Outfit Dressur Ginny

Für heute habe ich mir das Outfit von mir mit meinem Herzenspferd Ginny Gibson ausgesucht.

Auch, wenn wir nur ein bisschen in der Gegend rumdüdeln, darf Ginny wenigstens gut aussehen.  Ich wollte auch mal ein Video von ihr haben, damit ich selbst mal sehe, wie sie läuft und auch, wie ich draufsitze, und dann mag ich es doch lieber, wenn man es anschauen kann.

Heute haben wir uns für ein blau-weißes Outfit entschieden.

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Zum runterreiten vom Stall zum Platz haben wir meistens noch die Fliegendecke drauf, da unsere Pferde sonst ständig nur um sich beißen und schlagen und das ist nervig.
Die Fliegendecke ist von Anna Scarpati. Sie besteht aus einem ganz leichten, engmaschigen Netzstoff, da kommt keine Fliege durch. Durch den schweren Rand liegt sie gut auf dem Pferd und fliegt nicht gleich davon. Auch der Schnalle an der Brust merkt man die Qualität an. Sie ist aus Metall und geht nicht gleich beim ersten Kopfrunternehmen kaputt wie manche Plastikschnallen. Wir haben die Decke für jedes Pferd in einer anderen Größe und bei allen drei passt sie sehr gut. Manchmal haben wir bei Paul z.B. aber auch bei Ginny das Problem, dass sie im Brustbereicht zu weit sind und dann unter der Brust hängen. Diese ist höher geschnitten und sitzt wie angegossen. Auch von der Seitenlänge ist sie bei jedem der drei optimal.  Farblich haben wir sie uns mal wieder selbst ausgesucht. Die Grundfarbe ist Navy, der Rand ist bluette – ich liebe dieses bluette- mit einer weißen Kordel.  Wenn ich sie mal im Stall drauflasse oder zum Transport befestige ich sie zusätzlich mit einem Gummideckengurt.

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Die Schabracke ist ja schon bekannt. Es ist unsere weiße Anna Scarpati mit Glitzerrand in dunkelblau/silber und einer Strassborte. Inzwischen ist die Schabracke schon einige Male gewaschen und hat immer noch die Form und die Farbe wie am ersten Tag. Da lohnt es sich dann doch mal etwas mehr auszugeben.  Ich finde sie hat auch einfach die perfekte Form unter dem Sattel, steht vorne und hinten genau richtig über,  ebenso am Sattelblatt. Durch die leicht anatomische Form am Widerrist lässt sie sich auch gut auskammern und drückt nicht. Und…. Sie hat keine Strippen, die ich lästig am Sattel befestigen muss. Da wir unsere Sättel jeden Tag komplett auseinander bauen, da sonst die Schabracken in der Sattelkammer angenagt werden, ist das bei mehreren Pferden schon eine Zeitersparnis.

Zum Outfit passend sind heute unsere silbernen Freejumps. Meine Stiefel sind heute noch nicht zu beachten, die müssen zeitnah ersetzt werden. Eigentlich fand ich die ganz nett mit dem Lackrand und den drei Steinchen, aber leider sind nur noch zwei davon da und irgendwie sind die Stiefel weiter geworden.

Ginny ist weiterhin ausgestattet mit einfachen weißen Bandagen mit Unterlagen. Sie geht heute mit Calles Micklem. Auch sie mag es sehr gerne in Verbindung mit dem Apfelgebiss und da es beiden passt wechseln wir gerne mal ab. Ginny ist es eigentlich sowieso egal, mit welcher Trense sie geht, sie würde auch mit Halfter und Strick laufen. Die Trense ist bei ihr nur Zierde. Ginny hat ja jetzt nicht den allerschönsten Kopf, und da kann man mit einem schönen Stirnband nochmal viel machen. Das Fineline unterstreicht die Klarheit und Trockenheit ihres Kopfes wie es sich für einen Blüter gehört.

 

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Um mich dem Pferd anzupassen habe ich  mich auch für blau-weiß entschieden. Ich trage eine Reithose aus der alten Animokollektion, eine meiner ersten Animohosen. Sie hat auf den hinteren Taschen gestickte Blumen und dezente Steinchen auf dem Taschenrand. Ich finde das kann man auch noch  mit Ü40 tragen ohne dass es übertrieben aussieht.  Anfangs dachte ich, die Hose wird die Gerte nicht aushalten und Pilling bekommen, aber das hat sich zum Glück nicht bewahrheitet. Sie ist irgendwie immer noch wie am Anfang, sie hat ganz kleine Knötchen auch dem Oberschenkel, die aber nicht mehr wurden.  Sie ist eine der wenigen Hosen, die ich bei meinem häufigen Gebrauch schon länger als ein Jahr trage. Ein Jahr ist normalerweise die Haltbarkeitsdauer meiner Hosen. Bis dahin sind sie ja zigfach gewaschen und sogar im Trockner gewesen, anders geht es bei mir nicht, das müssen sie aushalten. Und sie tut es. Normalerweisen habe ich bei den elastischen Hosen immer das Problem, dass sie so Hubbel bekommen, also dass der Stoff an manchen Stellen ausleiert.
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Das habe ich bei keiner meiner  Animos und deshalb kaufe ich sie mir immer wieder. Außerdem habe ich mich nach anfänglicher Unsicherheit an den niedrigen Schnitt gewöhnt und kann es schon gar nicht mehr brauchen, wenn der Bund auf dem Bauch liegt. Auch mit den Beinabschlüssen hatte ich schon manchmal meine Probleme. Ich glaube, ich habe zu dicke Waden. Es ist schon vorgekommen, dass ich Löcher in den Übergang zwischen Hose und Beinabschluss geschnitten habe, weil das so eng war, dass mir die Beine eingeschlafen sind. Das ist vielleicht ein blödes Gefühl. Das ist jetzt zum Glück auch vorbei. Als Oberteil trage ich eigentlich immer Poloshirts. Die Zeiten, in denen ich im Top reite sind seit meinem Unfall vorbei, da die Narbe nicht so schön aussieht, dass sie jeder sehen muss und außerdem nicht soviel Sonne abbekommen sollte. Mit einem Polo ist man doch immer recht ordentlich angezogen.
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Handschuhe waren auch immer so ein Thema bei mir. Ich bin Deutschlands größter Handschuhverlierer. Irgendwann bin ich einfach ohne geritten. Bis ich Tamara Schmidt von Hauke Schmidt Handschuhen  kennenlernte. Sie fragte: „Welche Handschuhe trägst du denn?“ Ich sagte: “ Keine, ich verliere sie sowieso immer.“  Das konnte sie nicht auf sich sitzen lassen. Sie beriet mich, welche Handschuhe im täglichen Gebrauch sinnvoll sind, die ich auch beim Trensen und Satteln anlassen kann und deshalb nicht mehr ständig verlieren werde. Und siehe da, es hat geklappt. Inzwischen gibt es sogar schon verschiedene Modelle, die mich nicht am arbeiten hindern und ich sie deshalb nicht ständig ausziehe und irgenwo liegen lasse. Danke an dieser Stelle für die nette Beratung, Tamara.
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Zu guter Letzt stelle ich noch meinen Helm vor. Nach meinem Sturz habe ich natürlich meinen alten Helm entsorgt. Als Nachfolger habe ich mich für einen Charles Owen entschieden. Bei mir saß bisher immer jeder Helm schief, irgendwie habe ich einen schiefen Kopf. Und außerdem einen kleinen. Eigentlich müsste ich so einen Kinderhelm haben mit rosa Pferdchen 😉 oder so. Helme, die innenliegend angepasst werden kann ich nicht tragen, da mir auch bei der kleinsten Größe noch die Schale zu groß ist und ich den Innenring so fest machen muss, dass ich davon Kopfweh bekomme. So macht es keinen Spaß einen Helm zu tragen. Da ich aber ja auch eine Vorbildfunktion habe und meinen Kopf gerne noch eine Weile in Komplettzustand hätte ist es meine Pflicht einen zu tragen. Der Charles Owen war der Beste für mich. Er ist eine Größe und passt deshalb ganz genau. Zudem hat er einen Genickschutz mit dem ich mich im Moment einfach wohler fühle.  Klar ist der Nachteil die mangelnde Belüftung, aber einen Tod muss man wohl sterben. Jedenfalls ist meine Frisur nach dem Reiten noch weniger ausgehtauglich als sowieso schon, aber damit kann ich ganz gut leben.

Ich habe mich wegen des Genickschutzes und der Metallschnalle von der ich mir mehr Langlebigkeit als von der Plastikschnalle erhoffe, für das etwas teurere Modell entschieden. Passend zu meinem dunkelblauen Jackett natürlich in weiser Voraussicht in dunkelblau.

Damit wäre das Outfit für heute auch komplett.

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