Winterarbeit- heute sind die Jungs dran

Ihr wollt immer wieder einen Überblick über unsere Winterarbeit haben. Den kann ich euch so nicht geben. Unsere Winterarbeit mit den Pferden richtet sich nach vielen Faktoren. Als allererstes richten wir und mal nach Schule und Wetter.

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Nina ist in der Klausurenphase und deshalb steht die Schule an erster Stelle. Normalerweise bewege ich die Pferde an den Tagen, an denen Nina nicht kann oder lange Mittagsschule hat und dann noch lernen muss. Momentan falle ich ja aus und so werden die Pferde an diesen zwei Tage in der Woche nur laufengelassen und gehen Paddock und Führmaschine. Wie lange das noch so geht, wisssen wir noch nicht, aber momentan muss es eben so sein. Da würde mir auch kein noch so schön geschriebener Plan was nützen, es ist eben immer wie es ist.

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Als nächstes müssen wir uns nach der Hallenbelegung richten. Da wir ein großer Verein sind gibt es Tage, an denen nur eine Halle frei ist, kein Platz bereitbar ist usw. da kann ich dann nicht kommen und sagen:“ Auf meinem Plan steht aber…..“ Auch das ist dann so und wenn man eben mit vielen Leuten in der Halle ist, ist das mehr ein Pferde bewegen als ein Arbeiten an bestimmten Sachen.

Wenn das Wetter gut ist und die Außenplätze bereitbar sind stehen wir nur noch vor einem Problem, nämlich der einbrechenden Dunkelheit. So hat es uns auch heute nur gereicht zwei Pferde zu springen, und das waren Calle und Paul. Bei Ginny war es dann schon zu dunkel, die ging nur noch eine lockere Runde auf dem halbdunklen Springplatz.

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Da ich selbst noch nichts umbauen kann, und Nina dafür die Zeit nicht reicht, wenn sie vor Einbruch der Dunkelheit drei Pferde reiten will, müssen wir das nehmen, was sowieso aufgebaut ist. Heute hatten wir Glück und es hatte sich jemand eine Gymnastikreihe aufgestellt. Das haben wir dankend angenommen, und die Pferde ein bisschen mit Springgymnastik geärgert. Beide Jungs können sich was besseres vorstellen, aber das muss auch mal sein.

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Springgymnastik schult die Reaktionsfähigkeit von Pferd und Reiter, gibt durch das schnelle Aufkommen und wieder Abspringen Kraft im Hinterbein und ist ein recht anspruchsvollen, kraftraubendes Training.  Wir machen es nicht allzuoft mit den Jungs, aber ab und zu müssen sie da schon mal durch.
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Bei der Gymnastikreihe achten wir darauf, dass sie Pferde rhytmisch und gleichmäßig die Reihe springen ohne schneller oder langsamer zu werden. Unsere können das eigentlich aus dem effeff und so ist das keine große Herausforderung. Es macht ihnen halt nur keinen Spaß. In meinen Reitstunden sehe ich allerdings immer wieder, dass viele Pferde und vor allem unerfahrene Reiter große Probleme haben, eine Reihe im Rhytmus durchzureiten. Das sollten alber alle lernen, auch, wenn es erstmal langweilig zu sein scheint, beim Reiten eines Parcours kommt es einem zugute, wenn man das im Schlaf kann.  Aber das wird ein Extra Thema für einen weiteren Blog.

Unsere Jungs haben die Reihe heute schön gemacht. Man hatte fast das Gefühl, dafür, dass sie nicht in die Halle mussten und Volten kringeln haben sie das sogar gern gemacht.

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Damit sie keinen Reihenkoller bekommen, haben wir natürlich auch die einzeln stehenden Spünge genützt und diese auch am Ende nochmal höher gemacht. Ob wir höher springen oder nicht, können wir auch nicht vorher festlegen, wir machen das nach Gefühl und natürlich Bodenqualität. Da heute beide gut drauf waren und der Boden nahezu optimal war, nutzten wir die Chance und machten ein paar höhere Steilspünge. Da wir Ende Dezember Turnier gemeldet haben, müssen wir auch immer ein bisschen an der Höhe dranbleiben, sonst ist die Überraschung am Turnier groß.

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Anfangs waren die Sprünge aber noch klein und wir konnten ein bisschen schief und schräg reiten üben. Um später in einem Stechparcours schnell sein zu können, ist es wichtig, dass die Pferde nicht immer nur geradeaus springen können, sondern auch mal schräg. Das muss man trainieren. Unser Mr.Knister hat das bei uns in jungen Jahren schon gelernt. Mit ihm kann man Sprünge nahezu in unmöglichen Winkeln anreiten, der kann das und macht das , weil er es von anfang an so gelernt hat. So hat er schon einige Zeitspringen mit deutlichem Vorsprung gewinnen können, weil er Wendungen kann, die sonst fast keiner kann.

Mit Paul ist man eigentlich sowieso schnell, da muss man das eigentlich gar nicht, aber auch er muss es einfach können.

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Calle fiel es anfangs noch echt schwer. In den Springpferdeprüfungen, die er vor unserer Zeit ging, musste er nur schön springen, das kann er. Aber nicht schnell. Für Calle sind kleine Wendungen natürlich nochmal was ganz anderes als für Paul . Er tut sich aufgrund seiner Größe natürlich viel schwerer und genau deshalb müssen wir das über den Winter trainieren. Bisher ging es immer nur darum möglichst fehlerfrei und sicher durch den Parcours zu kommen im nächsten Jahr wollen wir dann schon auch mal gute Zeiten reiten können. Aber er lernt schnell. Inzwischen findet er es schon gar nicht mehr komisch schief und schräg zu springen.

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So konnten wir das Training heute mit beiden Jungs zufrieden beenden.  Nach so ein bisschen auspowern schaffen es hoffentlich auch die beiden Boxenkasper mal in ihren Boxen Ruhe zu geben und nicht immer den ganzen Stall zu unterhalten.

Warm eingedeckt können sie jetzt ihr Abendessen geniessen, bevor wir morgen für schon wieder kommen, damit sie auf den Paddock können.

 

Gute Nacht Jungs.

Von Ginny gibt es morgen mal wieder ein Trainingsupdate, sie schwankt mal wieder zwischen #herzenspferd und #thedevil oder wie man auch sagt, zwischen Genie und Wahnsinn. Aber das hebe ich mir für morgen auf……..