Rückblick- wie alles begann- Teil 1

Ich werde immer wieder nach unseren ehemaligen Ponys gefragt und wie lange Nina eigentlich schon reitet. Ja, das war eigentlich schon immer. Als Berufsreitertochter bleibt einem ja meist nichts anderes übrig. Man wird im Stall gross, die Pferde und alles, was dazu gehört sind das tägliche Leben.

Schon im Kinderwagen wird man an der Bande abgestellt, während Mama wieder reitet und wächst so in die Sache hinein.

Unser erstes eigenes Pony kam zu uns als Nina 2 Jahre alt war. Es gibt noch ein paar ganz alte Bilder mit schlechter Qualität, ich weiss nicht, ob ich dir hier rein bekomme.

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LittleNina und Starling

Das erste Pony war Starling.  Die kleine Maus war bei der Zuchtstutenprüfung inkl. Verkaufsschau übrig geblieben. Da sie nur 134 groß war verkaufte sie sich nicht und der Züchter hätte den teuren Transport zurück nach Frankreich, wohin er seinen Sitz verlegt hatte bezahlen müssen. So kamen wir völlig unbedarft und ohne danach gesucht zu haben zu einem Pony.  Starling war eine supersüße Maus und machte mit Nina und Dominik einen tollen Job. Leider hatte ich in der Zeit meinen ersten schweren Unfall, bei dem ich mir das linke Bein zertrümmern ließ. Lange Krankenhausaufenthalte, eine ewige Genesungszeit an zwei Krücken mit zwei kleinen Kindern liessen mir keine Möglichkeiten das Pony ordentlich zu bewegen. Sie stand zu der Zeit aber zum Glück in einem Reitstall mit Schulbetrieb, so dass sie dort mit eingesetzt werden konnte und ich sie nicht verkaufen musste.  Lange Zeit hatte ich Reitpause und die Kinder somit auch.

Als ich wieder fit war, sämtliches Metall entfernt war und ich wieder das ok für den Reitsport bekam war Dominik schon zu groß geworden für die kleine Maus.  Bei Rudi Brügge machte ich dann den Deal, dass seinen Nichte Starling bekommen sollte und ich dafür im Gegenzug Miss Maja bekam.  Starling war so lange ich es verfolgen konnte bei dieser Familie und ich hatte immer ein gutes Gewissen mit dem Verkauf.

Miss Maja war eine damals 4 jährige Ponystute, die aus dem Maß gewachsen war. Die Kinder konnten schön auf ihr reiten lernen, da sie super brav war. Die ersten Führzügelklassen absolvierten sie mit Miss Maja. Im Laufe der Zeit kristallisierte sich aber immer mehr ihre Dressurbegabung heraus. Nach mehreren gewonnenen L-Dressuren fand sie eine Liebhaberin und ich verkaufte sie nach Rheinland-Pfalz. Auch hier machte sie einen guten Job und sammelte fleissig Dressurplatzierungen. Da wir schon damals mehr im Busch und im Springen unterwegs waren, Maja  daran aber nicht so viel Spaß hatte, war es das Beste für alle Beteiligten.  Leider starb Miss Maja schon früh an einer Kolik.

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Nina und Dominik mit Miss Maja

Parallel zu Miss Maja durfte Nina derzeit schon das Palominopony „Fee“ reiten. Fee war schon 20 Jahre alt und das perfekte Lehrpony für Nina. Ein ganzes Stück kleiner als Miss Maja war das komplette Handling für Nina einfacher. Mit Fee ritt sie mit 6 Jahren die ersten Reiterwettbewerbe. Das war nicht immer ganz einfach, das Fee es aus ihren Siegerehrungszeiten gewöhnt war, dass es in der Abteilung vorwärts geht. Aber die Beiden fummelten sich zusammen und konnten schon ein paar Platzierungen mitnehmen. Als Fee`s Besitzer den Stall wechselten ging Fee leider mit.

Wir waren plötzlich in der Situation kein Pony mehr zu haben. Aber wie das Leben so spielt lief uns der kleine freche Zwerg „Grafitti“ über den Weg. Auch wieder 4jährig, wie immer bei uns war sie unsere zukünftige Herausforderung. Nina war inzwischen gerade mal 6 Jahre alt und ritt das Pony erstmal nur sporadisch. Diese kleine Maus hat uns einiges abverlangt. So süß sie war, so frech war sie auch. Einmal kurz den Kopf zwischen die kurzen Beinchen, den Po gelupft und schon sassen beide Kinder ratzfatz unten.

In der Dressur sowie im Springen forderte sie uns jeden Tag aufs Neue. Nina war diejenige, die nicht Kuchen backen musste, wenn sie herunterfiel ( dann hätten wie alle ein Gewichtsproblem bekommen, da das nahezu täglich passierte, manchmal bis zu 4x am Tag) sondern, wenn sie oben blieb.  Das habe ich mir eine ganze zeitlang angeschaut, aber als es so gar keine Besserung gab, beschlossen wir, uns von ihr zu trennen und sie einem größeren Kind zu verkaufen, die das Temperament schon besser händeln konnte.

Nina war inzwichen 9 und es war klar für mich, dass es jetzt kein junges Pony mehr werden sollten. Einen Professor wollte ich haben, der weiß wie das Leben funktioniert aber eben für mein kleines Budget zu haben war.  Wir schauten zum ersten Mal einige Ponys an ( bisher sind die uns ja immer zugelaufen). Oje, was da alles dabei war. Junge, struppige, bockende, groß,.kleine, die ganze Palette, die es an Pony gab. Das war alles nichts.

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Aber wir wurden dann doch noch fündig. Morgen gibt es die Fortsetztung dieser Blogreihe

2 Gedanken zu “Rückblick- wie alles begann- Teil 1

  1. Jasmine schreibt:

    Verwechsle ich etwas oder hattet ihr nicht auch ein Pony namens ‚Zauberwalds Cafe Creme‘? Lg

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