Reithalfter und Trensen

 

Bei Trensen achten wir auf gute Lederqualität. Eine hochwertige Trense kostet in der Anschaffung etwas mehr, ist aber dafür auch dankbarer und pflegeleichter als eine billige.
Auch wir hatten schon vermeintlich günstige Trensen, die sich hinterher als teurer herausgestellt haben, da  man sie doch öfter ersetzen muss, beziehungsweise sie schnell ungepflegt aussehen. Manches Leder bricht zum Beispiel an den Stellen, an denen es oft bewegt wird oder man kann die Lederenden nicht mehr in die dafür vorgesehenen Laschen schieben. Das ist nervig und unnötig.

 

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Pauli in seiner Stübben Leitrim Trense. Das ist die Dressurtrense.

 

Natürlich muss die Passform der Trense auf das Pferd abgestimmt sein. Zudem haben wir gerne Trensen mit abgepolsterten und an den Ohren ausgeschnittenen Genickstücken und breiten, abgepolsterten Nasenriemen. Das mexikanische Reithalfter bekommt bei uns immer einen Extra-Lammfell-Puschel verpasst.

Wir tauschen an jeder Trense, vor allem aber an denen, die fürs Springen verwendet werden, die Gurtzügel gegen schmale Gummizügel aus, das diese vor allem, wenn sie durch Schweiss oder Regen nass werden besser in der Hand liegen.

Auch die Länge der Zügel ist wichtig. Die Ponys haben immer Ponyzügel. Sind die Zügel zu lang, hängt das Zügelende zu weit runter und es ist möglich, dass der Reiter beim Springen mit dem Bein einfädelt.

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Calle in der Dressurtrense, Pauli in seiner Springtrense von Schockemöhle

Calle widerum braucht XXL-Zügel da diese, wenn er z.B. beim Schritt reiten wirklich durchhängen können sollen. Sind sie zu kurz, muss der Reiter entweder dauerhaft den Zügel nach vorne halten, oder Calle hat immer noch Zug auf dem Zügel und das ist ja nicht der Sinn des hingegebenen Zügels.

Auch bei den Stirnbändern bleiben bei uns selten die mitgelieferten drin. Wir tauschen gerne gegen die Magic Tack Stirnbänder, die wir dann dem jeweiligen Outfit anpassen können oder haben auch ein paar sehr schöne handgefertigte von  Crystal Stirnbänder, die wir gerne einsetzen,weil sie den unvergleichlichen Swarowski-Glanz haben und zudem super verarbeitet sind. Da hier die Steinchen einzeln eingenäht sind, verliert man keine einzelnen Steinchen mehr.  Auch hier ist es eine optische Sache, ob wir der Meinung sind, der Pferdekopf benötigt ein geschwungenes Stirnband, oder uns ist der mögliche Farbwechsel wie bei  Magic Tack wichtig.  Das brauchen wir z.B. wenn Nina ihre Outfits im Springen wechselt oder gar im Busch in einer ganz anderen Farbe als im Springen reitet.

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Ginny in der mexikanischen Trense

 

Reithalfter werden bei uns grundsätzlich nach FN-Richtlinien verschnallt, da wir uns immer wieder vorstellen, wie es sich für uns anfühlen würde, wenn uns einer beim Arbeiten die Nase zuhalten würde oder das Reithalfter so unangenehm eng ist, dass es drückt. So könnten wir uns auch nicht konzentrieren. Die Richtlinien haben schon ihren Sinn und daran halten wir uns. Das Gegenteil, ein viel zu locker verschnalltes Reithalfter macht aber ebenso keinen Sinn, da es das Pferd dann nicht unterstützt sondern eher stört.

 

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In der Dressur gehen unsere Pferde alle mit kombiniertem Reithalfter. Wir persönlich mögen gerne die Schwedische Umlenkverschnallung, da dann die Riemen genau übereinander liegen. Bei manchen normalen verrutschen die Riemen, das gefällt uns nicht. Ob ein Nasenriemen breiter oder schmaler, gepolstert oder nicht ist, machen wir vom jeweiligen Pferd abhängig. Man kann einen Pferdekopf mit dem richtigen, zu ihm passenden Reithalfter und Stirnband noch zusätzlich herausheben, ebenso mit einem unpassenden Reithalfter unnötig unschön aussehen lassen. Ist ein Reithalfter richtig verschnallt, ist die Polsterung fürs Pferd nicht notwendig, es ist eher eine optische Sache, was und besser gefällt.  Lack oder nicht Lack am Nasenriemen ist Geschmackssache, aber wenn wir schonmal Dressur reiten, darf es ruhig auch ein bisschen glänzen. Da wir einen schwarzen Dressursattel haben, sind unsere Dressurtrensen alle schwarz.

 

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Calle in der mexikanischen Springtrense von Dyon mit Chrystal Stirnband

 

Unsere Springtrensen sind passend zu den Sätteln und Vorderzeugen alle in braun gehalten, natürlich bekommen sie dann auch braune Zügel.

Wie bei allem Lederzeug muss das Zubehör natürlich gepflegt sein. Gutes Leder kommt mit wenig Pflege aus, weil es einfach eine gute Grundkonsistenz mitbringt und einen natürlichen Glanz hat. Auch bricht es nicht so leicht und quillt nicht auf. Unsere Ledersachen werden vorwiegend mit Sattelseife und wenig Wasser gepflegt. Einfach nach dem Reiten kurz mit dem nicht zu feuchten Schwamm drüber, mit einem fusselfreien Tuch abreiben – fertig. Teile, die öfter mit Wasser in Berührung kommen, wie der Kinnriemen werden auch öfter mal gefettet.  Wichtig ist die Kontrolle der Zügel, die keine Sollbruchstellen aufweisen sollen und auch regelmäßig ausgetauscht werden.