigantisch und wir sind so froh, dass Jule so viel von ihm lernen darf. Es ist eine große Freude, den Beiden in der Reitstunde zu zuschauen! Vielen Dank an Euch beide und an Pauli ❤

  4. Louise schreibt:

    Meine Mama sich schon ein bisschen beschwert, dass der 2. Weihnachtsfeiertag für ein Turnier ‚drauf geht‘ :’D

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